Schmutzarbeit – Tatort 216 #Crimetime Vorschau #Tatort #Hamburg #Stoever #Brockmöller #NDR #Schmutz #Arbeit

Crimetime Vorschau - Titelfoto © NDR

Wie heißt es unhanseatisch?

Da kommt doch mal wieder ein Stoever-Brockmöller-Tatort zur Ausstrahlung, den wir noch nicht kennen und was müssen wir feststellen? Selbst das Wort Drecksarbeit wird hanseatisch hochgezogen und heißt jetzt „Schmutzarbeit“. Die Fans, die das Leben der Plattform Tatort-Fundus bestimmen, sehen diesen Fall als ziemlich mittelgut an, er steht derzeit auf Rang 579 von 1107 (04.11.2019) und fiel gestern einen Platz zurück, weil der neue Thiel-Boerne-Tatort „Lakritz“ gut ankam und im Moment auf Rang 110 liegt. Wir empfehlen diese gestrige Neuerscheinung zum Anschauen, es ist der beste Münster-Tatort seit langer Zeit. 

Die Münsteraner sind noch im Dienst stehende Legenden, Stoever und Brockmöller sind schon 2001 in Rente gegangen, Manfred Krug ist bereits verstorben. 2002 startete Münster und kommt jetzt auf 36 Filme, Stoever und Brockmöller erreichten in einem ähnlich langen Zeitraum 41 Fälle (mit der Einschränkung, dass die ersten noch ohne den Mann mit Schnauzer und Schiebermütze gelöst wurden). Den Schnauzer trägt Brocki allerdings in seinen ersten Einsätzen noch gar nicht, auch nicht in diesem aus dem Mauerfalljahr 1989. 

Diesen Bezug zu Münster nehmen wir vor allem aus aktuellen Gründen vor, aber auch, weil er ganz gut passt – Stoever und Brockmöller waren in ihrer Zeit und nach dem Abgang von Horst Schimanski wohl das humorvollste, aufgeräumteste Tatort-Team, mit dem man sich wohlfühlen konnte, egal, wie böse die Verbrechen waren, welche die beiden aufzuklären hatten. Eine ähnliche Aufstellung gibt es heute tatsächlich nur noch bei der humorigen Schiene des WDR, die allerdings weniger auf Statement angelegt ist als auf Zeigen und Satire drüber machen:

Sozilakritik eher indirekt, durch die herzhafte Darstellung der Münsteraner Elite, als durch knackige Aussagen, wie Stoever sie immer wieder zur politischen Lage abgegeben hat. 

In diesem Film, so heißt es,  irren die Kommissare auch mal und zerstören eine große Liebe und für die Bearbeitung von Waffenhandel-Fällen hat Horst Schimanski offenbar eine Unterlizenz nach Hamburg vergeben.

Auch wenn jeder Tatort, den wir noch nicht gesehen haben, es erschwert, dem Befehl der Telekom nachzukommen und unseren Media-Receiver bis zum 30.11.2019 zu leeren, da sich der Bestand auf der Festplatte nicht auf das neue Gerät übertragen lässt, das unvermutet bereits am vergangenen Freitag eingetroffen ist, freuen wir uns auf die beiden Hamburger und einen Fall, der zwar im internen Ranking nur auf Platz 27 von 41 liegt (Stand wiederum der 4.11.2019) und werden in den nächsten Tagen darüber schreiben, wie denn Peter und Paul das mit der Dr … Schmutzarbeit hinbekommen haben.

Handlung

Ein skrupelloser Mann muss eine gefährliche Zeugin loswerden und hat gleichzeitig den Auftrag, für den „Profi“ eine Waffe zu besorgen. Sein Pech ist nur, dass die Polizei unvermutet früh ins Spiel kommt. Kriminalhauptkommissar Stoever erhält einen anonymen Anruf: „Ein Killer ist in der Stadt, das Opfer nimmt an einer wissenschaftlichen Tagung der Alfred-Bergmann-Stifung teil.“ Mehr weiß die Anruferin nicht, oder mehr will sie nicht sagen.

„Eine Spinnerin“, meint Stoevers Kollege Brockmöller und wendet sich wieder der Routine-Arbeit zu: Ein „banaler Alltagsmord“ erfordert seine volle Aufmerksamkeit. Aber dann staunt Brockmöller nicht schlecht, als alles darauf hindeutet, dass sein Mordfall und die mysteriöse Killer-Story miteinander zu tun haben.

Am Ende gelingt der Hamburger Kripo ein großer Schlag – ein Waffenhändlernest kann ausgehoben werden. Und dennoch hat Stoever keinen Grund, zufrieden zu sein: Eine große Liebe ist zerstört, nicht ohne seine Schuld.

Besetzung und Stab

Kommissar Stoever – Manfred Krug
Kommissar Brockmöller – Charles Brauer
Doris Eucken – Diana Körner
Jorek – Lou Castel
Hilde Simmath – Irm Herrmann
Professor Thorning – Dietrich Mattausch
Horst Simmath – Wolf-Dietrich Sprenger
Raupach – Diether Krebs
Meyer Zwo – Lutz Reichert
Ulf Thorning – Burghart Klaußner

Drehbuch – Ulrich Kressin
Regie – Werner Masten
Kamera – Klaus Eichhammer
Szenenbild – Jürgen Kötter

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