#Aufstehen ist auch für den #Hambacherforst/.org, aber als #Urwald – unsere Solidarität bleibt // #Hambach #Tagebau, #RWE #coalmining#Oaktown #Kohleausstieg #DivestCoal #endcoal #nocoal #Hambibleibt #HambacherForst.org // #Bewegung #Wagenknecht #Lafontaine

Medienspiegel 66

Wir waren heute Nachmittag bereits solidarisch, koppeln uns aber gerne mit der Solidarität von #Aufstehen. Siehe den Originalbeitrag, den wir von oben erweitert haben.

Ich finde es toll, um was #Aufstehen sich jetzt schon alles kümmert, aber manchmal ist Recherche wichtiger als Geschwindigkeit, sonst wirkt es aufgesetzt – und auch ein bisschen arg zwanghaft pathetisch, nebenbei bemerkt.

Der für den Tagebau zu rodende Teil des Hambacher Forstes ist als Symbol der Gegenwehr gegen die Konzerninteressen und gegen die CO²-lastige Kohleverstromung und was immer er darstellt, sehr wichtig, aber ganz sicher ist er nicht das Letzte vom Letzten des „intakten Urwaldes in Deutschland“. Den Urwald gibt es nämlich hierzulande nicht mehr.

Es gibt vor allem 13 Nationalparks, in denen die Natur sich teilweise ungehindert entfalten darf („Wildnis“ ist nicht Urwald, aber das Maximale, was derzeit in Deutschland vorhanden ist) und in denen ganz sicher nicht für den Tagebau gerodet werden darf.

Schon ein Blick auf die Fotos von den Stellen im Forst, an denen die Baumhäuser errichtet wurden und der ja nicht umsont Forst heißt, sagen klar aus, dass dies überwiegnd ein „Kulturwald“ mit freiem Boden ist, im Wesentlichen ein „Nutzwald“, nur ist der größere Nutzen jetzt wohl der, dass alle Bäume für den Tagebau gefällt werden sollen und das Ökosystem komplett verschwinden wird, was bei Nutzholzeinschlag im richtigen Rhythmus nicht in dieser Radikalität stattfindet.

Und die Fauna / Flora ist hochwertig, das stimmt. Sie beherbergt, wie fast in jedem Wald, eine spezielle Mischung und zudem einige seltene / gefährdete Arten.

Aber selbst auf der „Hambi bleibt“-Homepgage kommt das Wort „Urwald“ wie auch im gesamten Wiki-Artikel zum Forst nicht vor und es wäre auch von Aktivisten eine höchst bedenkliche Maßnahme, sich in einem geschützen „Urwald“ niederzulassen.

Bisschen Ironie nachgeschoben? Die Aufstehen-Macher sind im Thema Öko wohl noch nicht so richtig zuhause, aber man kann alles lernen 😉 / TH

 

Liebe Bewohner_innen des Hambacher Forstes: Wir haben zwar in Berlin keine Gegend, in der man Kohle abbauen könnte, für den Tagebau müssten wir sicher dann auch alle weichen, wenn es die gäbe, aber bei uns ist es die Gentrifizierung. 

Bei uns die Immobiliehaie, bei euch die Stromkonzerne. Tschüss, buntes, frohes Leben.

Wir kennen die Situation aber auch vom Brandenburger Tagebau, der in einer Zeit, in der dringend der Ausstieg aus der Kohleverstromung nötig wäre, immer noch ganze Dörfer für das Buddeln nach Braunkohle plattgemacht werden.

Seid standhaft! ist eine blöde Parole, denn wer konnte je der geballten Staatsmacht widerstehen, die sich wieder mal rüde für Konzerninteressen einsetzt, anstatt wenigstens das Ergebnis des Kohlegipfels am 15. Dezember abzuwarten.

Wendtland und Wackersdorf wurden geräumt, der Atomausstieg kam viel später und hatte mit dem Widerstand der 1980er leider wenig zu tun. Aber wichtig ist er trotzdem gewesen und wichtig ist er auch heute, im Hambacher Forst.

Nur ein paar Gedanken:

a.) Im Hambacher Forst, da wütet der Horst – nein, es ist der Armin. Der Arminius, wohnte der nicht auch im Wald? Welcher Wald?
b.) Nicht jeder, der aussieht wie ein Hobbit, will nur Frieden und Freundlichkeit. Das wissen wir aber schon seit den letzten Landtagswahlen in NRW.
c.) Wo haben sie bloß nach dem Sommer diese hellgrünen Blätter her, im Hambacher Forst? Dieser Wald hat selbst etwas für seinen Brandschutz getan.
d.) Der größte Polizeieinsatz bisher in NRW? Größer, als wenn in Köln Fußball marodiert wird? Gegen ein paar Baumhäuser und ihre Bewohner?

Hier sind mal ein paar grundlegende Infos zusammengefasst, mit einigen Reaktionen auf die Räumung. Wird euch im Forst nichts nützen, dass es ein paar kritische Stimmen gab. Aber immerhin kamen die doch aus unserer Richtung.

//players.brightcove.net/18140073001/65fa926a-0fe0-4031-8cbf-9db35cecf64a_default/index.html?videoId=5834348558001

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

AutismusJournal

Perspektiven und Reflexionen

Carolin Schnelle

Jungjournalistin

thomas post

Alternativen

Telepolis

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

ScienceFiles

Kritische Sozialwissenschaften

Zusammen gegen #Mietenwahnsinn

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

KuBra Consult

Acta, non verba

Nachrichten: ZEIT ONLINE Newsfeed

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Meike K.-Fehrmann (Autorin)

Frieda - Ein Demenz-Krimi / Warum Herr Hagebeck sterben muss / Kakerlaken-Schach / Die Rache stirbt zuletzt

SPIEGEL ONLINE - Politik

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Testkammer

Testen macht süchtig: Filme, Spiele, Bücher etc. im Fokus

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Film is a disease. When it infects your bloodstream, it takes over as the number one hormone. As with heroin, the antidote to film is more film.“

SPD erneuern

Unfrisierte Gedanken zur Wiedergewinnung von Relevanz

Ein Parteibuch

Noch ein Parteibuch

Jan Josef Liefers

Die offizielle Fanseite

Wortwechsel 15

Das Schreibblog von Anja, Armena, Elke und Thomas

The Blog Cinematic

Film als emotionalisierende Kunstform

%d Bloggern gefällt das: