Stilgiganten, Staatsrepression, Schattenfrauen – und die Welt von morgen: 100 Jahre Bauhaus (Ine Stolz) //#Bauhaus #Gropius #VanderRohe #DeStijl #Architektur #Feminismus #Weimar #Dessau #Werkstatt #Solidarität #Mietenwahnsinn #Moderne #Zukunft #Stil #Jugendstil #ArtDeco

100 Jahre Bauhaus – formen wir ein neues Zeitalter?

Bereits im April 1919 wurde die Kunst- und Werkschule Bauhaus gegründet. Vor dem Ende des Jubiläumsjahrs haben wir die Gelegenheit erhalten, einen sehr abwechslungsreichen und gut recherchierten Beitrag von Ine Stolz zum Thema zu veröffentlichen.

Das Bauhaus siedelte zunächst in Weimar, dann in Dessau, für ein unglückliches letztes Jahr in Berlin. Es ist die einflussreichste Architekturschule der Moderne, aber in seiner Zeit war es mehr als neues Gestalten von Räumen und Gebrauchsgegenständen. Es war ein künstlerisches und gestalterisches Gesamtkonzept, das alle bildenden Künste umfasste.

Gerade heute, wo wir dringend nach der Wiedervereinigung kultureller Elemente, nach ganzheitlichen Ansätzen und nach Lebens(raum)gestaltung jenseits einer entseelten pompös-neoliberalen Postmoderne suchen, liefert das Bauhaus viele Ansätze, die etwas zu einer solidarischen, partizipativen Ordnung beitragen können. Aber das Bauhaus hatte auch Schattenseiten. Nicht nur wegen seiner radikal neuen Gestaltungsansätze, sondern auch wegen seiner ideologischen Prägung wurde es politisch angefeindet, ja gehasst.

Bereits 1933 wurde es von den neuen Machthabern geschlossen.

Dem universell gewordenen Erbe des Bauhauses, den Meilensteinen, widmet sich Ine Stolz im heutigen Gastbeitrag ebenso wie den großen Persönlichkeiten, die das Bauhaus hervorgebracht hat oder die an ihm tätig waren. Besonderes Augenmerk legt sie auf die weitgehend in Vergessenheit geratenen Frauen am Bauhaus. Ihr Schicksal steht sinnbildlich für den noch immer anhaltenden Kampf um Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen im Berufsleben. Die weibliche Perspektive ist eine von jenen, die in „Stilgiganten, Staatsrepression, Schattenfrauen – und die Welt von morgen: 100 Jahre Bauhaus“ beleuchtet werden.

Wer den Artikel von Ine Stolz liest, wird bemerken, dass Chancen und Fehler des modernen sozialen Wohnungsbaus hier ebenso anklingen wie die aktuelle Situation in Berlin: Der reaktionäre Teil des Bürgertums und der Politik wollen jeden innovativen, solidarischen Ansatz verhindern, wie er etwa aus der Mieterbewegung heraus entstehen könnte und sich im Kleinen hin und wieder zeigt. Aber so, wie es 1919 an der Zeit war, den Bombast des Kaiserreichs abzuschütteln, verlangt unsere Epoche eine menschenfreundlichere Wirtschaftsordnung und eine Ästhetik der Einschließlichkeit und der Zugewandtheit allen Menschen gegenüber, die sich in Ausdruck und Inhalt altem und neuem rechten Gedankengut entgegenstellt. Die Geschichte des Bauhaus studieren, kann dazu beitragen, mutig den Blick auf die Zukunft zu wenden und Kraft und Hoffnung zu schöpfen.

Ine Stolz hat ihren Beitrag zu „100 Jahre Bauhaus“ dem Künstler Norbert Huwer gewidmet (http://www.norbert-huwer.de/), der am 4. November 2019 verstarb.

TH

Das Bauhaus aus unterschiedlichen Perspektiven

Obwohl das legendäre Bauhaus nur während 14 stürmisch kurzer Jahre existierte, sucht es bis heute seinesgleichen. Im Konzept wurden Handwerk, Kunst und Architektur interdisziplinär verschmolzen. Die Werkgemeinschaft des Bauhauses machte durch „anders Denken und anders sein” bereits vor 100 Jahren die ersten Schritte in die Moderne. Viele ihrer Möbelstücke sind heute Kult und damals entworfene Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Kunst und Gestaltung entwickelten sich zu Design.

Produktdesign. Industriedesign.

Das Bauhaus war ambivalent. Provokativ. Es schuf Gesamtkunstwerke und war selbst eines. Eine Ikone der kreativen Gestaltung. Revolutionär. Visionär. Eine Schule. Ein Stil. Eine Philosophie. Ein wahrer Mythos von Freigeistern und Querdenkern, die in ihrem künstlerischen Wirken völlig aus der damaligen Zeit herauskatapultiert waren.

Damals in Deutschland verrufen, verkannt, diffamiert und verjagt.

Heute — nach 100 Jahren — in Deutschland gefeiert.


Gehen wir 100 Jahre zurück: Nachkriegsdeutschland

Der vom preußischen Kaiserreich begonnene und verlorene erste Weltkrieg war vorbei. Der Großteil der Bevölkerung lebte in Elend und Armut. Die Menschen litten unter Hunger, Kälte und der Inflation im Land. Männer, die lebend aus dem Krieg zurückkehrten, waren entweder verstümmelt oder blind, aber vor allem waren sie kriegstraumatisiert. Arbeit fanden die wenigsten der Versehrten.

So blieb das meiste an den Frauen hängen, die zwar nicht auf den Schlachtfeldern gekämpft hatten,  jedoch nicht weniger traumatisiert waren. Sie gebaren die Kinder, versuchten jeden Tag aufs Neue  Essbares auf den Tisch zu bekommen und schufteten nebenher  tagtäglich in Wäschereien oder Fabriken, die durch die industrielle Revolution zuhauf entstanden waren (1).

In dieser geradezu desaströsen Lebenssituation, im darniederliegenden Land, entwickelte sich eine Art Aufbruchsstimmung. Der Traum von einer besseren Zukunft ließ die Menschen ihr Schicksal ertragen und nicht verzweifeln.

Einer jener Menschen war Walter Gropius. Vor dem Krieg hatte er, Spross einer reichen Architektenfamilie, in Familientradition ein Studium begonnen, es allerdings nie abgeschlossen. Angeblich konnte er nicht zeichnen. Durch familiäre Beziehungen bekam er trotzdem eine Anstellung in einem renommierten Architekturbüro in Berlin. Dann kam der Erste Weltkrieg, den viele Künstler und Intellektuelle sogar begrüßten, weil sie sich Erneuerungen im Sinne Nietzsches erhofften. Gropius diente gewissenhaft als preußischer Offizier und kam desillusioniert mit einer Kriegsverletzung zurück. Aber er war ehrgeizig und er hatte eine Vision (1, 2). 

Die Geburt der damals umstrittensten und modernsten Kunstschule

1919 suchte man in Weimar einen Direktor für die Fusion aus Großherzoglich-Sächsischer Hochschule für bildende Kunst und Kunstgewerbeschule. Walter Gropius wurde vom ehemaligen Direktor Henry van de Velde, einer Ikone des Jugendstils , als sein Nachfolger vorgeschlagen. Am 12. April 1919 wurde Gropius berufen (3).

Künstlerisch beeinflusst war Walter Gropius zum einen von dem in England Ende des achtzehnten Jahrhunderts entstandenen „Arts and Crafts“-Stil. Zum anderen spielte der 1907 gegründete „Deutsche Werkbund“ — die wichtigste Vereinigung von Kunst und Wirtschaft vor dem Ersten Weltkrieg, der Gropius selbst angehörte – eine wichtige Rolle (4).

In Anlehnung an Bauhütten mittelalterlicher Kathedralen als „Sinnbild für ein Gesamtkunstwerk“, wo Handwerk und Kunst verschmolzen — ganz im Sinne „der Einheit einer gemeinsamen Idee“ -, gab Gropius seiner neuen Schule den Namen „Staatliches Bauhaus in Weimar“ (4, 5, 6).

Eine Kathedrale zierte denn auch das Titelbild des Bauhaus-Manifests, als Vorlage diente ein Holzschnitt von Lionel Feininger. Im Manifest propagierte der neue Direktor, ganz der Maxime des neuen Namens folgend, eine Reform künstlerischen Schaffens, in welcher das Handwerk als stabile Basis gesehen wurde. So fußte die Lehre auf einer handwerklichen Ausbildung, aus der ein Handwerkskünstler hervorgeht. Jede Werkstatt hatte sowohl einen kreativen als auch einen technischen Meister. Diese Symbiose aus Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk würde in einer völlig neuartigen Baukunst kulminieren. Interaktiv. Interdisziplinär.

Pathetisch formulierte Gropius: „Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück. Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft, der alles in einer Gestalt sein wird: Architektur und Plastik und Malerei, der aus Millionen Händen der Handwerker einst gen Himmel steigen wird als kristallenes Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens“. Mit diesen Worten hatte Gropius scheinbar schon damals die Skyline von New York vor seinem geistigen Auge (5, 7, 8, 9).

Außerdem, so weiter im Manifest, könne jede unbescholtene Person jeden Alters und Geschlechts am Bauhaus lernen. Es gab im ersten Jahr zahlenmäßig sogar mehr Frauen als Männer. Dabei hat sicher der Krieg eine Rolle gespielt und die Zulassung der Frauen war aus der Not geboren. Die „Lehrlinge“ stammten fast ausschließlich aus der bürgerlichen Oberschicht, weil sie das Schulgeld zahlen konnten. Der Anteil an jüdischen Lehrern und Studenten am Bauhaus war hoch (6, 7).

Wie Walter Gropius gekonnt seine Visionen in die Tat umsetzt
(April 1919 bis Februar 1928)

Man könnte Walter Gropius als einen geschickten PR-Manager bezeichnen: attraktiv, redegewandt, gebildet, taktisch klug, mit Organisations- und Improvisationstalent bei der Lösung meist finanzieller Probleme und gut im Delegieren. Ein Macher. Ein Stratege. Dadurch, dass er Entscheidungen ins Plenum gab und alle mitbestimmen ließ, fühlten sie Mitverantwortung. Ein Gemeinschaftsdenken entstand. Gropius‘ Außendarstellung der Schule durch überregionale Vortragsreisen und Werbung war außerordentlich erfolgreich. Dabei war Gropius weder Künstler noch diplomierter Architekt oder ein Designer, der Entwürfe zeichnen konnte, sondern, im Hinblick auf seine Position als Direktor einer Kunsthochschule, eher ein Hochstapler. Damit vereinte er alle positiven wie negativen Eigenschaften einer erfolgreichen Führungspersönlichkeit in sich. Er legte sowohl Herzblut als auch sein Vermögen in die Entwicklung des Bauhauses und hatte auch ein paar gut situierte Freunde, die ihm aus finanziellen Engpässen halfen. Ohne die Person Walter Gropius hätte das Bauhaus die ersten Jahre niemals überlebt. Diese Schule war die Frucht seiner  Visionen, für deren Umsetzung er alles tat  (15, 16).

An Freunde schrieb er 1919 nach Antritt seiner Stelle selbstbewusst: „Ich habe hier mein Amt angetreten und in zwei Tagen alles durchgesetzt, was ich wollte: Berufung von 4 radikalen Künstlern und Bewilligung meines radikalen Programms durch die Regierung“ (17).

Obwohl seine Visionen über die Schule bis hin zu einer gesamtgesellschaftlichen Veränderung zum damaligen Zeitpunkt radikal neu und absolut utopisch waren und auch an Größenwahn grenzten, machte Gropius damit die ersten Schritte in Richtung einer Allgemeingültigkeit und schärfte im Laufe der Weiterentwicklung den Blick für die Bedürfnisse des praktischen Lebens. Und tatsächlich  sollte er damit eine Kulturreform einläuten. Außerdem wollte Gropius immer eine radikale, allerdings nie eine politische Schule – was  allerdings eine Illusion blieb (18, 19, 20).

Zum Lehrkörper der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für bildende Kunst holte er Lionel Feininger, einen der bekanntesten expressionistischen Maler der Zeit, als Meister für die Druckwerkstatt, den eher konservativ-völkisch-nationalen Berliner Bildhauer Gerhard Marcks als Meister der Keramik-Werkstatt sowie den Schweizer Maler Johannes Itten und den deutschen expressionistischen Maler Georg Muche ans neue Bauhaus.

1921 kamen dann noch der Schweizer Maler Paul Klee und der Stuttgarter Maler und Bildhauer Oskar Schlemmer als Leiter der Bühnenwerkstatt dazu. 1922 wird der russische Maler und Bildhauer Wassily Kandinsky — er war damals der bedeutendste abstrakte Maler überhaupt — als Meister der Werkstatt für Wandmalerei berufen (20, 21).

Damit führte der Stratege Gropius die Crème de la Crème zeitgenössischer Künstler am Bauhaus zusammen. Geballte chaotisch-expressive Kreativität. Geradezu ehrfurchterregend, all diese Koryphäen an einem einzigen Ort vereint. So unterschiedlich als Personen wie gegensätzlich in ihren Ansätzen. Einige davon waren in der Öffentlichkeit sehr umstritten. „Wir dürfen nicht mit dem Mittelmäßigen beginnen, sondern wir haben die Pflicht, starke, in der Welt bekannte Persönlichkeiten heranzuziehen, auch wenn wir sie innerlich noch nicht verstehen“ (20, 22).


Konflikte zwischen Althergebrachtem und revolutionär Neuem

Dass Konflikte zwischen Althergebrachtem und revolutionär Neuem, sowohl innerhalb der Schule zwischen den klassischen  und radikalen  Meistern, als auch im Außen vorprogrammiert waren, lag auf der Hand. Von Anfang an war das Bauhaus Anfeindungen seitens des alteingesessenen rechtskonservativen Bürgertums von Weimar ausgesetzt. Da es sich um eine landeseigene Schule handelte, die abhängig von den staatlichen Geldern war, kam das Bauhaus regelmäßig in arge Existenznot (23).

Die Angriffe von außen führten im Gegenzug zu einer immer stärker werdenden internen Solidarität unter Lehrern und Schülern. Die „Lehrlinge“ lebten und arbeiteten auf dem Campus. Diese Form der Lebensgemeinschaft à la Künstlerkommune, resultierte in einem starken „Wir-Bewusstsein“. Dieses Bewusstsein förderte trotz Armut und Hunger, worunter damals alle litten, zweifelsohne einen außerordentlich kreativen Geist. Es gab verständlicherweise auch viele Schwangerschaften und Abtreibungen, denn ein Kind bedeutete das Ende der Ausbildung für eine Frau. Allerdings wäre das Bauhaus ohne die Präsenz der Frauen nie zu dem geworden, was es war (23, 24).

Das Manifest von Gropius erklärte Vorträge, Theater, Musik- und Kostümfeste zum integralen Bestandteil des Bauhauses.  Es sind die Anfänge der sogenannten „wilden Zwanziger Jahre, in denen wir uns gerade bewegen. Dem kreativen Potential waren keine Grenzen gesetzt und legendäre Veranstaltungen wie das Drachenfest, das Sonnenwendfest oder das Laternenfest schlugen hohe Wellen und immer auch einen Bogen zur regionalen Bevölkerung, die das Bauhaus meist mit missbilligendem Kopfschütteln kommentierte (25, 26).


Die Situation der Frauen am Bauhaus

Zur Erinnerung: Am 19. Januar 1919, vier Monate vor der Gründung des Bauhauses, erlangten die Frauen in Deutschland das Wahlrecht.

Die Situation der Geschlechter am Bauhaus klingt zunächst revolutionär, wie ein emanzipatorischer Sprung nach vorne. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. So weit ging es mit der Gleichberechtigung dann doch nicht. Die Ausbildung in Malerei, Architektur und Bildhauerei war ausschließlich dem „starken“ Geschlecht vorbehalten. Nach außen stellte sich das Bauhaus auch gerne als elitärer Männerclub dar. Man wollte schließlich ernst genommen werden (10).

Nach dem dreijährigen Vorkurs für alle strandeten die Frauen, mit wenigen Ausnahmen, von denen wir später noch hören werden, in der Frauenklasse am Webstuhl. Persönliche Neigungen und Talente wurden nicht berücksichtigt. „Frauen, die am Bauhaus studierten, galten keineswegs als gleichberechtigt, oft wurden sie als „Webmädchen“  belächelt, und es entsprach der offiziellen Linie, sie von den technischen Klassen fernzuhalten; sie sollten lieber töpfern oder irgendwelche Textilien gestalten“ (11).

Immerhin übernimmt Gunta Stölzl, selbst ehemalige Bauhausschülerin, 1925 viele organisatorische und inhaltliche Arbeiten in der Weberei und 1927 sogar als erste weibliche Jungmeisterin die Leitung der Weberei (10, 12, 13). Oskar Schlemmer dichtete: „Wo Wolle ist, ist auch ein Weib, das webt, und sei es nur zum Zeitvertreib“ (14).

Zusätzlich  beackerten die Studentinnen den schuleigenen Gemüsegarten und leiteten die Mensa. Die Weberei war die einzige Werkstätte am Bauhaus, die damals tatsächlich Einkommen für die Schule generierte. Die Situation der Frauen am Bauhaus spiegelt also genau das allgemeine Frauenbild und deren Leben im zwanzigsten Jahrhundert wieder. Tragische Realität: Die meisten Studentinnen, die die Lehre absolvierten und ihre künstlerischen Begabungen klar unter Beweis gestellt hatten, endeten später, wenn sie nicht geheiratet und Hausfrau wurden, verarmt als gescheiterte Existenzen, während viele ihrer männlichen Kollegen berühmt wurden (10, 11, 12).

Johannes Itten und sein Vorkurs

Der Schweizer Maler, Kunsttheoretiker und Pädagoge Johannes Itten war während der ersten Phase des Bauhauses eine herausragende Figur.

Er begann seinen Unterricht mit Bewegungs- und Atemübungen. Durch die Methoden der Reformpädagogik beeinflusst, hat Itten den Vorkurs“ am Bauhaus entwickelt. Als erster Schritt wurde bei den Schülern das Gefühl für Material und Darstellungsmöglichkeiten geschärft. Auch alte Meister wurden studiert. Sich bewegende Akte gezeichnet. Die Formlehre aus den Grundformen Dreieck, Kreis, Quadrat  und die Farblehre aus den Primärfarben Rot, Gelb und Blau war und blieb von großer Bedeutung für das Bauhaus. Itten legte großen Wert auf Intuition. Ein Schüler sollte seinen eigenen Rhythmus finden und so eine harmonisch-kreative Persönlichkeit entwickeln. Nach diesem Kurs wurde dann die Spreu vom Weizen getrennt (27, 28, 29, 30).

Durch Johannes Itten und Georg Muche gewann die mystisch-esoterische Mazdaznan“-Sekte mit strikt vegetarischer Ernährung, regelmäßigem Fasten, der Atem- und Sexuallehre, zunehmend Einfluss auf die Studenten. „Er sprach viel über die Vollkommenheit der „weißen Rasse“ und sah im Bauhaus ein „Haus des weißen Mannes“. Viele Studenten fühlten sich davon tief berührt, erfüllt vom Geist der Überlegenheit, dem Geist ihrer Hochschule“. Die Sekte wurde zu einem Kultzirkel innerhalb des Bauhauses und Itten dadurch entweder ehrfürchtig verehrt oder verachtet.
Obwohl der Schweizer weltoffen schien, war seine Einstellung zu Frauen geradezu rückständig. Nach seiner Auffassung sollten sie lieber in der Fläche arbeiten, da sie ja nur zweidimensional denken könnten (31, 32).

Während Walter Gropius von Anfang an die Zusammenarbeit nach außen sucht, um durch Aufträge die Schule am Laufen zu halten, wollte Johannes Itten von Anfang an mit dieser Schule den vollkommenen Gegensatz zur Außenwelt verwirklichen. Dieser Konflikt war nicht aus der Welt zu schaffen. Im März 1923 verlässt Johannes Itten das Bauhaus und geht zurück in die Schweiz, nach Herrliberg, dem Zentrum der Mazdaznan-Sekte (33) .


László Moholy-Nagy – aber wer war die Frau dahinter?

Die Wahl von Gropius als Nachfolger von Johannes Itten fiel auf den ungarischen Konstruktivisten László Moholy-Nagy, da dieser hinter seinen neuen lebensreformerischen Ideen stand. Unter ihm wurde der Vorkurs  reformiert.

Lucia Moholy kommt als  Ehefrau mit ans Bauhaus. Sie hatte bereits eine Ausbildung als Fotografin angefangen und brachte ihrem Mann das Handwerk bei, der dann später die Fotografiekurse am Bauhaus leitete. Lucia unterstützte als gute Ehefrau ihren Mann bei allen Projekten im Hintergrund. Ihr Name tauchte nie auf.  Symptomatisch für die Frauen am Bauhaus wurde sie weder als Künstlerin anerkannt, noch je dafür bezahlt. Von 1924 bis 1928 machte sie viele Fotos von Bauhaus-Produkten und -Gebäuden. Vor allem ihre Schnappschüsse vom Leben am Bauhaus sorgten für seine Außendarstellung und machten es letztendlich berühmt-berüchtigt. Walter Gropius soll ihre Negative mit nach Amerika genommen und unter anderem damit sein Vermächtnis aufgebaut haben, die anderen Künstler und sie hat er dabei vergessen (34, 35).

Die erste Bauhaus-Ausstellung 1923 als Promotion-Event

Auf  Drängen der sozialdemokratischen Regierung findet im Herbst 1923 die erste Ausstellung mit Arbeiten von Meistern wie Schülern in Weimar statt. Das „Triadische Ballett“ von Oskar Schlemmer schreibt Tanzgeschichte. Das Manifest „Staatliches Bauhaus in Weimar 1919- 1923“ wird herausgegeben. Das Musterbauprojekt „Haus am Horn“  nach einem Entwurf von Georg Muche, an dem alle Werkstätten beteiligt waren, findet landesweit Beachtung. Es war das erste  moderne Wohnhaus in Deutschland. Heute ein normaler Bungalow, damals eher überirdisch.

Das Haus war um einen zentralen Raum herum konzipiert. Es gab keinen langen Flur. Vom Schlafzimmer aus war das Bad leicht zu erreichen, während es in den meisten Häusern dieser Zeit noch draußen auf dem Hof in einem Holzverschlag lag. Auch die Küche, die erste moderne Küche überhaupt, und das Esszimmer lagen beieinander. Die Einrichtung des Kinderzimmers mit den berühmten Holzstapelkisten, welche die Phantasie der Kinder anregen sollten, geht auf Alma Sithof-Buscher zurück. Sie entwarf auch das „Kleine Schiffbauspiel“, bestehend aus verschieden geformten, bunt angemalten Holzbauklötzchen, das bis heute produziert wird. Aber die Männerriege unterstützte sie nicht. Ende einer weiteren tragischen Frauengestalt am Bauhaus. (36, 37, 38, 39, 14).

Das erste Konzept des Bauhauses, „Kunst und Handwerk“, bei dem der Mensch und sein kreativer Ausdruck noch im Vordergrund standen — von Johannes Itten vorangetrieben — wird jetzt radikal über Bord geworfen. Gropius stellt das neue, aber eigentlich von der durch Piet Mondrian und Theo van Doesburg  1917 gegründeten holländischen Künstlergruppe „De Stijl“ entwickelte Konzept „Kunst und Technik“ als neue Einheit vor. Theo van Doesburg hielt 1921/22 eine Gastvorlesung am Bauhaus, die diese Entwicklung sicherlich beeinflusst hat.
Die Industrie rückt ab jetzt mehr und mehr in den Vordergrund. Der Fokus liegt auf Funktionalität à la „Form follows Function“ und damit der industriellen Fertigung von Massenprodukten.

„Ein ästhetischer Fundamentalismus, der die Künstler und ihren Eigensinn bald an den Rand drängte. Das Schöngeistige, gar die Freiheit der Kunst, galten als bourgeois und überholt“.

Damit hatte sich bis dahin kaum jemand beschäftigt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Begriff Produktdesign geprägt. Gestaltet wurde nach einfachen geometrischen Formen. Weltbekannte Prototypen und Designikonen werden von den Studenten erschaffen, so etwa die Stahlrohrsessel von Marcel Breuer, die Wagenfeld-Lampe oder das Teeextrakt-Kännchen von Marianne Brandt (41, 42, 43, 44, 45).

Moholy-Nagy, Leiter der Metallwerkstatt, erkennt schnell ihr Talent und lässt sie in dieser Männerdomäne studieren, in der sie sehr erfolgreich arbeitet und entwirft. Das Tee-Extrakt-Kännchen, zusammengesetzt aus den Grundformen Kreis, Dreieck und Quadrat, zählt ebenfalls zu den Ikonen. Es ging allerdings nie in Serie. Sie entwirft auch die Lampen für die Meisterhäuser in Dessau und schafft es tatsächlich, sich einen Namen zu machen. Eigentlich eine Schlüsselfigur. Aber auch sie, wie die anderen Frauen am Bauhaus, zu bescheiden und zurückhaltend. Und damit noch eine tragische weibliche Ikone (46, 47, 48).


Das neue Bauhaus in Dessau

1924 wird die sozialdemokratische Regierung Thüringens, die dem Bauhaus immer sehr wohlwollend gegenüberstand, abgewählt. Gegen Walter Gropius wurde von den rechtskonservativen Parteien sofort eine Kündigung ausgesprochen und die Haushaltmittel wurden um 50 Prozent gekürzt. Dies verwehrte jede längerfristige Planung. Aufgrund der andauernden Schikanen aus einer das Bauhaus umgebenden völkisch reaktionären Geisteshaltung heraus  drehte der Meisterrat den Spieß herum und erklärte in einer Presseerklärung am 26. Dezember seinen Vertrag mit der Thüringischen Regierung als aufgelöst (49).

Am 1. April 1925 beginnt der Unterricht am neuen „Bauhaus“ in Dessau. In der zu diesem Zeitpunkt  noch sozialdemokratisch regierten Stadt — der Stadt des Maschinenbaus — wurde das Bauhaus zu einer städtischen Institution. Aufgrund der umliegenden Industrie wuchs Dessau rasant und Wohnraum fehlte überall. So bekam das Bauhaus den Auftrag für eine Mustersiedlung in Dessau-Törten. Die erste moderne soziale Wohnsiedlung. Gropius erklärte sofort „die zeitgemäße Entwicklung der Behausung vom einfachen Hausgerät bis zum fertigen Wohnhaus“ als zentrale Aufgabe des Bauhauses (49, 50).

1926 erkennt Sachsen-Anhalt das Bauhaus als „Hochschule für Gestaltung“ an, eine Aufwertung, die Gropius immer angestrebt hatte. Eine Hochschule. Eine Akademie. Die Lehrlinge wurden zu Studenten, die Meister zu Professoren und der Abschluss war ein Diplom. Durch das neue Lehrgebäude — einer der folgenreichsten Bauten des zwanzigsten Jahrhunderts, seit 1996 Weltkulturerbe und die „Meisterhäuser“, heute alles Ikonen der modernen Architektur, wird das Bauhaus international bekannt.

Die Künstlerkolonie wurde bewohnt von den Megastars der Avantgarde. Heute erscheinen die Gebäude dem Betrachter eher unscheinbar, normal und nüchtern. Warum? Weil die Architektur des letzten Jahrhunderts genau ihrem Modell folgte. Damals, vor hundert Jahren, waren diese Gebäude sensationell, revolutionär, futuristisch und damit der Startschuss in die Moderne (51, 52).

Die breite Öffentlichkeit war allerdings entsetzt von den sterilen, schmucklosen Bauten und fand sie schmucklos, wie maschinell gefertigt. Vor allem das Flachdach stieß auf Ablehnung. Dies wird auch später bei anderen Bauprojekten so bleiben. Der Zeitgeist war  völlig überfordert,  Welten prallten aufeinander.

„Die Bauhäusler wollten mit überkommenen, historischen Stilen brechen und forderten Dinge wie die rationale Herleitung der Form allein aus ihren funktionalen Notwendigkeiten oder die Abkehr vom aufgesetzten Ornament. Dies rechtfertigten sie mit dem Heraufziehen einer neuen Zeit, die in modernen Formen der Architektur eine angemessene Entsprechung finden müsse. So versuchte das Bauhaus seine gestalterischen Ideen nicht zuletzt aus technischen Möglichkeiten der arbeitsteiligen Industriegesellschaft zu entwickeln – Verwendung zeitgemäßer Materialien und Herstellungstechniken, Massenproduktion, bezahlbares Design und bezahlbarer Wohnraum für jedermann waren die Ziele“ (53).

1925 wird die „Bauhaus GmbH“ gegründet und der industriellen Massenproduktion nach Bauhaus-Prototypen steht nun nichts mehr im Wege. Es sollte quasi vom Staat finanziell unabhängig werden. Damit wäre eines der großen Ziele von Walter Gropius   erreicht worden. Diese Eigenständigkeit  blieb allerdings eine Illusion. Das Bauhaus hatte sich zwar sichtbar weiterentwickelt und viele der Ideen waren wegweisend. Obwohl es nie im Sinne Gropius lag, entstand damals so etwas wie ein „Bauhausstil“. Gropius gründete den „Kreis der Freunde des Bauhauses“ aus namhaften Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Albert Einstein, die das Bauhaus finanziell unterstützten. Trotzdem fehlte es durchgängig an Kapital, an unternehmerischem Geist – und die Werkstätten waren nicht dementsprechend ausgestattet. So war und blieb die wirtschaftliche Situation der Schule ein Balanceakt (54, 55).


Hannes Meyer, der unbekannte zweite Direktor des Bauhauses
(April 1927 bis August 1930)

1927 holt Walter Gropius Hannes Meyer für den Ausbau der Architekturabteilung ans Bauhaus, die Metall, Textil, Wandmalerei und Tischlerei zusammengefasste. Eine Druckabteilung mit Bühne und Fotographie wird „Reklame“ genannt. Eine echte Marketingabteilung, die eine vierteljährliche Bauhauszeitschrift herausbringt. Die Malklassen von Klee und Kandinsky verblassen (55).

1928, als das Bauhaus auf dem Höhepunkt seines internationalen Ansehens steht, trat Walter Gropius als Direktor zurück. Er gab an, er wolle sich mehr dem Bauen widmen und als Architekt arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits konkrete Angebote – so die allgemeine Darstellung. Sicherlich gab es auch vielerlei private und persönliche Gründe, warum Gropius die Entscheidung traf, das Bauhaus zu verlassen. Die schwierige Umsetzung der sozialen Wohnbausiedlung in Dessau-Törten soll ein Grund gewesen sein. Vielleicht hatte es ihm auch einfach gereicht (55).

Hannes Meyer, bekennender Kommunist, aus einer Baseler Architektenfamilie stammend und aus der Schweizer Genossenschaftsbewegung kommend, wird auf Anraten von Gropius, der seine fachlichen Fähigkeiten schätzte, ihn persönlich aber nie mochte, neuer Direktor.
Für Meyer war von Anfang an problematisch, dass er keine Bauaufträge bekam, weil jetzt alles vom Privatbüro von Gropius gebaut wurde.

Er hatte bei den Studenten mit seinem Ansatz, zuerst soziale Zusammenhänge zu erkennen und dann erst Projekte zu entwickeln, was dem Genossenschaftsgedanken entsprach, viel Einfluss. Es ging um Standardisierung, Kooperation und einem harmonischen Ausgleich zwischen Einzelperson und Gesellschaft. „Bauen ist kein ästhetischer Prozess. Bauen ist nur Organisation: soziale, technische, ökonomische, psychische Organisation“ (55, 56, 57).

Meyer beginnt umgehend mit einer Reform des Bauhauses und verändert die laut ihm theatralische Reklameabteilung, die man sich finanziell überhaupt nicht leisten könne. Die Grundausbildung wurde ausgeweitet und neu strukturiert. Industrieprodukte vom Bauhaus sollten keine Luxuswaren mehr darstellen, sondern Gebrauchsgegenstände für jedermann sein. Unter Meyer wurde die Befriedigung der Grundbedürfnisse dem künstlerisch-kreativen Anspruch klar vorgelagert. Das Bauhaus arbeitete ab jetzt für den Volksbedarf. So fertigten sie zum Beispiel günstige klappbare Sperrholzmöbel. In der Weberei wurden Spannstoffe und blickdichte Vorhangstoffe entwickelt. Eine wichtige Entwicklung dieser Zeit war die Bauhaustapete, das wirtschaftlich erfolgreichste Produkt der gesamten Bauhaus-Ära.

Meyer treibt den sozialen Wohnungsbau, der in der Weimarer Republik ein wichtiges Element der Sozialpolitik war, weiter voran. Zusammen mit Studenten baut er die Laubenganghäuser in Dessau. Unter ihm läuft die Wanderausstellung „10 Jahre Bauhaus“, die großen Erfolg hat. Die Bühne wurde vom sowjetischen politischen Theater beeinflusst und Oskar Schlemmer verlässt das Bauhaus. Auch Paul Klee geht und in Albers und Kandinsky findet Meyer auch keine Fürsprecher.

Da die Politisierung und Radikalisierung der kommunistischen Studenten am Bauhaus stetig wächst, wird Meyer nahegelegt, sich von seinem Posten zurückziehen. Mehrere Wochen protestierten die Studenten gegen seine Entlassung. Sein Nachfolger stand jedoch bereits fest. Meyer geht nach Moskau, um mit am Sozialismus zu bauen. Aufgrund seines politischen Engagements verschwindet er aus der Geschichtsschreibung (55, 57, 58).

Zeitgeschichtlich gab es damals zwei extrem wichtige Ereignisse: die Weltwirtschaftkrise von 1929 und den Sieg der Nationalsozialisten bei den Reichstagswahlen im September 1930.


Mies van der Rohe, dritter und letzter Direktor des Bauhauses

Der bereits durch die Planung der Weißenhofsiedlung in Stuttgart und den Barcelona-Pavillon als Beitrag des Deutschen Reiches für die Weltausstellung des Jahres 1929 weltbekannte Stararchitekt Ludwig Mies van der Rohe wird dritter Direktor des Bauhauses. Unter ihm gewinnen kreativ-ästhetische Gesichtspunkte wieder an Bedeutung. Er befreit die Architektur von ihrer Zweckaufgabe und wechselt zum Bau als Kunstwerk. Die Leitlinie ist Klarheit in der Formgebung unter Verwendung von  Stahl, Glas und Beton. Nochmal zur Erinnerung: Wir befinden uns am Ende der zwanziger Jahre. Und hier geht es gerade um die Grundidee des klassischen Wolkenkratzers, der unwillkürlich vor dem inneren Auge emporwächst (58, 59).

Bei seiner Amtsübername rebellierten die Studenten gegen Mies van der Rohe. Also legte er einen autoritären Führungsstil an den Tag und enge Mitarbeiter von Meyer wurden ohne Angabe von Gründen sofort entlassen. Eine neue Satzung trat in Kraft und am Bauhaus war es vorbei mit der demokratischen Mitbestimmung. Mies van der Rohe hatte die Entscheidungshoheit. Das Studium wurde verkürzt. Der Vorkurs war nicht mehr obligatorisch. Die Werkstätten wurden abgeschafft. Das Bauhaus wurde in eine reine Architektenschule umgewandelt (60).

Obwohl Mies van der Rohe alles versuchte, die Schule nach Meyer zu endpolitisieren und seine Sympathisanten radikal zu entfernen, war das Schicksal des Bauhauses im Grunde  besiegelt. Im November 1931 wird die NSDAP stärkste Partei Deutschlands. Die Nazis fordern umgehend die Schließung und den Abriss der Bauhaus-Gebäude. Sie diffamieren das Bauhaus als bolschewistisch, als eine jüdisch-marxistische Kaderschmiede mit einer Weltanschauung, die den Nazis zutiefst zuwider war, der Stil galt als „entartete Kunst“ (61, 62, 63).

Mies van der Rohe führt die Schule noch ein weiteres Jahr als Privatinstitut in Berlin weiter, bis es zu Beginn des Sommersemesters 1933 von der Gestapo versiegelt wird.  Am 20. Juli treffen die verbliebenen Lehrkräfte die endgültige Entscheidung, das Bauhaus aufzulösen (64, 65, 66).


Eine Idee emigriert in die Welt und wird groß

Die Künstler und Architekten des Bauhauses ließen sich nicht davon abhalten, ihre idealistischen Konzepte im Exil weiter zu verbreiten.

Walter Gropius, der erste Direktor, geht 1934 nach Großbritannien, um von dort 1937 in die USA zu emigrieren. Er wird Professor an der renommierten Harvard-Universität und dort nebenbei weltberühmt. Auch Ludwig Mies van der Rohe, dritter Direktor des Bauhauses und bereits bekannt, geht ebenfalls 1937 in die USA und wird Direktor der Architektur-Abteilung des Armour Institutes in Chicago. In  Amerika werden die beiden Architekten, die sich schon lange vor dem Bauhaus aus dem Architektenbüro von Behrens kannten, zu erbitterten Konkurrenten, zu Rivalen und liefern sich Machtkämpfe um den größten Phallus in einer nordamerikanischen Skyline, die sie damit maßgeblich formen und – auf diese Weise lassen sie die Idee des Bauhauses in die Welt emporwachsen. Zwischen beiden entsteht ein biblischer Bruderkampf, der nie mehr enden soll. Beide sterben 1969 im Abstand von nur 6 Wochen (67, 68, 69).

Marcel Breuer, ungarisch-jüdischer Abstammung, begann als Lehrling in der Möbelwerkstatt des Bauhauses zu Zeiten von Gropius und entwarf bereits damals stilvolle Holzmöbel. In Dessau leitete er als Jungmeister von 1925 bis 1928 die Möbelwerkstatt. Dort widmete er sich vermehrt der industriellen Produktion. Er experimentierte mit Materialien wie Stahlrohr und Aluminium und schuf einzigartige Designklassiker. 1933 ging er auf Grund seiner jüdischen Herkunft zunächst nach Ungarn, folgte Gropius nach London und in die USA, wo er mit ihm die Architekturfakultät von Harvard aufbaut. Sie bleiben beruflich wie privat eng verbunden (70, 71).

Es gab auch Bauhausschüler, die in Deutschland blieben und dort Karriere machten. Ernst Neufert wurde als Reichsbeauftragter für Baunormung enger Mitarbeiter von Albert Speer. Fritz Ertl war stellvertretender Leiter der SS-Zentralbauleitung in Auschwitz und entwickelte die serielle Produktion der Baracken, in denen viele seiner früheren Kommilitonen endeten (72).

Viele jüdische Architekten flüchteten nach Palästina und waren maßgeblich an der Gestaltung der „Weißen Stadt“ in Tel Aviv beteiligt, seit 2003 Weltkulturerbe, die größte Ansammlung von Gebäuden im Bauhausstil (72, 73).


Exkurs: Anni und Josef Albers

Anni Fleischmann entstammte mütterlicherseits der Ullstein- Verlegerfamilie, väterlicherseits on den Betreibern einer Möbelmanufaktur. Sie wollte 1922 Malerin werden, landete aber wie alle Frauen am Webstuhl. Sie wurde eine der innovativsten Textilkünstlerinnen ihrer Zeit und etablierte das Weben als Kunstform. Ihre Wandteppiche zierten Wände als, seien es abstrakte Gemälde. Nach dem Abschluss wurde sie als Lehrerin eingestellt (74, 75).

Sie soll einmal gesagt haben, sie stelle sich nicht zwischen das Werk und den Kosmos und wolle sich nicht selbst nur dadurch erhöhen, weil sie es geschaffen habe. Wieder einmal stellt sich eine Frau freiwillig in die zweite Reihe. Die Frauen am Bauhaus inszenieren sich nicht wie Männer. Die Kunstwerke wurden von ihnen nicht signiert, damit waren sie als  Schöpferinnen ausradiert.

So ging auch Anni nur als „die Frau von“ in die Geschichte ein, während ihr Mann berühmt wurde. 1949 war sie trotz allem die erste Textilkünstlerin, der das New Yorker Museum of Modern Art — im Bauhausstil erbaut — eine Einzelausstellung widmete. Danach verschwand sie wieder hinter ihrem Mann (76, 77).

Josef Albers, Volksschullehrer, war ab 1920 als Lehrling am Bauhaus, um Maler zu werden. Aufgrund seines künstlerisch-kreativen Talentes wird er von Gropius schon vor der Gesellenprüfung zum Jungmeister berufen. Nach dem Weggang von Johannes Itten wird er zusammen mit László Moholy-Nagy Leiter des Vorkurses und entwickelt eine neue Kunstpädagogik, seine sogenannte Sehschule.  Als Moholy-Nagy geht, wird er Professor. 1925 heiraten Anni und Josef und bleiben bis dem Bauhaus bis zu seiner Schließung treu. Sie fliehen 1933 in die USA. Er wird Lehrer am 1937 gegründeten „Black Mountain College“ in den nordamerikanischen Wäldern von North Carolina.  Man könnte es als Nachfolgeinstitut des Bauhauses bezeichnen. Dort entwickelt Albers „Das Neue Sehen“ und „Augen öffnen“ weiter. Weltbekannte Künstler wie Robert Rauschenberg gehen dort bei ihm in die berühmt-berüchtigte Lehre (78, 79, 80, 81).


Von der Idee des modernen Bauens zum Sozialbau

Die Idee des modernen sozialen Bauens entstand am Bauhaus, um Menschen, die wegen seiner Stellung als Industriestandort nach Dessau gekommen waren, sowohl Raum als auch Komfort zu bieten. Alles immer nach der Maxime des Bauhauses, eine bessere Welt zu schaffen.
Die Umsetzung des sozialen Wohnungsbaus, lange nach Bestehen des Bauhauses, endete später allzu oft in anonymen grauen Betonburgen und sogenannten Satellitenstädten und hat die ursprüngliche Idee von einer modernen sozialen Architektur à la Bauhaus stark belastet (82, 83).

Ein markantes Beispiel ist die Gropiusstadt in Berlin. Sie wurde  tatsächlich von Walter Gropius‘ Büro geplant und von 1962 bis 1975 umgesetzt. Auf Grund politischer und wirtschaftlicher Zwänge das Projekt um 4500 Wohnungen größer angelegt werden als ursprünglich geplant. Während das Büro von Walter Gropius eine moderate Höhe der einzelnen Gebäude vorgesehen hatte, entstanden Wohnsilos mit dreißig Stockwerken. Dadurch, dass es sich beim Großteil davon um Sozialwohnungen handelte, entstand ein  sozialer Brennpunkt in Berlin. Damit ist Walter Gropius zweimal am sozialen Wohnungsbau gescheitert, wobei die Schuld weder bei ihm noch bei Bauhaus liegt (84).

Es gibt aber auch gelungene Beispiele, wie die Weißenhofsiedlung in Stuttgart — von Ludwig Mies van der Rohe geplant — wo der holistische Gedanke der Bauhausidee beispielhaft umgesetzt wurde (84, 85).


Was ist von den Zielen und der Sehnsucht nach einer besseren Welt geblieben

Der auf der einen Seite romantisch verklärte und auf der anderen Seite neue und  lebensreformerische Kernansatz der ersten Bauhäusler war, eine Symbiose aus Kunst, Leben, Technik, Handwerk und Architektur zu erschaffen. Der Architekt Albert Speer erklärte, dass dieser Ansatz die innere Zerrissenheit zwischen Vergangenheit und Moderne spiegelt.

„Der typische Bauhäusler stand mit den Beinen in der Gotik und arbeitete mit den Händen am Industriezeitalter, während sein Kopf von romantischen Ideen bewegt war. So scheint das Bauhaus zunächst in Weimar, dann in Dessau auch genau richtig verortet. In der kleinstädtischen Idylle, in der Abgeschiedenheit der Provinz konnten sich die romantischen Ideale einer verschworenen Gemeinschaft von Meistern und Schülern mit einem radikal neuen Gestaltungsansatz in besonderer Weise entfalten. Das Bauhaus wollte keinen Stil, keine neue Mode prägen, sondern die Dinge, vom Haus über den Stuhl bis hin zur Teekanne, nach ihrer künstlerisch-handwerklichen Eigenlogik gestalten und die Form aus der Funktion sowie der Anwendung zeitgemäßer Herstellungsprozesse ableiten” (84).

Man wollte die Menschen mittels Gestalt und Form glücklich machen und auf diesem Weg eine ganze Gesellschaft reformieren. Massenproduktion sollte modernen, praktischen und günstigen Wohnraum für alle generieren, innen wie außen.

Dass nun gerade der soziale Wohnungsbau, dessen Umsetzung damals zum ersten Mal auf der politischen Agenda stand, bis heute keine glücklichen Menschen hervorgebracht hat, ändert absolut nichts an der Tatsache, dass die Visionen und Ideen der damaligen Bauhauskünstler zukunftsweisend für die moderne Entwicklung eines ganzen Jahrhunderts waren und wirklich die Gesellschaft reformiert und letztendlich zur modernen Industriegesellschaft geführt haben.

Die Bauhäusler, allen voran Walter Gropius, waren ihrer Zeit weit voraus und haben „das kristalline Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens“, aus dem Bauhausmanifest geschaffen.

Zwar nicht unmittelbar in den wenigen Jahren ihres Bestehens, aber langfristig und nachhaltig.

© 2019 Ine Stolz / Erstveröffentlichung in „Der Wahlberliner“

Literaturhinweise:

(1) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(2) 100-jahre-bauhaus-entzauberung-des-mythos-walter-gropius.691.de.html?dram:article_id=437602
(3) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(4) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(5) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(6) https://www.zeit.de/2019/04/bauhaus-architektur-100-jahre-modernismus-mythos-revolution
(7) http://www.dnk.de/_uploads/media/186_1919_Bauhaus.pdf
(8) https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-walter-gropius-gruendete-das-bauhaus-in.871.de.html?dram:article_id=445097
(9) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(10) https://www.dw.com/de/pionierin-des-bauhaus-anni-albers/a-44045317
(11) https://www.zeit.de/2019/04/bauhaus-architektur-100-jahre-modernismus-mythos-revolution/seite-2
(12) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(13) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(14) https://www.dw.com/de/vergessen-und-verkannt-frauen-am-bauhaus/a-48300651
(15) https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-bauhaus-entzauberung-des-mythos-walter-gropius.691.de.html?dram:article_id=437602
(16) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(17) https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-walter-gropius-gruendete-das-bauhaus-in.871.de.html?dram:article_id=445097
(18) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(19) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(20) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(21) https://www.dw.com/de/geniale-k%C3%B6pfe-bauhaus-ideen-werden-zu-design-ikonen/a-44544474
(22) https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-walter-gropius-gruendete-das-bauhaus-in.871.de.html?dram:article_id=445097
(23) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(24) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(25) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/46_leben_am_bauhaus/
(26) https://www.dw.com/overlay/media/de/design-aus-deutschland-10-fakten-zum-bauhaus-die-sie-wissen-sollten/41298612/44442871
(27) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(28) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(29) https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus
(30) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(31) https://www.zeit.de/2019/04/bauhaus-architektur-100-jahre-modernismus-mythos-revolution
(32) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(33) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(34) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(35) https://quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/text-idx?cc=mqr;c=mqr;c=mqrarchive;idno=act2080.0055.102;g=mqrg;rgn=main;view=text;xc=1
(36) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(37) https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus
(38) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(39) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(40) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(41) https://www.dw.com/overlay/media/de/design-aus-deutschland-10-fakten-zum-bauhaus-die-sie-wissen-sollten/41298612/44442871
(42) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(43) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(44) https://www.zeit.de/2019/04/bauhaus-architektur-100-jahre-modernismus-mythos-revolution/seite-2
(45) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(46) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(47) https://www.tagesspiegel.de/kultur/100-jahre-bauhaus-in-berlin-die-schoene-im-stahlrohrsessel/24980874.html
(48) https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus
(49) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(50) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(51) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(52) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(53) https://www.welt.de/dossiers/bauhaus2009/article4148116/Modell-Bauhaus-Werkstatt-der-Moderne.html
(54) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(55) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(56) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(57) https://taz.de/Ex-Bauhaus-Leiter-ueber-das-Jubilaeum/!5563178/
(58) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(59) https://www.welt.de/kultur/article13948285/Weniger-ist-mehr-Ludwig-Mies-van-der-Rohe.html
(60) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(61) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/bauhausfrauen-104.html
(62) https://www.dw.com/de/jubil%C3%A4um-das-bauhaus-feiert-2019-seinen-100-geburtstag/a-44442871
(63) https://www.dw.com/overlay/media/de/design-aus-deutschland-10-fakten-zum-bauhaus-die-sie-wissen-sollten/41298612/44442871
(64) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(65) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(66) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/610_programm/
(67) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/48_1919_1933/
(68) https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-walter-gropius-gruendete-das-bauhaus-in.871.de.html?dram:article_id=445097
(69) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(70) https://www.welt.de/kultur/article13813571/Marcel-Breuer-machte-aus-Stahlrohr-Tische-und-Stuehle.html
(71) https://www.bauhaus.de/de/das_bauhaus/81_nach_1933/
(72) https://www.zeit.de/2019/04/bauhaus-architektur-100-jahre-modernismus-mythos-revolution/seite-4
(73) https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus
(74) https://www.dw.com/de/pionierin-des-bauhaus-anni-albers/a-44045317
(75) https://www.dw.com/de/anni-albers-der-gewebte-faden-als-universelle-sprache/g-44076635
(76) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html
(77) https://www.dw.com/de/pionierin-des-bauhaus-anni-albers/a-44045317
(78) https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-walter-gropius-gruendete-das-bauhaus-in.871.de.html?dram:article_id=445097
(79) https://www.dw.com/de/geniale-k%C3%B6pfe-bauhaus-ideen-werden-zu-design-ikonen/a-44544474
(80) https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/die-bauhaus-revolution-100.html
(81) Magdalena Droste, Peter Hahn 2010: Bauhaus 1919-1933, 256 S., Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung, Klingenhöferstr. 14, 10785 Berlin
(82) https://www.welt.de/dossiers/bauhaus2009/article4148827/Wer-war-Walter-Gropius.html
(83) https://www.dw.com/de/jubil%C3%A4um-das-bauhaus-feiert-2019-seinen-100-geburtstag/a-44442871
(84) https://www.welt.de/dossiers/bauhaus2009/article4148116/Modell-Bauhaus-Werkstatt-der-Moderne.html
(85) https://www.planet-wissen.de/kultur/architektur/bauhaus/index.html

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