Der treue Roy – Tatort 987 / Crimetime 248 // #Tatort #Weimar #TatortWeimar #Lessing #Dorn #MDR

Titelfoto © MDR, Anke Neugebauer

Nicht Goethe oder Schiller, sondern Lessing – und Männer mit Eigenschaften

Christian Ulmen als Kommissar Lessing und Nora Tschirner als Kommissarin Dorn gehen zum dritten Mal in Weimar auf Verbrecherjagd. Aus einem zunächst einmaligen „Event-Tatort“ an Weihnachten 2013 wurde faktisch eine regelmäßige Tatortschiene, wenn auch mit der niedrigen Sendefrequenz von einem neuen Film pro Jahr

Der dritte Weimar-Tatort beginnt als düsteres Brennofen-Melodram, schwenkt sich aus zu einer Zitate-Sprachnudel und endet als Slapstick der surrealistischen Art. Kann das alles in einem Film gutgehen? Und wie sehr darf mannoch das Format Tatort in seiner ursprünglichen Eigenschaft als Krimi zum Gegenstand einer Bewertung machen? Das klären wir in der -> Rezension.

Handlung 

In der Nähe Weimars wird in der Hochofenschlacke eines Stahlwerks die Leiche von Roy Weischlitz entdeckt, der im Werk am Abstich beschäftigt war. Schnell wird den Kommissaren Kira Dorn und Lessing klar, dass er ermordet wurde. Roy lebte mit seiner Schwester Siegrid zusammen, mit der ihn, Siegrid zufolge, ein inniges Verhältnis verband. Doch die Kommissare finden heraus, dass zwischen den Geschwistern ein Krieg herrschte, gegen den die Schlacht bei Jena und Auerstedt ein minderer Disput war. Siegrid hat ihren Bruder allem Anschein nach gehasst.

Sie machte Roy für ihr zerstörtes Lebensglück mit ihrem Ex-Verlobten Karsten alias „Flamingo“ verantwortlich, der durch Roys Schuld ein Bein verlor. Dieses tragische Ereignis war für Karsten der Beginn einer beispiellosen Abwärtsspirale. Jetzt haust er als alkoholkrankes Wrack in einer verlassenen Tankstelle. Da Karsten in der Mordnacht eine Extraschicht am Hochofen schob, kommt er als Täter infrage, ebenso wie sein Kumpel Frank.

Der ist mit der Prostituierten Irina Kratochvílová alias Vanessa Fink verbandelt, die in einem Wohnwagen am Stadtrand ihrem Gewerbe nachgeht. Die Kommissare finden heraus, dass Irina von Frank und Karsten, der sich an Roy rächen will, angesetzt wurde, um Geld aus Roy herauszupressen. Die Ermittlungen werden dadurch erschwert, dass es zwischen den Kommissaren unterschiedliche Vorstellungen über die häusliche Zukunft ihrer kleinen Familie gibt. Lessing beschleicht der beunruhigende Gedanke, dass Kira vielleicht aus Weimar weg will. Zusätzlich müssen die Kommissare sich mit dem neuen Kollegen Ganser von der Kriminaltechnik herumschlagen, der, wie ihr Chef Kurt Stich treffend sagt, eine „Arschkrampe ist, wie sie im Buche steht“. 

Rezension: Anni und Tom über „Der treue Roy“

Über das Lachen

ANNI: Gut, dass der Tatort als Format so unkaputtbar ist wie der treue Roy. Der Tatort übersteht einfach alles, da kann er sich, das die Qualität Humors betreffend, noch so oft umbringen wollen. Da reicht der tiefste Niveausturz nicht aus. Es ist ein wenig zum Verzweifeln für alle, die denken: Jetzt. Jetzt isses endlich gut. Leider kommt immer noch ein ein hoffnungslos bescheuerter Nachbrenner.

TOM: Ich hab viel gelacht.

ANNI: Das war nicht zu überhören. Aber weißt du, den TO hättest du besser in einer bekifften & besoffenen WG geguckt, wo alle so drauf sind, dass sie schon losgrölen, wenn einer auf dem Bildschirm nur den Mund auftut, weil sie glauben, der fällt jetzt ins allgemeine Rülpsen ein. Und das Gemeinsame zwischen verblödeten Drehbuchautoren, die ihre Darsteller kotzen lassen und ähnliches  und verblödeten Zuschauern verbindet ja so sehr.

TOM: Niemand hat heute gekotzt. Und ich hab wirklich viel gelacht. Obwohl ich keine netten Kumpels, sondern dich mit deiner seit dem schon vor Tagen aus technischen Gründen erfolgten Abbruch der Woodstock-Doku-Aufzeichnung anhaltenden Zitronensauerstimmung neben mir sitzen hatte. Wie erwartet: Es kam nur das typische Altbau-Wohnzimmer-Echo zurück, du hast nie in mein befreites Lachen eingestimmt.

ANNI: Weil ich glaubte, du stehst oder sitzt neben dir und beobachtest dich selbst und denkst: Was ist das für eine Gurke, die bei dem Schwachsinn immer lacht, der Typ ist ja zum Totlachen. Ich wollte mich nicht kausal mitverantwortlich an dem immerhin möglichen Ergebnis dieses Abends machen, dass ich den nächsten Tatort schon allein rezensieren muss.

TOM: Spannendes Zwischenfazit für unsere Leser: Es zeichnet sich eine selbst für uns, die wir kein harmonisches Duo wie Lessing und Dorn mit Kleinkind als emotionalem Sekundenkleber sind, eine ungewöhnlich große Diskrepanz zwischen den beiden Einzelwertungen ab.

Goethe und Frank Faulkner und alle anderen

ANNI: Und dann diese Zitate. Du glaubst doch nicht, dass einer von denen, die sie so mühevoll in diesen Film implantiert haben wie ein eine eine Reihe regressverdächtig schlecht sitzender Jacketkronen in ein morsches Gebiss, wirklich Goethe oder Faulkner oder wer da noch alles zitiert wurde, gelesen hat. Sowas kann man alles im Internet nachschauen.

TOM: Wenn du ein hübsches Mädchen mit um fünf Zentimeter gewachsenen, vielleicht sogar gewachsten Beinen siehst, fragst du dich doch nicht, ob es genau mit der endgültigen Ausstattung im Schweiße zweier Körper so gezeugt oder später gestreckt wurde, sondern bewunderst das Ergebnis. Und eines darfst du bei einem Tatort wie diesem eh nicht tun. Ihn irgendwelchem Anspruchsdenken aussetzen. Und hast du seit der Schule Goethe gelesen?

ANNI: Nö. Aber du hast den Faust II auch gelesen, er steht als Reclam-Ausgabe in einem weit vom Zentrum dieser Wohnung entfernten Regal, obwohl ihr in der Schule sicher auch nur Faust I gemacht habt. Ich weiß, dass das jetzt kommen wird. Aber wie lange ist das denn dann …

TOM: Vorsicht! Keine diskriminierenden Äußerungen. Das fand ich anfangs schon cool, wie sie da immer, wenn jemand etwas Übergriffiges sagen wollte, PoC simuliert haben. Da passte es zwar überhaupt nicht zur düsteren Stimmung mit dem hochgradig verbrannten Opfer, aber so konnte man sich darauf einstellen, dass dieser Tatort eben nicht ernst gemeint ist.

Einst war es gut und richtig

ANNI: Weißt du, Baby, wenn nichts mehr ernst gemeint ist, kannst du gleich alles in die Tonne kloppen. Die nehmen in Weimar nicht mal den Humor ernst. Das ist noch mehr krank als Frank im Schrank. Ich will wieder einen Münster-Tatort, da weiß ich wenigstens, dass das Blödeln so richtig mit Anstrengung, mit Kopfarbeit, organisiert wird.

TOM: Im Wonnemonat Mai gibt es wieder einen („Ein Fuß kommt selten allein“). Passenderweise am 08.05.2016, auf den Tag 71 Jahre nach dem, wie wir längst wissen, endgültigen Untergang Deutschlands.

ANNI: Auf diese Weise lasse ich mich jetzt nicht von meinem Ärger über den Tatort zu einem Ärger über deine Scheinprovokationen hinlenken. Ich will entweder einen richig guten Krimi oder Münster.

TOM: Ersteres werden wir kaum noch bekommen, und wenn das schon so ist, sind mir Filme, die von vornherein auf alles sch… pfeifen, was mal gut und richtig erschien, lieber. Weil sie in unser wertearmes, zynisches Zeitalter perfekt passen. Den gewaltsamen Verlust eines Lebens noch wirklich als Krimi zu dramatisieren, wie old School ist das denn? Und was haben wir uns in den letzten Wochen nicht über Krimis ausgelassen, die ernst sein wollten, aber so hohl waren, dass man beim dran Klopfen dachte, der Gottesdienst fängt an. Dann doch lieber gleich demonstriert, dass es genau so ist, und nicht so getan, als ob da mehr, so viel mehr, so viel Sozialkritik, so viel Drama, so viel menschliches Leid und erbarmungwürdiges Versagen wäre. Dann lieber gleich einen Vierer im Lotto, der eine tödliche Kausalkette auslöst. Und die, mit Verlaub, ist sogar stimmig.

ANNI: Du hebst ja immer auf die Logik ab, und wenn die Löcher hat, ist der Film Mist, wenn nicht, ist er gut, egal, was er sonst darstellt.

TOM: Foul!

ANNI: So absurd das Ganze ist, formal-kausal ist es gut konstruiert, das fiel mir ebenfalls auf. Es kommt ja nicht drauf an, ob die Unkaputtbarkeit vom Roy, der mit Sig(f)ried ne Katze hatte, haha … also, ob die auch nur irgendwie realistisch ist. Ich verstehe schon die Liebesklärung an amerkanische Pulp-Krimisatiren à la Tarantino und überhaupt ans US-Kino, wo die Leute tausendmal verletzt werden und doch nie endlich mal abkacken, was zumeist ein Segen wäre, auch wegen des Mangels an ethischer Hinterlegung von irgendetwas. Und dann noch ein wenig Roadmovie-Stimmung in Thüringen, kurzzeitig, sehr schön gefilmt übrigens, auch das hab ich wohl bemerkt. Es enthebt mich aber nicht von dem Scheißgefühl, verarscht worden zu sein von Leuten, die auf echt billige Weise teure Tatorte basteln.

TOM: Im Moment bist du etwas angekratzt, wegen dieser Doku-Sache. Siehst du, das ist Verarsche, wenn nach über zwei Stunden eine Aufzeichnung plötzlich muckt und du das Ding dann nicht rezensieren kannst, weil noch eine spannende Stunde fehlt. Da bin ich ganz bei dir. Am liebsten hätte ich die ganze Technik aus dem Fenster gestürzt, und im Gegensatz zur Roy wäre sie nach dieser Maßnahme auch wirklich futsch gewesen. Aber bei diesem Tatort hättest du ja auch nach fünf Minuten rausgehen können.
ANNI: Du weißt genau, dass ich das nicht kann, wenn ich im Anschluss mit dir rezensieren soll. Und ich will es auch nicht, weil ich schon an deinen lächerlichen Lachern gemerkt hab, dass du diesen Film viel zu hoch bewerten wirst. Und außerdem, eine unserer Regel ist halt, nur, wer bis zum Schluss durchhält, darf auch ein Votum abgeben. Und ich bin ja so legalistisch.

TOM: Genau.

Fazit und die Verfestigung unterschiedlicher Stimmungen nach dem Tatort

TOM: Das Schauspiel war nicht schlecht, und ich hab dieses Mal alle Teilnehmer gut verstanden.

ANNI: Dann muss der Ton ja wirklich kristallklar gewesen sein. Ich achte auf das nicht so. Trotzdem, Applaus! Und du weißt, ich haue selten die Schauspieler in die Pfanne, die tun ja nur, was ein Drehbuchautor auf Droge und ein gnadenlos von seiner eigenen Inszenierungskunst überzeugter Regisseur ihnen vorgeben.

TOM: Der Humor war nicht immer gleich gut, aber ich hab in der Szene, in der Roy die arme Kira umgebracht hätte, wäre die Dienstwaffe von Lessing geladen gewesen, sogar die Stimmung gewechselt und war etwas gerührt. Obwohl man klar sehen konnte, dass das Drama nur gespielt war und dass das auch so gedacht war, dass man es sehen kann, dass es nur gespielt war. Du weißt, was ich meine.

ANNI: Und am Ende wünschen Roy alle gute Besserung, obwohl er versucht hat, die Kommissarin umzubringen. Und das ist ein Offizialdelikt, da muss der Staat von sich aus tätig werden, selbst wenn Dorn nicht Anzeige erstattet.

TOM: Heute bist du wirklich sehr eng drauf. Gerade daran siehst du doch das Satirisch-Flockige. So, ich schreib jetzt meine Punkte auf.

ANNI: Das dämlichste Zitat im gewählten Zusammenhang war ja wohl „Es ist ein Zeichen von Intelligenz, seine Umgebung zu akzeptieren“. Auch wenn da nur durchgeknallte Mörder wohnen, die dich jederzeit umbringen können? Ich geb 5/10. Damit ist dieser Fim noch gut bedient. Ich hab kein politisches Motiv gefunden, unter die eigentliche Qualitäts-Untergrenze bei uns zu gehen, also weniger als 5/10 zu geben. Leider. Obwohl, eigentlich doch … dieses arrogante Geschwätz der Hipster-Cops in der Sozialsiedlung, in der man erkennbar keine Eigentumswohnungen erwerben kann … egal. Ich bin schon zu matt, um mich weiter in diesen Trichter hineinzukämpfen.

TOM: Gut so. Depressiv von einem Witz-Tatort zu werden, das steht doch nicht dafür. Ich geb 8/10. So.

ANNI: Oh nee, ich werde doch depressiv … Himmel, gib lieber Hirn. Nein, ich hab als Adressat nicht dich gemeint. Oder doch? Ich weiß, wir werden jetzt tagelang … Du magst es nicht, wenn ich an deinem IQ zweifle. Du akzeptierst einfach deine Umgebung nicht, die manchmal sogar an dir zweifelt.

TOM: Sei nicht so arrogant.

ANNI: Du Dooftatort-Versteher. Aber wenn du Münster in zwei Wochen wieder schlecht bewertest, nur, weil’s dir zu klamaukig geworden ist, werden wir eine Grundsatzdiskussion führen müssen.

TOM: In einem hast du Recht. Von Münster erwarte ich mehr, weil sie mal so richtig gut waren. Als sie anfingen, war das eine neue Welt oder doch ein neues Kapitel im dicken Tatort-Geschichtsbuch. Sowas würde ich über den Weimar-Tatort noch lange nicht sagen wollen.

ANNI: Und jetzt koch uns wenigstens was Leckeres, damit ich vor dem Wochenstart noch halbwegs aus diesem Tief rauskomme, in das mich die zu hohen 6,5/10, die da nun rauskommen, endgültig hineingestürzt haben … was für ein Satz, ich bin schon ganz paralyisert … und, nein, ich mache in der Küche nicht mit, ich will heut noch irgendwie verwöhnt werden, wenn ich schon den Tatort zum Abwinken fand. Ich sagte: verwöhnt!
TOM: Ich freu mich schon auf den Duft von Rost und Knochen … nein, Spaß, es gibt einen herrlichen vegetarischen Auflauf. Falls du mich aus der Küche ab und zu lachen hörst, sei nicht beunruhigt. Ich bin kein Ex-Biostudent, der 15 Gramm Eisenhut ins Essen gibt, sondern ich denke an irgendeine bekloppt witzige Stelle aus dem Tatort.
ANNI: Mach einfach die Tür zu, bis Essen fertig, und gröl nicht zu laut. Danke.

6,5/10

Aus der Vorschau 

 an kann dem MDR nicht nachsagen, dass er nichts probiert, aber auch nicht, dass er ein gutes Händchen hat. Seit die Parade-Ossis Ehrlicher und Kain weg sind (Dienstende 2007) mäandert der MDR und hat hat noch kein Team aufgestellt, das sich dauerhaft und oben auf der Beliebtheitsskala etablieren konnte. Sollte ausgerechnet das ursprünglich nur als Einmal-Experiment geplante Weimar-Duo eine Marke werden?

Im Grunde haben sie alle Eigenschaften, die bei anderen neueren Teams als Probleme identifiziert wurden: Zu jung, zu flippig, zu unrealistisch, zu wenig prägnant. Bei den Erfurter Kollegen hat das schon zum Aus geführt, aber Tschirner und Ulmen sind etwas geläufigere Namen und wer Hauptrollen in Kinofilmen spielen kann, sogar an der Seite von Til Schweiger, sollte auch einen Tatort tragen können. Andererseits sind die Darsteller mit jetzt 40 und 34 Jahren älter, als es etwa Ulrike Folkerts bei ihrem Einstieg als Lena Odenthal war und auch als die Münchener Nemec / Wachtveitl vor 25, als sie ihren Tatort-Dienst begannen.

Die genannten Dauerläufer wurden zwar auch mit mehr Wums ins Rennen geschickt, auch sie wurden in ihren jungen Jahren als als Ermittlertypen neuen Stils angesehen, aber mit ihnen hatte man von Beginn an viel vor, das unterscheidet die damalige Herangehensweise von den eher unverbindlichen „Event-Tatorten“, Testballons, wie es vor wenigen Wochen wieder einen mit Heike Makatsch gab („Fünf Minuten Himmel„). Unter den Jungteams der aktuellen Tatortszene haben Lessing / Dorn vergleichsweise gute Chancen, sich zu behaupten. Das liegt auch daran, dass deren erster Tatort „Die fette Hoppe“ recht gut aufgenommen wurde. Darauf konnte man aufbauen und kann die vergleichsweise sympathische Ausstrahlung der Darsteller nutzen. Sofern nicht zu sehr auf diesen abgehackt klingende Comedy-Sprech abgestellt wird, der vor allem im zweiten Weimart-Tatort „Der irre Iwan“ unpassend und irgendwann langweilig rüberkam.

Stand der Dinge

In letzter Zeit gibt es häufig Menschen mit Eigenschaften – in Tatort-Titeln. Zuletzt der böse Friederichaus dem „Struwwelpeter“, jetzt „Der treue Roy“ aus Weimar. Noch ist das kein neuer Supertrend, Artikel, Adjekiv, Namens-Nomen. Außerdem sind die Weimarer Tatort-Titel alle so gestrickt: „Die fette Hoppe“, „Der irre Iwan“ und jetzt der treue Roy. Wobei letztere beide Titel noch enger zusammenliegen, denn ersterer benennt zum einen eine Wurstspezialität, keinen Menschen, zum anderen eine optische Eigenschaft, keine charakterliche, wie die beiden letztgenannten. Hier ist selbst innerhalb einer bezüglich der Wortarten ohnehin gleichen Struktur der Titel ein deutlicher Drang zur Fokussierung und zum Branding via Titel zu bemerken.

Es ist noch viel zu früh, über Lessing / Dorn Trend- und Tendenzen-Untersuchungen anzustellen, deswegen auch vorerst keine „Bewertungskurve“, welche die Qualitätsentwicklung der Weimar-Tatorte in den Augen der Nutzer des Tatort-Fundus wiedergibt; bei neueren Teams legen wir manchmal auch unsere eigenen Bewertungen als zweite Linie daneben. Unsere eigene Haltung ist neutral, wenn wir am 24.04. den dritten Tatort des Teams anschauen werden. Es gibt noch nicht diese Vorfreude wie bei einigen Ermittlern, die wir im Lauf der Zeit sehr schätzen gelernt haben, aber auch keine Abneigung, die dazu führt, dass eine gewisse Selbstüberwindung notwendig ist, um immer am Ball zu bleiben und jeden neuen Tatort sofort nach der Premiere zu rezensieren. Diese Abneigung ist allerdings die Ausnahme, das freundlich-abwartende, entspannte Wohlwollen die grundsätzliche Einstellung, die am besten dazu geeignet ist, die ständig zunehmenden Tatort-Erstausstrahlungen ohne Überreizung geregelt zu bekommen.

© 2019, 2016 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Nora Tschirner (Kriminalkommissarin Kira Dorn), Christian Ulmen (Kriminalkommissar Lessing), Thorsten Merten (Kriminalhauptkommissar Kurt Stich), Arndt Schwering-Sohnrey (Polizist Lupo), Matthias Matschke (Kriminaltechniker Johann Ganser), Fritzi Haberlandt (Siegrid Weischlitz), Florian Lukas (Roy Weischlitz), Thomas Wodianka (Karsten Schmöller „Flamingo“), Sebastian Hülk (Frank Voigt), Nadine Boske (Vanessa Fink / Irina), Sebastian Kowski (Schichtleiter Armin Köster), Carl Heinz Choynski (Opa Weischlitz), Johann Jürgens (Holger), Katrin Wolter (Kosmetikerin Miriam), Katrin Jaehne (Kosmetikerin Adriana), Ralf Finke (Reporter Peter Schmidt)

Regie: Gregor Schnitzler

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