2018 in Berlin fast 17.000 Wohnungen fertiggestellt – Zahlen erneut höher als im Vorjahr / #bauenbauenbauen #Wohnungsbau #Neubau #Mietenwahnsinn #Verdrängung #Wirbleibenalle #Berlin

Im Jahr 2018 wurden in Berlin 16.706 Wohnungen fertiggestellt, nach 15.669 im Vorjahr, die Neubautätigkeit stieg sogar um knapp 13 Prozent.

Auftrag erfüllt? Wir wollen in dieser Kurzmeldung nicht ausloten, ob das, was gebaut wird, immer sinnvoll ist, aber die nochmalige Steigerung gegenüber dem ohnehin guten Jahr 2017 ist in etwa das, was angesichts der Kapazitäten der Bauwirtschaft in Berlin geht. Man hätte diese Kapazitäten also höchstens sinnvoller einsetzen können, indem  man für einen höheren Anteil der landeseigenen Gesellschaften an der Bautätigkeit gesorgt hätte.

Nun behaupten diejenigen, die besonders versessen auf „bauen, bauen, bauen“ sind, dass die Preise in Berlin nur deshalb so steigen, weil eben zu wenig gebaut wird. Da nicht nur die Bauzahlen aber immer weiter steigen, sondern auch der Zuzug nach Berlin nachlässt, müsste sich 2019 eine ausgeglichene Marktsituation einstellen. Wenn trotzdem die Kauf- und Neuvermietungspreise weiter steigen, wird das wohl daher rühren, dass der Wohnungsmarkt eben kein „vollkommener Markt“ ist, den man einfach sich selbst überlassen kann.

Sollten die Preise aber plötzlich sinken, weil die Immobilienblase doch platzt, ist das nicht etwa der Beleg des Gegenteils, sondern liegt daran, dass die enormen Steigerungen der letzten Jahre eben nicht in erster Linie nachfragebedingt waren, sondern durch eine Kapital-Fehllenkung zustande kamen, die nun nicht mehr funktioniert, weil die Spekulationskette gerissen ist.

Die Berliner Morgenpost weist die Zahlen auch für die einzelnen Bezirke aus. Wie also bei uns? Den finden wir in Baufertigstellungstabellen immer ziemlich schnell, weil er sich durch die kleinen, in dem Fall dreistelligen Zahlen optisch abhebt. Allerdings sind die Wohnungsfertigstellungen bei uns 2018, verglichen mit 2017, nicht um 6,6 Prozent gestiegen, wie in Gesamt-Berlin, sondern um nicht weniger als 102 Prozent. In der Tat ist in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten, dass Baulücken geschlossen werden – für große Projekte reicht es aber zumindest im Schöneberger Teil des Bezirks nicht, weil dafür die passenden Areale nicht zur Verfügung stehen.

TH

Medienspiegel 359

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