Drei Unbekannte an einem Abend!

2018-06-24 Crimetime2018-07-28 TV-Tipp Welt ohne Geld

 

 

 

 

Crimetime 21

Drei unbekannte Tatorte an einem Abend!

Tatort: Tod im Häcksler (Nr. 249)

Tatort: Tod aus der Vergangenheit (Nr. 259)

Tatort: Tod auf Neuwerk (Nr. 328)

Das ist mir wirklich lange nicht mehr vorgekommen. Dass an einem Abend drei Tatorte gesendet werden, die ich alle nicht kenne. Zumindest habe ich in all den verschiedenen Clustern, also beim alten Wahlerbliner, bei Rote Sonne 17 und in den unveröffentlichten Werken keine Rezension zu ihnen gefunden. Und da ich vor Beginn der Rezensionstätigkeit im Jahr 2011 gar kein so riesiges Interesse an alten Tatorten hatte, habe ich die alle drei vermutlich noch nie gesehen.

Sie werden jeweils von dem Sender gezeigt, der sie produziert hat: Tod im Hächsler vom SWR (damals noch der Teil, der Südwestfunk hieß), Tod aus der Vergangenheit vom MDR, Tod auf Neuwerk vom Norddeutschen Rundfunk. Wer sich jetzt ein wenig auskennt, der weiß, wenn ich noch dazuschreibe, dass Tod im Häcksler und Tod aus der Vergangenheit aus 1991 und Tod auf Neuwerk aus 1996 ist, es handelt sich a.) um einen Folkerts / Odenthal, b.) einen Sodann-Lade / Ehelicher-Kain, c.) einen Krug-Brauer / Stoever-Brockmöller.

Und man merkt richtig die Kopfarbeit bei den Sendern, die hier drei Tatorte gegeneinander gestellt haben, denn

a.) beginnt um 22 Uhr,

b.) um 22:05 Uhr,

c.) um 22:50 uhr.

Allle haben nämlich den Tod im Titel. Alle! Und dann dieses „im“, „aus“, „auf“ – klasse, alles Zuschreibungen der Position, wie heißen diese Wörter nochmal? – und dann noch ein Substantiv. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Häcksler und Neuwerk, das sind Orte für Morde, die Vergangenheit, das ist eine Epoche, ein Zeitraum. Aus der Vergangenheit sind aber nicht nur Kain und Ehrlicher, die ersten Kommissare des Ostens (innerhalb der Tatort-Reihe natürlich, der Osten als solcher hat ja den Polizeiruf 110 eingebracht, den es schon viel länger gibt), sie waren tätig von 1990 bis 2007. Und die Hamburger Stoever und Brockmöller von 1984 (Stoever) bzw. 1988 (Brockmöller) bis 2002. Lena hingegen ist jetzt die Dienstälteste, aber 1991, da war sie noch fast ganz neu und auch ein Hingucker, diese Häckslergeschichte war ihr dritter Fall! Allerdings ist sie auch schon die dritte Tatortkommissarin im Südwesten, also keine Pionierin.

Ich habe jetzt nochmal nachgeschaut in den Handlungsangaben. Ich kenne diese Filme wirklich nicht, wenn mich mein schwaches Gedächtnis nicht im Stich lässt. Da gibt’s ja in den nächsten Tagen wieder ganz schön was zum Schreiben über, denn natürlich zeichne ich sie alle auf. Heute aber empfehle ich ausnahmsweise drei Filme, zu denen es noch keine Kritik von mir gibt, und das mit Freude. Aber wieso kommen heute drei Tatorte, alle mit „Tod“ im Titel, die ich alle noch nicht gesehen habe, dabei ist der Tod doch so essentiell in diesen Krimis? Vielleicht gab es mal eine ganz sanfte, politisch besonders korrekte Zeit, in denen alles, was schon titelmäßig irgendwie grausam klingt, nicht gezeigt werden durfte. Doch seit Neuestem wird wieder Tacheles geredet!

TH

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