Alles Theater – Tatort 221 / Vorschau Montag 10.12.2018 RBB 22:00 Uhr // #Tatort #TatortBerlin #Berlin #Bülow #Jahnke #AllesTheater #TatortAllesTheater

Titelfoto © SFB / RBB

Der letzte Berliner Tatort vor dem Mauerfall

Stopp. Ein Standbild. Berlin, wie es war. Im vorausgehenden Fall „Keine Tricks, Herr Bülow“, da war sie zu sehen. Die Berliner Mauer. Wie sie war, kurz bevor sie bestiegen, durchlöchert, niedergerissen wurde. Wer sich Westberlin nochmal anschauen möchte, der wird sich mit Bülows letztem Fall „Alles Theater“ einen Nostalgiekick verabreichen können. Allerdings nicht nur wegen der Mauer, sondern wegen einiger Elemente der Bülow-Tatorte, die auch in den späten 1980ern schon antiquiert gewirkt haben dürften.

Sollen wir schon festhalten „Schön war’s!“ oder uns mehr darauf freuen, dass der RBB mit seinen restaurierten Tatort Classics nun ins neu vereinte Berlin und zu Kommissar Markowitz wechseln wird? Gerade seine Filme haben ja etwas  von Sehnsucht nach der alten Zeit, was die Tatorte, die noch in der alten Zeit spielen, nun überhaupt nicht ausstrahlen. Vermutlich sah niemand die neue Zeit kommen und deshalb war, anders als bei der berühmten Fin-de-Siècle-Stimmung, auch kein Gefühl von traurig Abschied nehmen spürbar. Vielleicht ist das aber in „Alles Theater“ anders. Bülow geht ab. Der Vorhang fällt. Es war wieder ein recht kurzes Stück, 80 Minuten Spielzeit.

TH

Kommissar Bülow begibt sich hinter die Kulissen und löst einen brisanten Mordfall in der Theaterwelt.

Hauptkommissar Bülow ist zu einer Theaterpremiere eingeladen worden, man gibt „Sechs Personen suchen einen Autor“ von Luigi Pirandello. Die knisternde Spannung der Aufführung zeigt jedoch nicht nur Premierenfieber an. In der Selbstmordszene erschießt sich einer der Hauptdarsteller wirklich.

Noch am Tatort beginnt Bülow zu ermitteln. Schnell wird aus der Frage „Selbstmord, warum?“ die Frage: „Mord durch wen und warum?“. In der emotional aufgeladenen Theaterwelt gibt es viele Verdächtige … Kommissar Bülow begibt sich hinter die Kulissen und löst im Laufe dieser einen Nacht einen brisanten Mordfall.

Heinz Drache, der seine Schauspielerkarriere nach dem Krieg am Theater unter Wolfgang Langhoff und Gustav Gründgens fortsetzte, wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als Inspektor Yates in den legendären Durbridge-Krimis ein Begriff. 1985 kehrte er nach seinen Erfolgen in rund 20 deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen ins deutsche TV-Ermittler-Geschäft zurück. Als Hauptkommissar Bülow ermittelte er in brandheißen Fällen im West-Berlin der 1980er Jahre. Der Tatort „Alles Theater“ war Heinz Draches letzter Fall als Tatort-Kommissar.

Das rbb Fernsehen sendet bis zum Jahresende in der Reihe „Tatort Classics“ elf in Berlin produzierte Tatorte aus den Jahren 1975 bis 1995 in restaurierter HD-Fassung und mit Videotextuntertitelung.

Tatort: Alles Theater

Fernsehfilm Deutschland 1989

Hauptkommissar Bülow (Heinz Drache)
Kommissar Jahnke (Hans Nitschke)
Holger Koch (Dietrich Mattausch)
Anna Pfeil (Christine Ostermayer)
Regine von Lempert (Daniela Ziegler)
Georg Mertens (Jürgen Heinrich)
Uta Pohl (Petra von Morzé) u.a.

Musik: Stephan Melbinger
Kamera: Klemens Becker
Buch: Knut Boeser
Regie: Peter Adam

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