Isch over, Bayern und … // #FCBAJA #MiaSanMia #FCBayern #UCL #NeuerTheWall #Mammamia #EPL #LaLiga #SerieA #Ligue1

... isch over, Bundesliga. 

Fünf Jahre ist das All German Final in Wimbledon nun her und die Bundesliga verabschiedet sich langsam, aber sicher, aus dem Konzert der Großen. Nach dem ziemlich ratlosen 0:2 am letzten Samstag in Berlin nun also ein kaum befriedigerendes 1:1 der Bayern gegen Ajax Amsterdam – dahoam.

Ein 1:1 gegen eine junge und bekanntermaßen aufstrebene Mannschaft wie Ajax Amsterdam, auch zuhause und mit Dusel am Ende, das kann mal vorkommen. Doch die Überalterung der Mannschaft bzw. das hohe Alter vieler Leistungsträger und die Probleme, auf diesem Niveau Ersatz zu finden, sind signifikant.

Vor wenigen Jahren noch stand der FC Bayern auf Platz 3 der wertvollsten Fußballvereine Europas, hinter den beiden spanischen Giganten, die wir alle kennen. Mittlerweile rangiert Bayern auf Platz 8, Tendenz weiter fallend. So gesehen, dürfte es gerade noch fürs Viertelfinale der Champions League reichen.

Im Liga-Wertvergleich hat die italienische Serie A die Bundesliga mittlerweile wieder überholt. Im Grunde war die Bundesliga ein Outperformer, als es zum historischen Finale Dortmund-München kam, denn schon damals waren die englische Pemier League und die spanische La Liga wertmäßig vorne – aber Bayern konnte als Einzelverein mithalten, hatte eine tolle Zeit mit Jupp Heynckes, Barcelona einige verletzte Spieler und Jürgen Klopp holte aus Dortmund das Optimum heraus. Und natürlich schießt Geld Tore, wenn es vernünftig  investiert wird.

Über die übrigen deutschen Vereine und deren teilweise blamable Leistungen auf internationaler Bühne, besonders seit 2017, wissen wir alle Bescheid. Damit ist die Bundesliga jetzt auch in der UEFA-Fünfjahreswertung innerhalb nur eines Jahres vom doch erstaunlichen Platz 2 auf den realistischeren 4. Rang abgerutscht. In der abgelaufenen Saison 17/18 hat sogar die fanzösische Ligue 1 besser abgeschnitten, steht aber im Fünfjahresvergleich noch um einiges zurück.

Die Bundesliga ist am Scheideweg. Eigentlich steht sie da schon seit Jahren still, kratzt sich am Kopf und weiß nicht weiter:

Will man das für Hasenzüchter und Kleingärtner geschaffene deutsche Vereinsrecht weiterhin behalten und damit den Einstieg von Großinvestoren jedweder Herkunft und Absicht verhindern und eine gewisse – scheinbare? – Ehrlichkeit und Basismäßigkeit des Fußballs bewahren und international weiter absinken oder macht man den Sprung nach vorne und wird so kapitalistisch wie die anderen? Der deutsche Markt wäre groß genug, um mit der EPL mithalten zu können, wenn man ihn ebenso durchkommerzialisieren würde. Dafür müssten die Großvereine wie der FC Bayern auch nicht quasi ein Staatsauftrag werden, wie in Spanien der FC Barcelona und Real Madrid.

Den ersten Schritt könnte man jetzt schon gehen. Endlich die erste Liga auf 20 Vereine anheben, wie es in allen größeren Ländern üblich ist und mal einen einen von vielen deutschen Sonderwegen beenden. Das wäre immerhin ein Signal.

Sonst kann man den Haus-und Hof-Hasthtag der Bayern #MiaSanMia in nicht ferner Zukunft ersetzen durch „Mammamia, mia san in der tiefen Fußballprovinz Europas!“

TH

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