Babylon Berlin – Die Serie, Folge 5 / Crimetime 200/5 // #Babylon #Berlin #BabylonBerlin #Crimetime #ARD #Sky

Crimetime 200/5 - Titelfoto und weitere Bilder: ARD Degeto / X-Filme / Beta Film / Sky Deutschland / Frédéric Batier

Kurzfassung

Die Arbeiter und Kommunisten sinnen auf Rache, denn bei den Straßenkämpfen am 1. Mai sind viele Menschen ums Leben gekommen. Ein Beweisfoto gibt Gereon Rath bei näherer Betrachtung ein erschreckendes Geheimnis preis. Charlotte gelangt unterdessen unter Vortäuschung falscher Tatsachen in die Wohnung von Kardakow. (ARD-Text)

Hier geht’s zurück zu Folge 4 Ans Ende der Beschreibung der fünften Folge haben wir  die Angaben zur Besetzung und zum Stab gestellt. Anmerkung zur doch arg verknappten ARD-Zusammenfassung: Es ist nicht die Wohnung von Kardakow und das Beweisfoto hat nichts mit dem Ersten Mai zu tun – und Rache? Höchstens Justiz.

Folge 5

Titelfoto: Die drei Regisseure: Achim von Borries, Hendrick Handloegten, Tom Tykwer – wer hat die Folge fünf gemacht?

Folge fünf beginnt mit einer Szene, die wir, mit Verlaub, schon beim ersten Anschauen etwas doof fanden. Da hantiert ein kleiner Junge mit der Dienstwaffe seines Vaters, welcher Polizist – ist. Und schießt ihn damit tatsächlich an. Das alles nur, damit der Presse ein verletzter Beamter vorgeführt werden kann. Wir erinnern uns, es geht um die Unruhen am 1. Mai 1929, den „Blutsonntag“, dessen Blutzoll letztlich mit 33 Personen beziffert wurde. Es wird also dargestellt, als sei der Polizist von kommunistischen Demonstranten angeschossen worden.

2019-08-11-Babylon Berlin Folge 5 Kardakow in der Wohnung der Sorokina
Kardakow in der Wohnung der Gräfin Sorokina. Man beachte das Bild im Hintergrund.

Nun wechseln wir zur Wohnung der Gräfin Sorokina, in welcher Kardakow sich befindet und da ihn die Gräfin verraten hat, indem sie kurz zuvor dort anrief, während er schlief, erscheinen die üblichen Verdächtigen aus der sowjetischen Botschaft und wollen ihn sich greifen. Er merkt es rechtzeitig und wie jede gute Altbauwohnung in Berlin hat auch die der Sorokina einen zweiten, einen Dienstbotenausgang oder –eingang und er entflieht in ein kleines Treppenhaus und in Richtung Dachboden. Interessante Sperrgitter gibt es auf diesem Dachboden, vermutlich, weil man Angst hatte, die Wäsche geklaut zu kriegen, die man dort zum Trocknen aufhing. Jeden Tag, so könnte es gewesen sein, hatte eine andere Partei im Haus die Berechtigung zum Wäschetrocknen auf dem Dachboden. Aber das Sperrgitter macht auf jeden Fall etwas daher als künstliches Hindernis, das überwunden werden muss.

Wir erfahren, dass sogar die Sorokina selbst ihn verfolgt – auf ihn schießt, und er fällt in den Hof. Doch dieser Hof ist kein gewöhnlicher Berliner Hinterhof, sondern wird offenbar als Swimming Pool verwendet oder hat nach mächtigem Leitungsbruch Hochwasser und es gibt keinen Abfluss. Jedenfalls ist Kardakow wieder einmal baden gegangen. Dass er noch lebt, lässt sich zumindest vermuten. Aber so ein hausinternes hofmäßig begrenztes Hochwasser ist schon cool, was nicht heißt, dass wir uns sowas wünschen, weil wir nämlich befürchten, dass bei unserer wackeligen, nicht so perfekt abgedichteten Bude doch eher die Keller volllaufen würden und das ganze schöne Wasser würde sich sonstwohin verteilen und wir könnten nicht aus dem Fenster springen, um ein Bad zu nehmen. Schon gar nicht vom Dachboden aus, dafür müsste das Wasser nämlich ganz schön tief sein, damit man nicht doch auf dem Harten aufschlägt und sich was tut.

Aus dieser trüben Szene tauchen wir auf und gelangen sofort in die U-Bahn, in der Greta sitzt, mit ihrem Koffer, weil sie keine Bleibe gefunden hat – der Mietenwahnsinn! – und sich kaum wach halten kann. Ein alter Mann versucht auch gleich, ihr den Koffer zu rauben. Sie kann sich aber doch wehren. Dann trifft sie Charlotte und die versucht, ihr Arbeit zu verschaffen. Nicht auf dem Polizeipräsidium, wo sie selbst ja noch nicht offiziell angestellt ist, sondern im Moka Efti, Kellergeschoss, wo Charlotte ihren aufregenden Zweitjob ausübt. Aber da stellt sich heraus, dass Greta eine auffällige Bauchnarbe hat, die ihr diese Art von Arbeit verunmöglicht. Zu dem Zeitpunkt hatten wir geglaubt, die Wunde stamme von einer Abtreibung, aber da sieht man, wie wenig wir uns auskennen – Es handelt sich um einen Kaiserschnitt, das Kind, einen Jungen, hat Greta in Pflege gegeben. Bei der Gelegenheit erfahren wir auch etwas über die Preise im Jahr 1929: Pro Herrenbesuch bleiben den Mädels drei Mark übrig.

Nehmen wir an, das Etablissement bekommt genauso viel, dann muss man feststellen, dass sich damals sogar ein Hartz IV-Empfänger hin und wieder ein Vergnügen hat gönnen können, denn sechs Mark sind bekanntlich nur etwas mehr als 3 Euro, natürlich die Inflation seit der Euro-Einführung mitgerechnet, dann wären es jetzt fast wieder sechs Euro. Einmal im Monat vielleicht, dafür dreimal mehr, also immer, zur Tafel gehen, das könnte hinhauen.

Wieso bei solchermaßen goldenen Verhältnissen, Tafeln gab es damals vielleicht gar nicht, so viele Leute die Nazis gewählt haben, ist besonders unverständlich, aber wir werden auch in „Babylon Berlin“ noch auf Braunhemden treffen. Und zwar auf eine sehr überraschende Weise. Warten Sie’s mal ab, liebe Leser_innen. Es zieht sich noch etwas, aber es ist schon wieder so ein fieses Ding von Verrat, wie wir es in dieser Serie häufiger erleben und was uns manchmal richtig erbost. In Folge fünf gab es, wie wir wissen, den – abermaligen Verrat – Kardakow gegenüber, hoffentlich hat er jetzt endlich verstanden, falls er den Schuss von Sveta und den Rückfall in den Hof-Pool überlebt hat, dass diese Frau nicht vollständig auf seiner Seite steht. Aber ein Verrat pro Folge reicht auch.

Sollte man meinen. Wir bleiben bei Charlotte, aber jetzt ist sie im Polizeipräsidium, der „Roten Burg“, popelt hinter einer Fußleiste eine Ampulle hervor. Wir erinnern uns, eine ging verloren, als sie Gereon Rath aus einer misslichen Lage half, die ihn auf dieses WC geführt hatte. Es ist also nicht so, dass die Fußleisten erst seit der allgemeinen Handwerkerverwahrlosung während der Insellage-Zeit nicht sehr passgenau angebracht wurden.

Nun aber endlich wieder zu Gereon: Fotolabor, Dunkelkammer. Gräfe, der Polizeifotograf, hat das ominöse Filmbild noch einmal vergößert und sich außerdem über das Material Gedanken gemacht. Es stammt von einer bestimmten Firma, einem bestimmten Kopierwerk und ist dort nur einmal als Negativ, also als Ausgangsmaterial, erhalten. Aber was macht dieses Pferd mit der Gasmaske da hinten im Raum? Ist es doch nur ein Symbolbild? Etwas Merkwürdiges geht hier vor, aber das ahnten wir von Beginn an. Yucatan heißt der Trakehner, der treue Kamerad, der mittrabte in die Schtzngrn des Ersten Weltkriegs. Dass das Pferd so heißt, erfahren wir interessanterweise aus einem Telefonat zwischen Gereon und Helga, die in Köln weilt. Da kommt auch die Idee auf, dass Helga doch nach Berlin übersiedeln könnte.

Inzwischen hat der Erste Mai Schlagzeilen gemacht. Die Presse bauscht alles wieder maßlos auf und munkelt von 200 Toten. Wo beginnt in solchen Fällen die Spekulation, wo endet sie, was ist gezielte Übertreibung und wo geht es schon in Richtung Fake News? Die Schlagzielen wird es aber wohl tatsächlich gegeben haben. Inzwischen haben auch Wolter und Rath einen schönen Polizeibericht erstellt, in dem es so wirkt, als hätten Kommunisten in der Oranienstraße auf sie geschossen, dabei war es doch der Panzerwagen der eigenen Leute, aus dem wild herumgeballert wurde. Aber wir haben ja noch die Ärztin-Aktivistin, die Bescheid weiß, die lässt nicht so schnell locker mit ihrer Anklage und bekommt einen Linkspunkt und einen Femi-Punkt von uns. Charlotte wird sie bei den Femi-Punkten aber nicht einholen, das versprechen wir an dieser Stelle schon, denn von der werden wir noch einiges geboten bekommen.

Oben in der Roten Burg diskutieren Staatssekretär Benda, Polizeichef Zörrgiebel und der Regierende Bürgermeister über die richtige Lesart der Ereignisse vom Ersten Mai, während draußen die Volksseele kocht. Man sieht nun auch den Fritz zum ersten Mal, der noch eine wichtige Rolle spielen wird, wie er sich bei den Kommunisten einschreibt und gleich mit einstimmt in die „Mörder, Mörder!“-Rufe. Manche Menschen sind eben sehr spontan, die schauen nicht lange rum, bis sie mal richtig mitmachen, wie wir das tun würden und dann doch wieder auf Abstand gehen. Oder sie verbinden etwas Strategisches mit ihrem Verhalten. Das kommt auch vor.

Charlotte nun wieder, wie sie versucht, eigenständig bei der Sorokina nach Kardakow zu ermitteln, wofür sie einen Dietrich verwendet, um in die Wohnung zu kommen. Wir staunen wieder mal über die Vielseitigkeit dieser Frau. Aber als sie in der Wohnung drin ist, da klingelt leider jemand – und sie flieht auf demselben Weg wie wenig zuvor Kardakow. Na, wenn das nicht mal nahe liegt, da es vermutlich keinen dritten Ausgang für Mäuse oder Katzen gibt. Und was sieht sie im Treppenhaus, was du, Zuschauer, nicht vermutet hättest? Blutspuren. Von Kardakow, wie er – sic! – auf der Flucht war. Hm. Großes Grübeln. Ratloses Rätseln. Wir halten mal kurz den Film an und lassen das Bild auf Charlottes hübschem, immer mehr oder weniger übermüdetem Gesicht stehen.

Und wir versuchen, uns zu erinnern. Kardakow war sehr wohl verletzt, als er sich in der Wohnung der Sorokina versteckte, dann pflegte sie ihn und er trug einen Verband. Dann kam es zum zweiten Verrat, das wissen wir. Und dann floh er vor den Männern aus der Botschaft. Aber verletzt wurde er doch erst oben am Fenster vom Dachboden, das zum bewässerten Hof ging, von der Gräfin selbst. Wie sollen denn da Blutspuren von ihm auf die Treppe gekommen sein, die er zuvor schon hinaufgehastet war? Vielleicht haben sie die Szene rückwärts gedreht. Aber so richtig kommt das auch nicht hin. Immerhin hat Charlotte dadurch nun eine Spur in jedem Sinn des Wortes. Natürlich sieht Charlotte, als sie aus dem Fenster guckt, das Hofwasser – und dass darin etwas schwimmt. Etwas Rotes. Es ist das Parteibuch von Kardakow. Das hat er da glatt vergessen, nachdem er, wie wir nun ahnen, mal wieder davongekommen ist. Und wie das geschehen konnte, trotz des Schusses aus ziemlicher Nähe, das ermittelt Charlotte für uns: Die Kugel ist tatsächlich in dem dicken Parteibuch stecken geblieben. Damals, bevor es aus China importiert wurde, war eben alles besser, auch das Material, aus dem wichtige Dokumente gefertigt wurden. Oder war es das kommunistische Manifest oder eine Kurzausgabe von „Das Kapital“? Da sind schon ganz andere drin stecken geblieben als so eine kleine Pistolenkugel und haben hinterher behauptet, sie hätten einen glatten Durchschlag erzielt. Schade um das doch recht ansehnliche Kaliber, das verwendet wurde.

Geren Rath nähert sich in kleinen Schritten der Lösung des Falls, wegen dem er nach Berlin gekommen war. Er trifft im Geyer-Kopierwerk ein – das es wirklich gibt oder gab, wie Kenner älterer deutscher Filme wissen, in deren Vorspann manchmal „Geyer-Kopie“ vermerkt ist. Dort erfährt er, dass von Königs, des Ich-mach-mein-eigenes-Ding-Erpressers Filmen immer nur eine Kopie erstellt wurde. Was wohl auch bedeutet, dass im Kopierwerk selbst keine vorhanden ist, doch was ist mit dem Negativ? Rath versucht, mit dem nunmehr Informant Krajewski in Kontakt zu kommen, doch in einer ikonischen Bahnhofsszene, wie wir sie aus vielen anderen Filmen kennen, entzieht dieser sich. Man sieht dann den Armenier und andere, wie sie wieder einmal zur Erpressung geeignete Bilder vorliegen haben, doch um Adenauer kann es sich dabei typmäßig nicht handeln. Der Reichspräsident? Eher unwahrscheinlich. Schwamm drüber.

Kardakow, verletzt, wieder mal entkommen, sucht ebenfalls den Armenier auf, welchem das berühmte Moka Efti gehört, das es, wie das Geyer-Kopierwerk, wirklich gegeben hat. Kardakow will sich nun an der Sorokina rächen und verrät dem Armenier, dass der Zug neben dem Giftgas, das diesen weniger interessiert, eine Goldfracht birgt. Wir erinnern uns leider nicht mehr, ob er ihm auch den Wagen verrät – natürlich den mit der ursprünglichen Bezeichnung, das Schild wurde aber von ebenjener durchtriebenen Gräfin ausgetauscht.

Dies leitet über zu ein wenig Stress zwischen Gereon Rath und Charlotte Ritter, weil sie sich im Haus der Sorokina als Kriminalassistentin ausgegeben hat. Rath wird sich über sie noch mehr ärgern, doch das kriegen wir später. Vorerst kann sie ihn mit der Info angeln, dass Kardakow am Vorabend noch lebend in der Stadt gewesen sein muss, das hat sie ja in der Wohnung der Sorokina herausbekommen, wie wir wissen, indem sie auf den Dachboden gerannt ist und von irgendwie in den Besitz von Kardakows – nun an angenommenermaßen – Parteibuch gelangte und feststellte, dass er nicht getötet wurde.

Die Pressekonferenz zum Ersten Mai findet statt. Wir erfahren, dass der österreichische Journalist, der im Nachbarzimmer von Rath bei der Witwe Behnke wohnt, sich selbst auf einen internen Vorgang bei der Polizei angesetzt hat und der vorgeblich von Kommunisten angeschossene Wachtmeister hat seinen Auftritt. Die Polizei behauptet, deeskalierend vorgegangen zu sein, aber gab es den Begriff Deeskalation im Zusammenhang mit Polizeieinsätzen damals wirklich schon? Damit wir den Faden nicht verlieren, gibt es eine Rückblende: Wie der kleine Sohn den Wachtmeister angeschossen hat. Da wir diese Szene schon beim ersten Anschauen schräg fanden, macht die Wiederholung diese Folge nicht besser.

Die nächste Szene verstärkt diesen Eindruck. Bei der Arbeit im Präsidium trägt Charlotte in einer Szene den Schal, der ein einen blauen Fleck am Hals nach tätlicher Auseinandersetzung zuhause verdecken sollte, nach einem Schnitt ist er plötzlich weg. Immerhin fädeln wir aber bald in eine neue geheimnisvolle Handlungsebene ein, denn es stellt sich heraus, dass Assistent Stefan, der sich an Wolter Schreibtisch zu schaffen machte, für Staatssekretär Benda arbeitet – als verdeckter interner Ermittler der Polizei. Da setzt dieser Mann viel Vertrauen in den jungen Polizisten. Wenn das mal gut geht. Wir werden aber noch sehen, wie richtig und wichtig diese Arbeit ist.

Von wem hat Rath noch erfahren, dass Kardakow in einer Kapelle beim sogenannten Holländer spielen soll, denn Musiker ist er ja ebenfalls, wiewohl dieser Job seinen eigentlichen tarnt. Charlotte und Gereon treffen sich deshalb um Mitternacht an einem S- oder U-Bahnhof. Vermutlich ist die Szene am Ostbahnhof gefilmt und man sieht auch die modernen Absperrgitter schön im Bild. Der „Holländer“ ist eine Untergrund-Schwulen-und-Lesbenbar und wen trifft Rath dort? Den Polizeifotografen Gräfe, der ja etwas wie ein Kumpel oder spezieller Mitarbeiter für ihn geworden ist. Dieser bestätigt oder  fasst viel von dem zusammen, was wir bereits wissen, aber hin und wieder ein Talking Head kann nicht schaden, wenn die Handlung immer unübersichtlicher wird.

2019-08-11-Babylon Berlin Folge 5 Gereon Rath und Charlotte Ritter beim Holländer
Gereon Rath, Charlotte Ritter (linke Seite, von hinten) beim Holländer. Im Bild auch etwas Technik.

Von einer tollen Transe, die offenbar die Bar leitet, erfahren wir, dass Kardakows Trotzkistenversteck in der Köpenicker Wormstraße angesiedelt ist. Wie sie das Wort „Wormstraße“ ausspricht, ist einer der Höhepunkte der gesamten Serie und überhaupt der kurze Auftritt: Sehr gefällig. Ja, es ist eine Druckerei, das wissen wir schon. Und dass diese Zelle von Revolutionären gegen das stalinistische Ergebnis der Oktoberrevolution längst ausgehoben ist. Nach dieser Infoveranstaltung beim Holländer tanzen Gereon und Charlotte dort ein bisschen miteinander und fragen einander über den jeweiligen familiären  Hintergrund aus, sie auf die kesse Berliner Art, versteht sich.

2019-08-11-Babylon Berlin Folge 5 Gereon Rath und Charlotte Ritter beim Holländer 2
Nochmal beim Holländer oder der Holländerin – Rath und Ritter erfahren Neues.

Dann wieder Bahnhof. Rath will Ritter gerne nach Hause bringen, aber daran sie sicher kein Interesse, selbst wenn nur bis zur Tür, außerdem könnte es sein, dass sie noch ihrem Zweitjob im Moka Efti nachgehen möchte. Sie fragt Rath sogar, ob er ihr für ihre bisherige Arbeit nicht mal was zahlen möchte – aber wie sollte er diese inoffizielle Tätigkeit abrechnen und die Spendierhosen hat er, im Gegensatz zu den Kavialiershosen, wohl nicht an. Mit dieser für Charlotte nicht perfekt befriedigenden Erkenntnis endet Folge fünf von „Babylon Berlin“.

Die Beschreibung macht es klar, dies ist eine sehr füllige Folge und wer immer sie inszeniert hat, hatte sie entweder nicht komplett im Griff oder musste so vorgehen, wie das Drehbuch, an das alle drei Regisseure sich zu halten hatte, es nun einmal wollte. Es gibt haufenweise Unwahrscheinlichkeiten, Unstimmigkeiten, fragwürdige Momente, sodass man sagen kann, Folge fünf ist ein neuralgischer Punkt in dieser Serie. Doch gäbe es diese verzwickte Folge nicht, könnte sich die Handlung nicht weiterentwickeln, weil sie viele neue Knoten knüpft, die uns noch beschäftigen werden.

© 2019 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Rolle Darsteller
Gereon Rath Volker Bruch
Charlotte Ritter Liv Lisa Fries
Wolter Peter Kurth
August Benda Matthias Brandt
Greta Leonie Benesch
S. Sorokina / Nikoros Severija Janusauskaite
Kardakow Ivan Shvedoff
Alfred Nyssen Lars Eidinger
Jänicke Anton von Lucke
Krajewski Henning Peker
Armenier Misel Maticevic
Elisabeth Behnke Fritzi Haberlandt
Katelbach Karl Markovics
General Major Seegers Ernst Stötzner
Dr. Schmidt „Anno“ Jens Harzer
Dr. Völcker Jördis Triebel
Gräf Christian Friedel
Zörgiebel Thomas Thieme
Trochin Denis Burgazliev
Musik: Johnny Klimek
Tom Tykwer
Kamera: Frank Griebe
Bernd Fischer
Philipp Haberlandt
Buch: Tom Tykwer
Hendrik Handloegten
Achim von Borries
Regie: Tom Tykwer
Achim von Borries
Hendrik Handloegten

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