„Gelenkte Kritik. Die Eliten manipulieren unser Denken und Handeln zum Umweltschutz“ (Susan Bonath, Rubikon) / #FridaysforFuture #Klimaschutz #Klimawandel #FDP #INSM #AfD #CDU #Hayek #MontPelerin

Wir legen heute offen, dass wir versuchen werden, nun jeden Tag mindestens einen nicht selbst verfassten Beitrag zu empfehlen. Vorzugsweise zu einem Thema, das wir selbst aus Zeitgründen nicht bearbeiten können, an dem uns aber sehr gelegen ist.

Nachdem wir gestern mit „Instrumentalisierte Ökologie“ gestartet waren, gehen wir heute weiter und empfehlen einen Beitrag von Susan Bonath im Alternativmagazin „Rubikon“, der mit „Gelenkte Kritik Die Eliten manipulieren unser Denken und Handeln zum Umweltschutz“ überschrieben ist.

Der Titel ließ uns zunächst Schlimmes befürchten, weil wir uns daran gewöhnt haben, auch die scheinlinken Eliten in unsere Üerlegungen einzubeziehen, die uns formale Rechte anbieten, um den Klassenkampf zu verhindern und gleichzeitig die #FridaysforFuture sehr schick finden – aber in dem Beitrag von Susan Bonath sind die Fronten klar.

Susan Bonath ist uns ein Begriff, seit wir im Rahmen des Dossiers „Aufstehen“ von ihr eine der wenigen Kritiken von links an diesem Projekt gefunden hatten. Wir markieten damals auch Einwände gegen ihre Sichtweise, aber auf eines kann man sich bei Bonath verlassen: Dass sie den richtigen Dreh hin zum Antikapitalismus findet. 

So auch in ihrer Darstellung neoliberaler Thinktanks, welche für die Industrie versuchen, die Umweltpolitik zu ruinieren bzw. die Entstehung einer wirksamen Umweltpolitk nicht zulassen wollen. Etwas skeptisch sehen wir dabei die Ansicht, dass sich auch Linke von diesem Cluster beeinflussen lassen. Wir kennen keine Linken, die sich zu Klimawandel-Leugnern zurückentwickelt haben. Anders als beim Thema Migration lassen sich beim Klimawandel zumindest für uns bisher keine „Querfront“-Ansätze erkennen. Wir werden aber in diese Richtung weiterforschen, gerade Magazine wie „Rubikon“ sind dazu gute Ausgangsbasen.

Eine weitere Bemerkung darf nicht fehlen: Wachstum kann auch qualitativ organisiert sein und mit vermindertem Ressourcenverbrauch einhergehen. Das im warenwirtschaftlichen Bereich erzeugte BIP muss durch nachhaltigeres Wirtschaften nicht zwangsläufig sinken, da der Rückgang an konsumierter Menge durch bessere Wertigkeit preislich ausgeglichen werden kann – zurück in die Vergangenheit der hochwertigen Produktion für eine nachhaltiger gestaltete Zukunft, wenn man so will.

Anderes gilt freilich für die vollkommen aufgeblähte Finanzwirtschaft. Das durch sie erzeugte Scheinwachstum, das uns gerade auf dem Immobiliensektor so schwer zu schaffen macht, ist in der Tat komplett verzichtbar.

Wenn man jetzt Christian Lindners Statement, das gestern unsere Empfehlung ausgelöst hat, und, wenn man so will, diese Artikelreihe, in den Zusammenhang mit dem Einfluss gewisser Thinktanks u. a. auf die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung stellt, findet man immer mehr Koordinatenpunkte für das Netz derer, die Zugeständnisse des Kapitals an die Erfordernisse der Ökologie um jeden Preis verhindern wollen.

TH

Wir lassen unseren Beitrag von gestern unter diesem stehen, weil wir ein bisschen daran arbeiten wollen, dass unsere Leser_innen sich an dieses neue Empfehlungsformt gewöhnen können.

Wir können im Moment selbst zu so wichtigen Themen wie der Umwelt nicht mehr schreiben, der #Mietenwahnsinn schlägt uns in den Bann! Deshalb freuen wir uns, dass durch die zunehmende Vernetzung nicht nur die Informationsflut immer weiter ansteigt, sondern auch der eine oder andere Kontakt zustandekommt. Wir haben beim Blog „haimart“ nachgefragt, ob wir unseren Leser_innen den einen oder anderen Beitrag von diesem Autorenkollektiv empfehlen dürfen und tun das hiermit erstmals.

„Wie wäre es mit dem Verdünnen von Thunfischfleisch mit Delphin? Und so schließt sich auch wieder der Kreis zu den Japanern.“ 

Instrumentalisierte Ökologie“ ist eine Reaktion auf einen Beitrag von Christian Lindner, dem FDP-Chef, in ZEIT online, der für erheblichen Wirbel in den sozialen Netzwerken gesorgt hat.

Darin geht es um #FridaysforFuture und wie man den ökologische Herausforderungen unserer Zeit am besten begegnet. Der kurz anzitierte Beitrag von Frau Weisshaupt in „haimart“ zeigt etwas, was wir sehr mögen, wir verraten aber nicht, was es ist, denn der Rezipient rezipiert anders, wenn die empfehlende Stelle gewisse Merkmale eines Textes hervorhebt. Wir kriegen unseren neuen Plan, den Wahlberliner mit mehr Empfehlungen anderer Autor_innen zu schmücken, aber nicht hin, wenn wir doch jedes Mal wieder intensiv selbst kommentieren.

Wenn da nur die Assoziationsketten nicht wären, die sich immer sofort aufbauen.

Viel Spaß beim Lesen!

TH

MS 295, 296

2 Kommentare

  1. Sehr schöne Leseempfehlung. Genau mit diesem Thema befasse ich mich auch gerade. Inwiefern unterscheiden sich Umwelt- und Klimaschutz und ist es überhaupt relevant daszu unterscheiden? Wenn ich eine Lösung habe, melde ich mich.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s