Bienzle und die schöne Lau – Tatort 273 / Vorschau Mittwoch 12.12.2018 SWR 22:00 Uhr // #Tatort #TatortStuttgart #Stuttgart #Bienzle #Tatort273 #BienzleunddieschöneLau

Titelfoto © SWR

Schon wieder kein gemeinsamer Urlaub

„Bienzle und die schöne Lau“ war der zweite von 25 Tatorten des Stuttgarter Ermittlers und gilt gemäß Fan-Bewertung auf „Tatort-Fundus“ als der zweitschlechteste. Vielleicht wurde er deshalb so lange nicht wiederholt. Andererseits, wenn die ARD-Sender einen Film pushen wollen, kennen sie keine Gande, das sieht man an einigen jüngeren Tatorten, die innerhalb eines halben Jahres nicht weniger als dreimal wiederholt wurden. Also hat wohl „Bienzle und die schöne Lau“ auch diesen Push-Faktor nicht. Fairerweise sei erwähnt, dass die besonders häufig zu sehenden Werke jüngeren Datums sind und nicht 25 Jahre alt, wie dieser ehrwürdige Fall eines ehrwürdigen Ermittlers. Man vermisst ihn nicht so, weil seine beiden Nachfolger Lannert und Bootz zu den besten unter 22 Team zählen, aber schwäbisch sind sie nicht mehr.

Andererseits beginnen in „Bienzle  und die schöne Lau“ schon gewisse Motive Platz zu finden, die sich als nervend herausstellen – zum Beispiel, dass es einfach nicht sein soll, dass Hannelore und ihr Cop mal irgendwie einen Urlaub zusammen hinbekommen. Es gibt Running Gags, die sind wunderbar, vor allem, wenn sie über Jahre immer wieder neu variiert und weiterentwickelt werden. Aber dass Ernst immer einen Fall bekommt, wenn Hannelore eine Reise bucht und sie dann immer irgendwie verstimmt reagiert, wenn er mal wieder canceln muss, macht halt keinen Spaß, selbst, wenn es nachvollziehbar ist und über die Jahre im Grunde immer besser nachvollziehbar wird.

Bienzle zählte zu den Ermittlern, die mit den Jahren besser wurden, zumindest, wenn man es an der obigen Rangliste festmacht und sein letzter Film aus dem Jahr 2007, „Bienzle und sein schwerster Fall“ gilt sozusagen als sein Abschluss-Meisterwerk. Auch wenn es im Moment etwas schwer fällt, weil so viele Tatorte gezeigt werden, die wir noch nicht kennen und „Crimetime“ dadurch mehr Zeit in Anspruch nimmt als geplant, ist es natürlich auch schön, wenn sich eine Lücke nach der anderen schließt. In diesem Sinn freuen wir uns auf „Bienzle und die schöne Lau“.

TH

Handlung

Am Blautopf, einer idyllischen Quelle auf der schwäbischen Alb, wird ein Toter gefunden. Fritz Laible, passionierter Höhlentaucher, ist in der Unterwasserhöhle, die sich an den Blautopf anschließt, auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Er galt als der erfahrenste, beste und vorsichtigste Taucher in der Blauhöhle. Der alte Weinmann, Laibles väterlicher Freund, glaubt daher nicht an einen Unfall. Für ihn steht fest: Fritz Laible wurde ermordet.

Zufällig ist Kommissar Bienzle am Ort. Er sucht in Blaubeuren einen entflohenen Strafgefangenen und steht kurz davor, ihn wieder festzusetzen. Bienzles Lebensgefährtin Hannelore ist mit vollgepacktem Wagen auch schon eingetroffen, um mit ihm so schnell wie möglich in Urlaub zu fahren. Doch der tote Taucher wirft alle Urlaubspläne über den Haufen: Bienzle beginnt zu ermitteln. Die erste Überraschung erlebt Bienzle, als er die Witwe die Todesnachricht überbringt. Der auffallend attraktiven Vera Laible scheint der Tod ihres Mannes nicht im geringsten nahezugehen und sie versucht auch gar nicht erst vorzutäuschen. Ein Blick über den Hof sagt Bienzle außerdem, daß das Erben sich für die schöne Witwe durchaus lohnen wird.

Inzwischen hat auch Hannelore, die plötzlich gar nicht mehr so schnell in Urlaub will, ganz nebenbei ein paar Informationen gesammelt und erfahren, daß die Ehe der Laibles alles andere als harmonisch war. „Die schöne Lau“, wie Vera allenthalben genannt wird, ist nicht der Typ, der sich durch einen besitzergreifenden Gatten einengen läßt, und da sie nach ihrer Heirat nicht weniger begehrt war als zuvor, fiel es ihr nicht schwer, sich – von ihrem Mann enttäuscht – einen Liebhaber zuzulegen: Der junge Thomas Weinmann ist der eigenwilligen Frau hoffnungslos verfallen. Sie bringt ihn sogar dazu, mit ihr im Blautopf zu tauchen, den Fritz als sein alleiniges Revier beansprucht. Das kann beide Kopf und Kragen kosten.

Vom alten Weinmann erfährt Bienzle jedoch, daß Eberhard, der Bruder des Toten, sich mit ihm überworfen hat. Fritz hat ihn nämlich nicht nur um sein Erbe betrogen, er hat ihm seinerzeit auch die Freundin ausgespannt – eben Vera. Für Bienzle ist klar, daß der Schlüssel zur Lösung des Falles bei der „schönen Lau“ liegt, und um den Mörder zu überführen, stellt er ihr eine Falle.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Ernst Bienzle – Dietz-Werner Steck
Kommissar Gächter – Rüdiger Wandel
Vera Laible – Despina Pajanou
Fritz Laible – Bernd Tauber
Liz – Tatjana Clasing
Selneck – Gerd David
Eberhard Laible – Matthias Ponnier
Hannelore Schmiedinger – Rita Russek
Thomas Weinmann – Jakob Wurster
u.a.

Drehbuch – Felix Huby, Werner Zeindler
Regie – Hartmut Griesmayr
Kamera – Georg Steinweh
Musik – Roland Baumgartner

 

 

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