Merz des Tages – auch nicht viel anders, Marie A. // #Merz #FriedrichMerz #MarieAntoinette #Spahn #JensSpahn #AKK #AnnegretKrampKarrenbauer #Brot #Kuchen #Aktien #Sozialpopulismus #Mieter #Verdrängung @HeimatNeue #Mietenwahnsinn_stoppen #CDUVorsitz

SMH 125-127 / Serie „Mieter!“

Das musste kommen, nach Friedrich Merz‘ Vorschlag, die Rente durch Aktienkäufe aufzubessern:

Wer jetzt glaubt, der Herr Merz habe irgendwie kein Feeling für die heutige soziale Lage und für das politische Wording unserer Tage, der liegt richtig. Der Mann promotet mit seinen Vorschlägen nicht nur seinen Arbeitgeber BlackRock, als sei es schon normal, den Lobbyismus so ungeniert in den politischen Raum schallen zu lassen.

Von der Atlantikbrücke aus betrachtet mag das so sein. Aber wir sind noch nicht bei Trumpischen Verhältnissen, also Gemach. Die Zeit des Merz ist noch  nicht gekommen, wir haben erst November 18. 2018. Im November 1918 hätten Merzens Einlassungen dazu ausgereicht, die Revolution erst richtig in Fahrt zu bringen.

Machen es CDU-Politiker_innen besser, die nicht lange raus waren aus dem Geschäft, sondern die jeden Tag das Ohr ganz dicht an den Bürger_innen haben, wie etwa der Bürger Spahn?

2019-04-03 Spahn Marie Antoinette

Dies ist also Merzens Mitbewerber um den CDU-Vorsitz Jehns Spahn, künstlerisch erweitert.

Dieser hat bereits im Frühjahr eine ähnliche Reaktion auf seine Aussagen zur sozialen Lage der Nation provoziert wie jetzt Friedrich Merz.

Leider haben wir nur dieses relativ kleine Bild davon gefunden, ohne Tweet zum Anklicken und damit ohne viele nette Kommentare. Wir erinnern uns an Spahns legendären Nachmittag mit einer alleinstehenden Mutter, die auf Hartz IV leben muss. Hier ein Bericht zur Gedächtnisauffrischung. Ein bisschen verklemmt erzählt, weil viel Ideologie wenig Ironie erlaubt. Aber die Tendenz stimmt.

Nun haben wir ja noch Annegret Kramp-Karrenbauer, die Hoffnung der mittigen CDU-Wähler_innen und so dezent, als habe sie’s von Angela Merkel abgeschaut. Bis auf die Homophobie, aber niemand ist halt perfekt, die war ja bei Angela Merkel bis vor zwei Jahren auch vorhanden, dann hat sie sich dieses Ding über Nacht wegopportunisieren … wegoperieren lassen.

Ist, davon abgesehen, wenigstens Merkels Wunschnachfolgerin auf Linie, den neuen Mitnahmesprech in der Politik betreffend?

2019-03-06 Annegret Kramp-Karrenbauer Sozialpopulismus der Mieterinnen

Nö. Sie nennt die Sorgen der Mieter_innen Sozialpopulismus.

Klar, im Saarland, wo sie regiert, da ist der Wohnungsmarkt entspannter als vielerorts anderswo. Wer will da schon leben?

Da dümpelt alles vor sich hin, karrenbauermäßig. Aber sind wir dazu da, AKK’s eben doch gut durchschimmernde antisoziale Einstellungen zu erklären oder gar zu beschönigen? Heute mal nicht.

Wir haben nun also hier drei Kandidat_innen um den CDU-Vorsitz, die alle schon bewiesen haben, dass ihnen die Menschen a.) egal sind oder b.) solange nicht egal sind, solange man sie kapitalistisch verwerten kann. Im Moment steht die gesamte Union bei bundesweit ca. 26-27 Prozent, umfragemäßig.

Alle, die jetzt noch für die Union sind, müssen ziemlich Hardcore sein. Aber – pssst! Viele von ihnen werden am Ende nicht zu den Gewinnern zählen, wenn Merz, BlackRock und andere mithilfe der Politik und des erkenntnisresistenten Teils der Wähler_innen die Welt endgültig an sich reißen. Versprochen. Für fast 30 Prozent Gewinner ist in diesem System bald kein Platz mehr, denn das Kapital hat mittlerweile enorme Verwertungsschwierigkeiten.

So muss man auch Merzens Aussagen verstehen: Hier sollen die letzten Reserven gehoben werden. Am besten geht das, indem die Normalmenschen, die sich nicht einfach aus eigenen Reserven in Unternehmen einkaufen können, Kredite aufnehmen, um Aktien zu kaufen, das gibt auch den Banken Auftrieb, die natürlich zum Aktienkauf raten und versprechen, die steigenden Kurse werden einen schönen Profit für die Kreditnehmer generieren. Damit kann man den Weg bis zur nächsten Finanzkrise wunderbar abkürzen.

Haben wir schon erwähnt, dass dann auch die von der CDU geförderte Immobilinblase platzen und für Billionenverluste bei den Anlegern sorgen wird? Natürlich vor allem bei den kleinen Anlegern, die das Spiel nicht durchschauen. Die Mieter_innen aber werden weiterhin mit den hohen Mieten zu kämpfen haben, die ihnen während der Blasenbildung reingedrückt wurden. Und DANN werden die Renditen erst richtig steigen, weil Immobilien ja wieder billiger zu haben sind.

Ah – mein Murmeltier kommt gerade über die Türschwelle ins Schreibzimmer getapert. Ich hab’s schon vermisst.

TH

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