Bitte geht alle zum Reichenberger Kiezfest am Samstag, den 18. Mai, 14-22 Uhr – und unterstützt die von Verdrängung Bedrohten! / @SyndiCAT44 @Syndikat44 @KiezinAktion @nk_12049 @KiezinAktion @HeimatNeue @DoebertSteffen / #b1805 #WirSindDerKiez #Reichenberger #Kreuzberg. #meutereibleibt #liebig34bleibt #drugstorebleibt #kamilmodebleibt #potsebleibt #Syndikatbleibt #wirbleibenalle #mietenwahnsinn

Nach dem großen Wochenende der vielen Häuser richten wir den Blick wieder auf die verdrängten Kiez-Institutionen und -projekte. Sie alle kämpfen ums Überleben in der Stadt und oft ohne echte Unterstützung, da sie beispielsweise keine Milieuschutzregelungen in Anspruch nehmen können. 

Gegen rüde „Investoren“ und gegen die Politik müssen sie ankämpfen. Den einen bringen sie nicht genug Profit, von den anderen werden sie im Stich gelassen, z. B. in der Form, dass der zuständige Bezirk es nicht schafft, sie adäquat unterzubringen, weil der Finanzsenator offenbar in der ganzen Stadt keine anderen Räume für ein paar zusätzliche Büros findet.

Sie alle müssen den Eindruck haben, dass sie im Rendite-Berlin nicht erwünscht sind und dass insgesamt eine Stimmung herrscht, in der die Belange jener, die aus Straßenzügen erst Kieze machen, kein Gehör findet. Nicht einmal für letzte Inseln dessen, was die Stadt einst ausgemacht hat, scheinen die Verantwortlichen noch ein Herz zu haben.

Der Mietenwahnsinn ist großflächig und zeigt viele Erscheinungsformen, eine besonders bedrohliche ist die Schutzlosigkeit von inhabergeführtem Kleingewerbe und von linken Institutionen, die keinen Profitcharakter haben, sondern Anlaufstellen und soziale Freiräume sind bzw. anbieten. Im März 2019 gab es die Demo „Interkiezionale„, danach viele Aktionen der Kollektive oder auf bestimmte Kieze bezogene Veranstaltungen, wie hier.

Am 18.5., auf dem berühmten Reichenberger Kiezfest in Kreuzberg, zeigen sich die Bedrängten und Gekündigten, die mit Räumung Bedrohten wieder zusammen. Hier zunächst ein Tweet von „SyndiCAT“, einer der Präsenzen der Kiezkneipe Syndikat in Neukölln, deren Aktivist_innen das Recherchieren von Eigentümern („Investoren“) populär gemacht haben. Zuletzt haben wir hier über sie berichtet, an diesem Abend ging es um Pears Global, die das Syndikat ausfindig gemacht hat. Über die in unserem Bezirk angesiedelten autonomen Jugendzentren Potse und Drugstore haben wir vor allem um den Jahreswechsel 2018/2019 herum berichtet, als der Mietvertrag für ihre  Räume auslief und nicht verlängert wurde.

Wie das Syndikat halten die Aktivist_innen der Potse die angestammten Räume bisher besetzt.

Zum Fest haben wir diese Ankündigung gefunden:

„REICHENBERGER KIEZFEST

Reichenberger Kiezfest – Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“

Auch in diesem Jahr wird es wieder ein legendäres Reichenberger Kiezfest geben. Und weil es letztes Jahr so schön war, wollen wir dieses Jahr gleich zwei Tage gemeinsam feiern: 

18.05.2019 14:-19:00 Uhr (Stände) – Fest bis 22:00 Uhr

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ gibt es Pommes, u.a. Live-Musik von Lena Störfaktor, Guts Pie Earshot, Info-Stände, Showeinlagen, Kiez-Mucke, Redebeiträge, Essen, Trinken und viel mehr.

Das Straßenfest ist eine nicht kommerzielle Veranstaltung von Anwohner*innen  und Initiativen – für eine lebendige  Nach­barschaft – gegen Aufwertung und Verdrängung. Es  bietet die Gelegenheit für Menschen und Gruppen, sich kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsam zu feiern. Es wird ein Fest von und für große und kleine Leute: mit Musik, Film, Spielen, Infos, Reden, Austausch, Essen …Das Straßenfest findet auf der Reichenherger Straße zwischen Ohlauer Str. und Lausitzer Str. statt.“

Hier gibt es eine Plakatvariante, auf der angegeben ist, wo denen das Fest stattfinden wird: auf der Ohlauer und der Lausitzer Straße.

Etwas Historisches haben wir auch gesehen, offenbar war das Reichenberger Kiezfest 2017 im Spätsommer – und damit kurz vor den letzten Bundestagswahlen, die den Mieter_innen noch nicht viel Glück gebracht haben.

Kennt jemand noch Martin Schulz? Dass der anderen Person, um die es hier geht, die Mieter_innen wurscht sind, wissen wir alle – und sie ist immer noch da und macht in vielen Bereichen Politik von vorgestern (ihre Nachfolgerin als Parteichefin lässt erkennen, dass sie Politik von vorvorgestern machen möchte und hält u. a. die Not der Mieter_innen für Populismus).

Der Mietenwahnsinn schreitet derweil voran und gefährdet immer mehr Menschen. Solidarität wird wichtiger mit jedem Tag. Am Samstag wird’s draußen auch nicht mehr so ungemütlich kalt sein wie heute.

Unsere Solidarität mit der Meuterei, mit Liebig34, mit Drugstore und Potse, mit Kamil Moden und mit dem Syndikat!  

TH

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