Freunde – Tatort 188 / Vorschau WDR 28.08.2018, 23:35 Uhr

Vorschau Crimetime – Titelfoto © WDR

„Der noch nicht gesehene Schimanski“ wird langsam zum Running Gag und das kann sich verfestigen, denn es gibt 29 Filme mit dem Ruhrpott – ja, was eigentlich? Rambo? Proll? Oder ist er doch eine Ikone? Ein zu spät gekommener Früh-70er, der in den 80ern trotzdem für Aufregung sorgte, weil die meisten in den 80ern ja in den 50ern stecken geblieben waren? Zumindest die etwas älteren unter den Zusehern. Schimanski war damals sicher eher fürs jüngere Publikum gedacht und – Déjàvu, wegen des neuen Weimar-Krimis haben wir uns noch darüber ausgelassen, wie infantil wir die Figuren finden, die für die jetzt Jungen kreiert werden. Aber es ist schon ein Unterschied, ob jemand so provoziert, wie sich vom Scheiße-Horst damals viele provoziert gefühlt haben, oder ob man nur irgendwie noch mickymausmäßiger wirkt als die anderen, die sich ja auch hinsichtlich der Anfälligkeit fürs Regressive deutlich von früheren Ermittlergenerationen unterscheiden.

Aber der letzte Schimanski, den wir angeschaut und für den Wahlberliner rezensiert haben, „Schwarzes Wochenende“, war nicht nur der direkte Vorgänger von „Freunde“, beide also aus der mittleren Schimanski-Phase und 1986 vorgestellt – er war auch ziemlich interessant gemacht und wir haben eine recht hohe Bewertung abgegeben. Wir sind gespannt auf „Freunde“, die Rezension wird demnächst hier erscheinen.

TH

Handlung

Ein Geldtransporter wird von einer Bande mit einer Panzerfaust angehalten und ausgeraubt. Trotz Hubschraubereinsatz ist die Polizei zu spät am Tatort. Nach einem kurzen Feuergefecht gelingt es den Gangstern zu entkommen.

Schimanski vermutet, daß sein alter Freund, Kumpan und Rivale Frieder das Haupt der raffiniert arbeitenden Bande ist. Für die Tatzeit hat er natürlich ein Alibi; Schimanski hat nichts anderes erwartet. Die beiden beginnen Katz und Maus miteinander zu spielen. Schimanski weiß, daß Frieders Antiquitätengeschäft nur die glänzende Fassade für seine kriminellen Aktivitäten ist. Und Frieder weiß, daß Schimanski weiß. Wem wird es gelingen, den anderen hereinzulegen?

Besetzung und Stab

Schimanski – Götz George
Thanner – Eberhard Feik
Hänschen – Chiem van Houweninge
Königsberg – Ulrich Matschoss
Albino – Klaus Kelterborn
Frieder – Klaus Wennemann
Haffner – Eberhard Witt
Flaak – Peter Freiberg

Buch – Thomas Wittenburg, Horst Vocks
Kamera – Theo Bierkens
Regie – Klaus Emmerich
Musik – Irmin Schmidt
Szenenbild – Götz Weidner
Schnitt – Susanne Hartmann
Ton – Michael Etz
Produzent – Hertmut Grund
Produktionsleitung – Willi Lanzinger

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