Finanzkrise 2008: Kann sich die Bankenkrise wiederholen? (ZEIT ONLINE, Videobeitrag) // #Finanzkrise #LehmanBrothers #Bankenrettung #Systemrelevanz #Wirtschaftskrise #Euro #EU #EZB #Niedrigzinspolitik

2018-06-24 MedienspiegelFinanzkrise 1 / Medienspiegel 67

Als wir vor drei Tagen über den 11. September 2001 geschrieben haben, bezeichneten wir ihn als das jüngste, das bisher letzte einschneidende Ereignis der Weltgeschichte. Das stimmt vor allem, wenn man „einschneidend“ als harten Stich an einem Tag festmacht, der einen großen Eindruck bei den Menschen überall auf der Welt hinterlassen hat.

Bezüglich der Folgen ebenso dramatisch, aber nicht so bekannt ist der 15. September 2008. Der Tag, an dem in den USA die Bank Lehman Brothers zusammenbrach. Er wird allgemein als Start-Zeitpunkt der schwerste ökonomische Krise der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg angesehen.

Die bis heute größte Bankenpleite war nicht der alleinige Grund, die Probleme schwelten, sonst wäre es nicht zur Krise gekommen. Grundfragen des Finanzsystems sind bis heute nicht gelöst und es gibt andere Gefahren als damals. Wie meist sind solche Gefahren in sogenannten Blasen begründet, die irgendwann platzen. Die unfassbar hohe Bewertung einiger Internet-Unternehmen ist eine solche Blase, ebenso der Run auf Immobilien, wie man ihn derzeit in Deutschland beobachten kann und der in erster Linie durch die Niedrigzinspolitik der EZB angetrieben wird – die eine Folge nicht bewältigter ökonomischer Probleme speziell in der Eurozone ist.

Noch immer fährt die Europäische Zentralbank also im Notbetrieb, auch wenn das Staatsanleihen-Kaufprogramm eingestellt wurde. Die viel zu niedrigen Zinsen haben in  Deutschland positive Auswirkungen auf die Staatsfinanzen, aber negative auf die Bevölkerung und sollten als Mahnzeichen dafür gelten, dass die Krisenanfälligkeit des Systems nicht als überwunden bezeichnet werden kann.

In den USA, wo das Epizentrum der Krise von 2008 angesiedelt war, sieht es etwas besser aus und bisher hat die um Videobeitrag benannte erratische Wirtschaftspolitik von Donald Trump keine Einbrüche verursacht.

Dass die Pleite von Lehman Brothers die bisher größte im Bankensektor blieb, ist nicht etwa dem klugen Wirtschaften der übrigen Banken zuzuschreiben, sondern der Tatsache, dass sie als „systemrelevant“ galten und mit hunderten Miliarden Euro und Dollar an Steuergeldern gerettet wurden. Lehman waren das Bauernopfer, damit die anderen überleben konnten. Der Schock über diesen einzelnen Bankrott saß so tief, dass man sich entschloss, die anderen, teilweise noch größeren Institute um jeden Preis zu retten.

Wir sammeln in den nächsten Tagen Meinungen zur Finanzkrise und zur heutigen Situation und fangen mit diesem kurzen Beitrag in der ZEIT an, der sich als Einstieg verstehen soll und selbstverständlich nicht alle Fragen beantworten kann.

Ist das Bankensystem heute sicherer? Und wie werden die inzwischen geschaffenen Instrumente gehandhabt? Der Auffassung, dass eine Deregulierung ein Schritt in die falsche Richtung wäre, ist jedenfalls zuzustimmen. Anders bei der hier nicht erwähnten kompletten gegenseitigen Haftung für die Bankeinlagen in der Eurozone, die immer gerne als Komplettierung oder ein weitrer Schritt zur Komplettierung der Bankenunion angesehen wird.

TH

Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers am 15. September 2008 brachte die Finanzwirtschaft ins Wanken. Das heutige Bankensystem sei sicherer, sagt ein Experte. Aber es gebe immer noch Risiken.

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