Update 3: Hohe Wahlbeteiligung, lange Schlangen vor Wahllokalen, dringende Bitte an AfD-Wähler // #Wahlbeteiligung #Ltw18 #LtwBy18 #Bayern #Söder #Seehofer #CSU #Bayernwahl #LandtagswahlBayern #LtwBayern #MariusBrey #DIELINKE #Grüne #SPD #FDP #AfD #FreieWähler

2018-06-24 MedienspiegelSpecial Bayernwahl 14.10.2018 /Medienspiegel 89-94, Update 3 / Social Media Hotspot

16:45

Um 14 Uhr lag in verschiedenen Städten die Wahlbeteiligung zwischen 5 und 10 Prozent höher als 2013. Und hier Zahlen bis 12 Uhr.

Hier die Übersicht um 14 Uhr:

Weil in manchen Städten, gemeldet wurde dies aus Augsburg, die Wahlzettel ausgegangen sind, erging an die AfD-Interessierten eine Bitte, verbunden mit einem besondere Service, der unten leider nicht erwähnt wird, aber wir ergänzen gerne – es gibt Freibier:*

Schon bei der Wahl 2013 zog die Wahlbeteiligung deutlich an – von 57 Prozent auf 63. Aber von den Ergebnissen früherer Zeiten war man trotzdem weit entfernt. Spitzenwert waren 82,4 Prozent im Jahr 1954 – und man sieht nun auch, dass der letzte Superwahlsieg der CSU von Edmund Stoiber im Jahr 2003 von einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung (57 Prozent) begleitet war.

Normalerweise, so heißt es, begünstigt eine hohe Wahlbeteiligung die großen Parteien, da deren Wähler schwieriger zu mobilisieren sind und vor allem in sehr eindeutigen Situationen, wie eben 2003, gerne mal zuhause bleiben. Deutet die sich abzeichnende abermals höhere Wahlbeteiligung also darauf hin, dass doch noch einige CSU-Anhänger sich auf den Weg gemacht haben, um ihrer Partei zu helfen?

Aber was ist heute noch wie früher? Vielleicht kommt es genau umgekehrt, weil alle, die nicht CSU-nah sind, das heute auch unbedingt dokumentieren wollen, wo es doch eine so spannende Situation in Bayern gibt wie nie zuvor seit dem Beginn der demokratischen Nachkriegsgeschichte.

Dass es zum Beispiel in Ingolstadt, dem Stammsitz der Audi AG, eine signifikant höhere Wahlbeteiligung zu geben scheint als 2013, könnte allerdings in der Tat darauf hindeuten, dass diejenigen, die glauben, dass sie der CSU viel zu verdanken haben, heute von ihrem Wahlrecht stark Gebrauch machen und der Partei zu einem etwas günstigeren Ergebnis verhelfen als allgemein prognostiziert und auch als von uns vor ein paar Stunden getippt. Ingolstadt hat das höchste BIP pro Kopf in Deutschland aller Großstädte.

12:42 / 15:48 Uhr

Wir haben unsere Tipps konkretisiert – bei Wahlrecht.de.

12:48 Uhr

Wie ist es, wenn man als junger Kandidat der LINKEn in Bayern in den Wahlkampf zieht? Nicht in München, nicht in den übrigen größeren Städten, sondern mitten in der Oberfpfalz, in einem Wahlkreis, in dem DIE LINKE im Jahr 2013 nur 1,4 Prozent der Stimmen erhalten hat?

11:33 Uhr

Hier noch einmal die Bandbreite dessen, was alle Umfragen seit dem 10.09. für die einzelnen Parteien ermittelt haben:

  • CSU 33 bis 36 Prozent (unser Tipp: eher am oberen Rand oder etwas darüber hinaus)
  • SPD 11 bis 13 Prozent (unser Tipp: mittig bis oberer Rand)
  • Grüne 16 bis 19 Prozent (unser Tipp: nicht oberhalb von 18)
  • FDP 5 bis 6 Prozent (unser Tipp: Die FDP wird in den neuen Landtag einziehen)
  • DIE LINKE 4 bis 5 Prozent (unser Tipp: DIE LINKE verfehlt den Einzug in den Landtag)
  • Freie Wähler 7 bis 11 Prozent (ein deutlicher Ausreißer nach unten von GMS am 10.09. und kein Tipp von uns, da wir die Partei aufgrund ihrer Regionalität nicht beobachten)
  • AfD 10 bis 14 Prozent (unser Tipp: nicht über 13)
  • Sonstige 4 bis 6,5 Prozent (kein Tipp von uns).

10:33 Uhr

Es ist noch recht früh an jenem sonnigen Sonntagmorgen, an dem das Schicksal des Freistaates Bayern und vielleicht der Bundesregierung sich entsscheidet, als uns bereits eine Meldung erreicht, die bei der Wahlanalyse vermutlich keine geringe Rolle spielen wird.

Hier sehen wir zwei Fotos mit Kommentaren, die belegen, dass der Wähler nicht nur transparenter ist als die Wahlkabine, hinter welcher er gesichtet wurde, sondern dass die langjährige Mitgliedschaft in derselben Partei auch eine gewisse Uniformität der Gedankenwelt erzeugt, die ebenjener Partei schaden können.

*Alle satirisch gemeinten Einsprengsel sind heute passenderweise in Braun gehalten.

TH

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