Digitale Blase gegen echte Welt, der Clash des Tages // #AFBMC #IPCC #Klimawandel #Klimaschutz @allfacebook.de #HambacherForst #Hambibleibt

SMHS 46-59

Während in Berlin heute mal wieder einer von mindestens 1000 selbsternannten Avantgarde-Clustern in diesem Land verschwurbeltes Marketing-Denglisch absondert, werden draußen die Diskussionen um den Klimawandel geführt.

Natürlich wird auch bei einer Veranstaltung über Werbung von sozialer Verantwortung geblubbert. Wenn man schon in einer Blase ist, kann man auch kräftig Sprechblasen absondern und schließlich ist das mal wieder eine Topgelegenheit für die Selbstvermarktung. Am Ende des Tages werden wieder uralte Binsensweisheiten darüber, wie man Menschen anzieht, mit Begriffen relauncht, die wenigstens eines sind: voll 2018. Auch 2018: Dass die Allokation immer schwieriger wird und der ökologische und ökonomische Aufwand, immer höher, wenigstens noch ein Schein-Blasengeschäft zu kreieren. Wer dabei immer noch gewinnt, wenn alle anderen längst draufzahlen: Die Internet-Konzerne und die Plattformstrategen. Die freuen sich über solche Konventevents von Gläubigen, von denen einige glauben, sie seien social-media-kritisch.

Das andere Thema das Tages ist die Aussage des Weltkimarates IPCC, dass sich der weltweite Temperaturanstieg doch auf 1,5 Grad begrenzen ließ, wenn man sich politisch mehr beeilen würde als bisher. Ich will an dieser Stelle die Faktengrundlagen nicht bewerten, behalte mir das aber vor und da liegt der Unterschied: Über dieses Thema lohnt es sich nachzudenken, den kreiselnden Digitalfuzzyismus, der nicht einen Deut zu irgendeiner Lösung von irgendeinem Problem beitragen wird, logischerweise auch und insbesondere nicht zur Lösung des Problems, dass die Digitalökonomie, die nur auf Plattformen aller Art beruht, selbst ein massives Zukunftsproblem Problem darstellt, kann man mit einem solchen Kurz-Statement abhandeln wie diesem. / TH

Das Beste oder Schlimmste vom Tag. Erst das Allerwichtigste:

Und weil es besonders wichtig ist, noch einmal hoch kompetent kommentiert:

Und nochmal: Das Sein bestimmt das Bewusstsein oder doch umgekehrt?

Und weil’s so schön war, noch bisschen Qutatsch³: Die Social Media von heute sind der Stammtisch von gestern, nur findet man noch mehr Idioten, die dieselben abstrusen Meinungen haben und die eigenen emotional wertvol bestätigen. Informationen waren niemals „neutral“. Alles nur schneller und chaotischer geworden.

Das auch Wichtigste, mit sachlich begründbaren Ausschlüssen und wie Facebook echte Arbeit mit echten Menschen ersetzt.

Die Verschwörungstheoretiker trifft es wieder mal besonders hart, wenn der Fuzzy-Mainstream mit voller medialer Wucht zuschlägt:

Früher haben Seminare für Vertriebs-Anfänger noch zwei Tage mindestens gedauert. Da wurden noch echte Ansätze von Kundenspychologie vermittelt. Aber vermutlich ist die Digitalwirtschaft 25mal fixer.

Zwei Meinungen zur selben Sache: Welche finde ich gut und welche ist Digimüll? Ich helfe etwas nach. Natürlich sind Storys auch Feeds. Und es gibt vertikale Storys, die beispielsweise in Aufzügen spielen und horizontale, die kommen dann, wenn’s im Aufzug doch zu unbequem war und man endlich im Loft angelangt ist.

Morgen wird’s dann richtig spannend! Speakerinnen!

Früher hieß das Trichter – und was ist komplett falsch? Es heißt nicht entwickeln, sondern developen. Hashtag #hasdevstrat #hds. Selbst gerade developed.

Und nun zu etwas vollkommen anderem (And now for something completely different, damit jemand diese Zeile noch versteht).

DIE ZEIT, die wir sonst manchmal ziemlich kritisieren, hatte es schon gestern gegen 19 Uhr:

Die FAZ heute morgen ziemlich früh:

https://twitter.com/hashtag/IPCC?src=tren&data_id=tweet%3A1049234821866819584

Wer sich an dieses Thema auch nun wieder alles drangehängt hat, ersparen wir uns und unseren Lesern, nicht aber ein Statement von den Grünen, denn eines muss man ihnen lassen: Sie haben die Klimapolitik auch auf dem Schirm gehabt, als sie noch nicht so hambi-populär war wie gerade jetzt, wo sie in Deutschland mit einem knuffigen Wald und knuffigen Tieren darin ihre Verortung und ihr Symbol erhalten hat. Wir erinnern uns, dass selbst die unten zitierte Karin Göring-Eckardt befand, die Grünen hätten wohl nicht den heißen Scheiß der Republik parat, als sie im Umfragetief steckten und man von ihnen kaum etwas anderes wahrnahm als ihr Engagement für den Klimaschutz. Späte Genugtuung? Hoffentlich nicht zu spät.

Ganz und gar wahr ist aber auch dies, zumindest, soweit es die Aussagen betrifft, die in diesem Tweet sichtbar sind. Bei der JW weiß man nie, was noch an Schrägem dahinter steckt, z. B., dass die DDR ein Hort der industriellen Öko-Avantgarde war und kaputtging, weil ihrer Zeit beim Klimaschutz zu weit voraus.

TH

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