Links verloren im neoliberalen Universum: #KatjaKipping, Vorsitzende von #DIELINKE, und #Agenda2010-Macher #GerhardSchröder im trauten Plausch beim #Bundespresseball // #unten #Schröder #Kipping #Europawahl2019 #EuropeElects #Regionalkonferenz #Ungleichland @HeimatNeue #eu2019 #europawahl #SPD

Heute schon gut gefrühstückt? Einen Clown vielleicht? Den kann man brauchen, wenn man die Bilder vom Bundespresseball betrachtet.

Über Geschmack, Klamotten betreffend und überhaupt, kann man immer streiten, ebenso wie über das, was auf den Tisch kommen soll.

Unstreitig ist jedoch die Signalwirkung, die von Bildern wie dem ausgeht, das uns durch einen Tweet mit dem Hashtag #unten erreicht hat. Katja Kipping, Vorsitzende von DIE LINKE im Plausch mit Gerhard Schröder und Ehefrau Nummer 5. Schröder ist derjenige, den jeder aufrechte Linke mehr hasst als jeden CDU- oder FDP-Politiker, weil er die linke Sache so radikal verraten hat wie kein anderer Nachkriegspolitiker. Der Millionen Menschen absichtlich in die Armut geschickt hat. Der weite Teile der Arbeitnehmerschaft beinahe rechtlos gestellt hat.

Die Assoziation kann nicht ausbleiben – sind wir nicht auch von der LINKEn längst verraten? Merken wir’s bloß nicht, weil sie zu wenig Regierung machen kann?

Der Kommentar zum Bild sagt alles. Selbstredend kann man mit Gerhard Schröder reden. Zum Beispiel über das, was er in Deutschland angerichtet hat. Zum Beispiel in einer Talkshow. Das ist politisches Geschäft.

Aber muss man so instinktlos sein, als Person, welche für die nach Eigenwerbung einzig verbliebene linke Partei in Deutschland spricht, sich mit diesem Mann in einer seiner typischen Posen, die ihm den leider nicht Spitz- sondern absolut zutreffenden Beinamen „Genosse der Bosse“ eingebracht haben, bei einem typischen Event ablichten zu lassen? Treffen wir uns dann auch beim Wiener Opernball wieder, Katja Kipping?

Es wirkt langsam, als ob die LINKE heutiger Prägung froh wäre, von Menschen wie dem guten oder auch bösen alten Gerhard, dem jetzigen Generallobbyisten hauptberuflich, wahrgenommen, akzeptiert zu werden.

Man ist auf gleich? Ist man lange nicht, aber es kommt so rüber und das ist das Fatale daran.

Das ist das innere Layout, der State of Mind von Menschen, die ihre Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht gerne in die Wüste schicken und damit DIE LINKE bei der nächsten Bundestagswahl unter die Fünf-Prozent-Marke drücken würden.

Wenn man solche Bilder sieht, weiß man auch, warum das so ist: Die Menschen haben kein Vertrauen, weil sie den Verdacht haben, dass diese politische Kraft es auch nicht mehr so richtig ernst meint mit der Veränderungspolitik.

Kuscheln mit Schröder ist in etwa das, was die Unglaubwürdigkeit jedweder linker Politk am meisten steigert. Bravo! Ich weiß nicht, ob’s auch ein Tänzchen oder mehrere gab, unmöglich wäre auch das nicht. Das sind, nebenbei bemerkt, Bilder, die der AfD helfen.

Falls Frau Kipping tatsächlich bis morgens um 5 geblieben ist, verstehen wir, warum sie auf der wichtigen Regionalkonferenz  zur Erarbeitung des Europawahlprogramms der LINKEn nicht anwesend sein konnte. Obwohl man die extra spät erst am Samstag um 11 Uhr hat beginnen lassen. Auch von dort gibt es Kritisches zu berichten, aber die Macht der grundfalschen Bilder ist eine andere Kategorie als – in kleinem Rahmen, wenn es um den Wahlberliner geht – geäußerte Sachkritik im Streit um linke Positionen, die wir als Beitrag über die gestrige Konferenz noch vortragen werden. Gut, wir wollen nicht polemisch sein und falsche Suggestionen hervorrufen: Kippings Erscheinen bei der Regionalkonferenz in Berlin war nicht vorgesehen. Aber ändert das so viel?

In den heutigen Zeiten links zu sein und der LINKEn bei ihren Betisen und Kindereien zuzuschauen oder gar mitmachen zu wollen, verursacht ohnehin Leidensdruck, aber muss denn die Missachtung von #unten wirklich so plakativ sein wie auf dem obigen Foto? Was kommt als Nächstes? Den an dieser Stelle vorgesehenen Satz mit einer Vermutung darüber haben wir doch lieber rausgenommen. Nicht, dass sich mal wieder eine Prophezeiung selbst erfüllt. Wen sollten wir dann noch wählen?

Aber vielleicht ist ja alles vollkommen anders und Katja Kipping ging eigens zum Presseball, um Schröder nochmal so richtig die Meinung zu sagen. Auf die freundlich lächelnde Art natürlich.

TH

SMH 113

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