Diese Studie muss Verlagsmanager alarmieren: 43 Prozent der Befragten sehen keine Zukunft für Printmedien (MEEDIA) / Aus für #Printmedien #Mediensterben #MEEDIA

Diese Studie muss Verlagsmanager alarmieren: 43 Prozent der Befragten sehen keine Zukunft für Printmedien (MEEDIA) / Aus für #Printmedien

„Die Auflagenzahlen der meisten Blätter gehen seit Jahren nach unten, nun zeigt die repräsentative Studie „New Storytelling“: Nur 57 Prozent der Befragten glauben daran, dass Printmedien im Jahr 2028 noch eine Rolle spielen. Die noch alarmierendere Nachricht: Die junge Altersgruppe sieht eine Ablösung durch Smartphone und Co. schon früher.“

Bildungspolitische Großfehler, die eine veränderte Medienrezeption ausgelöst haben und der für immer breitere Bevölkerungsschichten bestehende Zwang, sich möglichst billig, also online für lau, mit Informationen versorgen zu müssen, hinterlassen tiefe Schneisen in der Informationswelt.

Beides geht miteinander einher, beides ist von der Politik so gewollt. Je mehr Menschen sich mit oberflächlichem Mist vollstopfen, desto weniger sind sie in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen und über den berüchtigten Tellerrand hinaus zu denken.
Das Gefühl für Qualität und Ästhetik bleibt dabei gleich mit auf der Strecke. Haptik, Optik, Sprachgenuss und sogar der Geruch eines guten Magazins sind ein Erlebnis eigener Art.

Dies alles ist den meisten Mediennutzern von heute nichts mehr. Das Fenster zur Welt ist gerade noch so groß wie der Bildschirm eines Smartphones.

Die journalistische und allgemeine Kultur des Schreibens, die dabei zerstört wird, ist unwiederbringlich verloren, denn nur ein kleiner Kreis von Menschen wird eine bewusste Gegenbewegung bilden. Und zu dieser besseren Welt können nur jene gehören, welche über die Ressourcen zum Erwerb hochwertiger Printprodukte verfügen. Die neue, qualitativ minderwertige Medienwelt ist nicht demokratisch, vielmehr hilft sie den Privilegierten, die wirklich wertvollen Informationen bestens abzuschotten.

Die Verlagsmanager können dagegen nicht viel tun. Auch das beste Angebot muss auf Nachfrage treffen, sonst wird es vom Markt verschwinden. Wenn aber die Mediennutzer überhaupt kein werthaltiges Angebot mehr wünschen, ist dies der Lauf der Dinge. So gesehen, ist es kaum von Belang, ob nun ein marginalisierter und seiner Meinung weitgehend beraubter Journalist, der sich stark zurückhält, damit er überhaupt noch bezahlte Jobs bekommt oder ob eine KI die Medienhäppchen von heute und morgen erstellt.

TH

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