Nicht ein Sechstel der Erde, aber ein Drittel der Wähler_innen für #Aufstehen /#Bewegung #Wagenknecht #Lafontaine #DIELINKE #Focus

Umfrage & Ergebnis 16

Dieser Beitrag ist eine Ausgliederung aus dem Dossier „Aufstehen“, das gegenwärtig in seiner vierten Fassung vorliegt  und stammt vom 21.08.2018. Demgemäß der Focus-Beitrag vom 10.08. Die Wandlung des Dossier-Bestandteils zu einem eigenen Artikel erfolgte, weil wir es nach und nach auf eine Linksammlung mit eigenen Kurzkommentaren umstellen, um die Übersichtlichkeit des Dossiers zu bewahren.

Bereits vor elf Tagen hatte der FOCUS gemeldet, dass sich bei einer Wahl 34 Prozent aller Berechtigten für „Aufstehen“ entscheiden könnten – und 87 Prozent der Wähler der LINKEn.

Dann ist die Rechnung ja einfach und man kommt in nur drei Schritten zu einem New Deal: 1.) „Aufstehen“ wird doch Partei und überholt die Union. 2.) Mit dem, was von der SPD und den Grünen und der LINKEn übrig geblieben ist, geht man eine Koalition ein, in der man dem bei weitem stärksten Partner darstellt. 3.) Und schon 2020 wird es in Deutschland eine ganz andere Politik geben.

DIE LINKe käme bei 87 Prozent Abwanderung aber höchstens noch auf 1 bis 1,5 Prozent und wäre nicht mehr im Bundestag vertreten, Effekte wie diesen muss man hinzudenken. In Wirklichkeit wäre der Verlust nicht ganz so hoch, denn, anders als bei einer spontanen Umfrage, würden taktische Überlegungen und langfristige Bindungen und Positionen doch eine stärkere Rolle spielen. In der Tat könnte die Gründung einer Partei „Aufstehen“ aber dazu führen, dass DIE LINKE Mühe hat, wieder in den Bundestag einzuziehen. Die SPD könnte durch „Aufstehen“ locker unter 15 Prozent gedrückt werde, die Grünen würden noch am wenigsten verlieren. Die Hoffnung ist aber vor allem, dass die AfD viele Wähler wird an „Aufstehen“ abgeben müssen. So die offizielle Lesart. Was nur funktionieren kann und sollte, wenn die AfD-Sympathisanten wirklich überwigend sozial Enttäuschte sind.

Wieviel wäre denn für „Aufstehen“ nach eigenem Gefühl derzeit realistisch, würde eine Partei daraus?

Einges mehr als die 10 Prozent, die gegenwärtig für DIE LINKE stimmen würden.

Es gibt, sozusagen als Anhängsel des Berichts zur Umfrage, ein Statement von Harald Christ, dem SPD-Mittelstandsbeauftragten zu #Aufstehen im Focus-Beitrag: „Mit der Populismus-Keule auf Dauer Menschen gewinnen und so auf den Kurs der SPD einwirken kann“. „Die SPD wird als linke Volkspartei in der Mitte bleiben“, sagte der SPD-Wirtschaftspolitiker dem Focus. „Dort gibt es genug Platz – spätestens nach der Ära Merkel. Und die kommt vielleicht schneller als wir alle denken.“

Da kann man sehen, es gibt immer noch wichtige SPD-Politiker, deren Namen man zuvor nie gehört hat. Dieses Statement haben wir erwähnt, weil es kurios ist. Ich dachte immer, dem Volk zuhören sei das Gegenteil von mit der Moralkeule auf es einschlagen, aber gut. Für weite Teile des Mittelstandes mittlerweile besser, man würde wieder mehr nach links rücken und bei der Gelegenheit die politische Mitte neu definieren. Dass es genug Platz gibt, ist allerdings wahr, wenn da keiner wäre, den die SPD freigegeben hat, würde #Aufstehen etwas weniger Sinn ergeben. Offenbar weiß Harald Christ über Angela Merkel auch mehr als sie selbst. Nur, was sich ohne sie ändern soll, ist mir nicht klar. Jemand anderes in der CDU wird irgendwann von Merkel übernehmen – und das bedeutet dann für die SPD Aufbruch? Weil Merkel so beliebt ist und ein_e Nachfolger_in schwächer wäre? Ich frage mich, wie man auf solche Rechnungen kommen kann. Im Gegenteil, ein weniger verbrauchtes Gesicht an der Unionsspitze würde der CDU/CSU gegenwärtig eher helfen, denn ihr langfristiges Potenzial liegt oberhalb der ca. 30 Prozent, die sie gegenwärtig in Umfragen erzielt.

TH

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