Laura, mein Engel – Tatort 291 / Vorschau 15.10.2018 MDR 20:15 Uhr

Titelfoto © MDR

Noch einiges offen (nasse Sachen)

Nicht erledigter alter Kram aus der DDR heißt „Nasse Sachen“, das haben wir von Eva Saalfeld gelernt. Saalfeld war Bruno Ehrlichers Nachfolgerin und ist auch schon wieder abgelöst worden. Bis in die DDR reicht „Laura, mein Engel“ möglicherweise nicht zurück, aber bis in die „dunkle Zeit“, wie ich die Dredner Periode von Ehrlicher gerne nenne – nicht wegen aktueller Vorkommnisse, sondern, weil die Nachwendeperiode in den Dresden-Tatorten als ein wirklich düsteres und melancholisch machendes Kapitel dargestellt wird. Später, in Leipzig, hellt sich das alles doch auf.

Einen Titel wie „Laura, mein Engel“ behält man sofort, daher kommt schon mal das Gefühl auf, einen Film bereits gesehen zu haben. Aber die Inhaltsbeschreibung schließt das einigermaßen aus und ich habe keine Rezension zum Tatort 291 gefunden. In der Ehrlicher-Rangliste des Tatort-Fundus findet man ihn derzeit im unteren Mittelfeld. Wir sind nicht die einzigen, die Ehrlicher in seinen späten Tatorten – besser, aber angenehmer finden, demgemäß finden sich oben auf der Liste eher Fälle aus seiner Leipziger Zeit. Wir werden „Laura, mein Engel“ heute Abend aufzeichnen und demnächst gibt es die Rezension dazu. Bruno und sein Kain werden uns noch eine Zeit beschäftigen, weil mir ca. jeder dritte seiner Fälle in der Sammlung fehlt. Was ich gerade gesehen habe: Ivan Desny macht mit! Wie schon in den legendären Zollfahnder-Kressin-Tatorten. Ob er hier auch wieder den eleganten Bösewicht gibt, fast 25 Jahre später? / TH

Handlung

Als ein zwölfjähriges Mädchen plötzlich in Ehrlichers Büro steht, glaubt der Kommissar, es habe sich verlaufen. Seine Verwunderung hält sich in Grenzen, als dieses Mädchen auf keine seiner Fragen antwortet und ebenso spukhaft verschwindet, wie es im Büro erschien. 

Kurz darauf ist diese merkwürdige Begegnung schon wieder in Vergessenheit geraten, denn Ehrlicher und Kain werden zu einem Motel gerufen, wo eine tote Frau gefunden wurde. Die Frau wurde getötet. Unter ihren persönlichen Sachen entdeckt Kain ein Foto des Mädchens, welches kurz zuvor in sichtlich verwirrtem Zustand in ihrem Büro erschienen war. Ein Angestellter des Motels bestätigt, daß die Frau mit ihrer Tochter am Abend zuvor angereist sei. Später wurde sie in Begleitung eines Mannes gesehen, mit dem sie ihr Appartement aufsuchte. Weitere Ermittlungen ergeben, daß die Frau in den 80er Jahren nach dem “Westen“ flüchtete, während ihre Tochter in einem Kinderheim untergebracht wurde.

Erst wenige Tage vor ihrer Ermordung hat die Mutter ihre Tochter Laura im Kinderheim besucht. Laura sei nach einem Ausflug mit der Mutter nicht wieder in das Heim zurückgekehrt, erfährt Ehrlicher. Sollte sie die Mörderin ihrer Mutter sein? Als eine Boulevard-Zeitung von dem Mord berichtet und zugleich ein Foto der “vermeintlichen“ Mörderin veröffentlicht, obwohl seitens der Polizei keinerlei diesbezügliche Information an die Zeitung gegeben wurde, ahnt Ehrlicher, daß da noch jemand an dem Mädchen interessiert sein muß. Er vermutet, daß Laura Zeugin des Mordes an ihrer Mutter war.

Alle Ermittlungen bleiben ergebnislos. Laura ist verschwunden, Ehrlicher weiß, sie schwebt in Lebensgefahr. Und so wird die Suche nach dem Mädchen zu einem Wettlauf um Leben und Tod.

Besetzung und Stab

Ehrlicher – Peter Sodann
Kain – Bernd Lade
Laura – Davia Dannenberg
Loris – Johan Ooms
Jettner – Ivan Desny
Achim – Peter W. Bachmann
Marie – Beate Finckh
Helga – Petra Ehlert
Tina – Myriam Stark
Iris Wegner – Ursula Sukup
Frau Ehrlicher – Monika Pietsch
Sohn Ehrlicher – Thomas Rudnick
und andere

Musik – Bob Lenox
Kamera – Michael Epp
Buch – Richard Hey
Regie – Ottokar Runze

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