Schürfwunden – Tatort 589 / Vorschau Donnerstag, 22.11.2018, WDR, 20:15 Uhr // #Tatort #Köln #TatortKöln #Koeln #Ballauf #Schenk #Schürfwunden #Tatort589 #Tatort Schürfwunden

Titelfoto © WDR, Thekla Ehling

Es baggert der Bagger noch

Es muss einen ähnlichen Tatort geben – oder ist es gar ein alter DDR-Polizeiruf oder einer aus der Nachwendezeit? Das Szenario erscheint bekannt: Ein Dorf wird verlegt wegen des Braunkohle-Tagebaus. Ich meine, es war ein alter Polizeiruf aus der Zeit vor der Wiedervereinigung. Unbedingt nochmal anschauen, denn wie das Thema damals behandelt wurde, wäre doch nochmal interessant. Vermutlich waren diejenigen, die nicht weichen wollten, ein paar mistige Fortschrittsverweigerer.

Und wie 2005 so? Tagebau schon als ökologische Schande à la Hambi oder noch in Abwägung zwischen Energieversorgungssicherheit, Heimatverlust, Arbeitsplätzen und Umweltbelangen? Die Kölner sind ja so geeignet fürs Dialektische, ich könnte mir vorstellen, dass Freddy eher der Verteidiger des Tagebaus ist, weil er an die Kohle denkt, die seiner Familie die Hinterbacken wärmt und Max, der Unbehauste, dem eh immer kalt ist, der denkt vor allem an die Verdrängung. In diesem Fall nicht durch hohe Mieten, sondern durch Umsiedlung und die Vernichtung einer gewachsenen Kulturlandschaft.

Und wieder einmal ein Tatort mit den beiden, den wir noch nicht kennen, also ein Premierenfest. Wiederholt man den Film jetzt wegen dem Hambacher Forst? So häufig geschieht das mit dem Tatort 589 wohl nicht, sonst hätten wir ihn schon mal abgefangen und kritisiert. Aber es war keine Rezension zu finden. Das wird heute oder in den nächsten Tagen wieder ein netter Abend werden mit den beiden besten Freunden aller Tatortzeiten. Außerdem steht er in der Rangliste des Tatort-Fundus derzeit auf Platz 255 von fast 1100 Tatorten und auch im Ballauf-Schenk-Tableau finden wir ihn noch gut in der oberen Hälfte: Platz 27 von 73.

Bloß dieses Mal daran denken, die Aufnahme zu programmieren, das hatten wir nämilch am Montag beim Berliner Tatort Classics-Film „Tödliche Blende“ vergessen. Zur Strafe müssen wir ihn uns jetzt auf Youtube in einer furchtbar schlechten alten Aufnahme anschauen, denn die HD-Restaurierung ist natürlich nicht in der RBB-Mediathek enthalten – wie alles Gute, das kommt alles nie in die Mediatheken. Macht nur weiter so mit unseren Rundfunkgebühren.

TH

Handlung

In „Schürfwunden“ ermitteln Max Ballauf und Freddy Schenk in einem kleinen Dorf, das wegen des Braunkohletagebaus gerade umgesiedelt wird. Hier wurde eine schockierende Postsendung an die Kölner Kripo aufgegeben, die auf einen brutalen Mord hindeutet.

Neu-Schaffrath ist eine kleine, trostlose Gemeinde mit sprichwörtlich entwurzelten Menschen. Auf ihre alte Heimat warten die Abrissbagger, sogar die Leichen werden umgebettet. Nur die Dorfkneipe ist noch in Betrieb. Im „Goldenen Pflug“ treffen sich die eher unscheinbaren Schaffrather noch regelmäßig zum Bier bei der attraktiven Gastwirtin Alice Rausch. Mit ihrer Tochter Tatjana und ihrer Großmutter ist sie die einzige, die in Alt-Schaffrath noch die Stellung hält.

Ballauf und Schenk wissen inzwischen, dass die Postsendung aus Neu-Schaffrath in direktem Zusammenhang mit einem Raubmord-Überfall auf einen Geldtransporter steht. Die vermeintliche Komplizin des Täters, Gitte Schäfer, wurde aus Mangel an Beweisen gerade freigesprochen. Doch welche Rolle spielt das beschauliche Dorf bei diesem professionell geplanten Verbrechen?

Die Kommissare stehen vor einem Rätsel: Allein der jugendliche Landwirtschaftsgehilfe Hansi Lensen scheint den beiden Kommissaren aus der Großstadt etwas zu verheimlichen. Als sie ihn stellen wollen, geschieht ein Unglück. 

Besetzung

Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Dr. Roth – Joe Bausch
Franziska – Tessa Mittelstaedt
Staatsanwalt von Prinz – Christian Tasche
Manfred Ackermann – Werner Wölbern
Gernot Ackermann – Stephan Kampwirth
Lensen – Dieter Brandecker

Stab

Drehbuch – Frank Posiadly, Niki Stein
Regie – Niki Stein
Kamera – Arthur W. Ahrweiler
Szenenbild – Frank Polosek

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