„Flüchtlingsprojekt vor dem Aus: Zu sozial für die Deutsche Wohnen“ (taz) // @KiezinAktion @BGemeinwohl @22Marion_Neuram #IGHAB #DIELINKE #Geflüchtete #LaLoKa # @HeimatNeue #Mietenwahnsinn Mietenwahnsinn_stoppen #PrenzlauerBerg #Berlin #MarzahnHellersdorf #Gentrifizierung #Gemeinwohl

2018-06-24 MedienspiegelSerie „Mieter, kämpft um diese Stadt!“

Wir hatten heute die Deutsche Wohnen schon einmal – und selbst bei der Betrachtung von Verdrängungsfällen, die nicht direkt mit ihr zu tun haben, ist sie dabei. 

Vor allem,weil sie gerade mit der spektakulären Schlacht um die Karl-Marx-Allee dafür sorgt, dass andere Verdrängungsfälle zu wenig wahrgenommen werden. Nicht nur der Vorgang an sich, sondern auch die unterschiedlichen Meinungen dazu in der Stadtgesellschaft belegen, dass dass Firmen wie die DW zu viel Macht haben und Spaltungstendenzen verschärfen.

Spaltung ist das Stichwort

Vorgestern hatte die taz getitelt: Flüchtlingsprojekt vor dem Aus: Zu sozial für die Deutsche Wohnen.

Erinnern wir uns noch an die Proteste einer Unterkunft für Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf 2014, 2015? An die Spaltung der Gesellschaft, die anhand dieser Vorgänge diskutiert wurde? Meistens ja. Aber haben wir mitbekommen, warum es dann in der Gegend ruhig wurde? Sicher hat das LaLoKa dazu beigetragen, das im Beitrag der taz beschrieben und dessen Ende dort verkündet wurde.

Wer ist für das Ende verantwortlich? Die Deutsche Wohnen. Am Mittag hatten wir uns anhand des Falls „Topsstraße / Eberswalder Straße“ dem Thema Deutsche Wohnen und sozial handeln noch in Frageform gewidmet. Hier müssen wir das nicht. Nichts dagegen, dass die Außenstelle eine Galerie in der Carola-Neher-Straße ansässig ist, aber das Nahversorgungsargument, das die DW ins Feld geführt hat, ist fadenscheinig:

Man konnte zuvor nichts gegen das Projekt machen, weil ein gültiger Mietvertrag für den Träger von LaLoKa vorhanden war. Dabei spielt auch keine Rolle, dass man diesen Vertrag bereits unter der Ägide der DW abgeschlossen haben dürfte (vermutlich als Fünfjahresvetrag im Dezember 2013).

Dieser lief nun aus und die DW hatt die Wahl, ihn zu verlängern oder eine Änderung der Nutzung herbeiführen: Nicht die bessere Versorgung der Anwohner mit Gütern des täglichen Bedarfs, sondern der schlichte Aspekt, dass Discounter und andere Lebensmittel-Ladenketten höhere Mietpreise zahlen können als ein sozialer Träger, der einen vergleichsweise wenig kommerziellen Ort der Begegnung betrieben hat, dürfte hier maßgeblich gewesen sein.

Ob hinter den Kulissen bestimmte Kreise, die das friedliche Nebeneinander keineswegs akzeptiert hatten, darauf drängten, das Projekt für Geflüchtete loszuwerden, ist eine Frage, die uns auch noch kam, aber das wäre auch kaum beweisbar. Was bleibt, ist, dass die DW sich zwar gerne ein soziales Mäntelchen umhängt, siehe Webseite mit Projekten, aber dort wo es wirklich wichtig ist, rigoros ihre eigenen Interessen verfolgt. Auch die im Beitrag beschriebene Handhabe, erstmal freundlich zu wirken und die Menschen, die Vertrauen schöpfen, dann eiskalt abzukochen, scheint bei der DW geradezu ein Muster zu sein. Das LaLoKa wa nur solange interessant, wie die Gegend ziemlich verödet war.

Gentrifizierung ist der Motor

Die allgemeine Gentrifizierung in Berlin sorgt aber nun auch in Hellersdorf für immer mehr Zulauf und die DW schickt sich aus der Innenstadt, wo sie die Mietpreise in ihren Häuser konsequent nach oben drückt, selbst diejenigen her, die nun ihrerseits die Alteingesessenen verdrängen und auch für „Nahversorgungs“-Konzerne wird dadurch  die Gegend attraktiver. So schließt sich der Kreis.

Haben wir schon erwähnt, dass die von den drei Regierungsparteien, die sich für „DW enteignen einsetzt“, aber von der Autorin der taz geradezu schamhaft nicht benannt wird, DIE LINKE ist?

TH / Dank für die Weiterleitung des taz-Artikels an Daniel Diekmann

Medienspiegel 192 VF 19/2

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