Querschläger – Tatort 1111 #Crimetime Vorschau #Tatort #Bundespolizei #Falke #Grosz #NDR #Querschläger

Crimetime Vorschau - Titelfoto © NDR, Sandra Hoever

Die schönste Tatortnummer aller Zeiten

Aller bisherigen Zeiten, ist zu ergänzen. Bis zur Nr. 2222. Vielleicht. Da haben Sie Falke und Grosz etwas ganz Besonderes spendiert, auch wenn es nicht gefeiert wird wie die Nr. 1000, die in Erinnerung an den allerersten Tatort „Taxi nach Leipzig“ den gleichen Titel bekam. Aber auch die 1111 ist wieder vom NDR. Und es ist der 11. Tatort, in dem Wotan Wilke Möhring den Kommissar Falke spielt. Zum sechsten Mal nun mit Franziska Weisz als Julia Grosz (Franziska Weisz). Es ist an der Zeit, erstmals eine Tatort-Bewertungskurve für dieses Team zu erstellen, sie beinhaltet auch die fünf ersten Falke-Filme mit Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller).

Was sehen wir links? Einen recht anständigen Start, dann einen Abfall und den Versuch, wieder voranzukommen. Der NDR ist ein ambitionierter Sender, der versucht, alle seinen seinen Teams etwas von der großen Tatort-Tradition mitzugeben, die er unzweifelhaft für sich verbuchen kann.

Die Kurve zeigt aber nicht nur das Problem, dass nach dem guten Start einige Filme kamen, die nach der Meinung der Tatort-Fundus-Nutzer keine Highlights waren, die verbirgt auch etwas: Die Relation zu den anderen Teams. Gegenwärtig stehen Falke und Grosz nur auf Platz 14 der Ermittler-Rangliste (von 22 Teams). Wir haben bereits geschrieben, dass wir die beiden spannend finden und ihnen mehr zutrauen, dass sie vielleicht die interessanteste Paarung überhaupt darstellen.

Seit wir auch die Polizeirufe rezensieren, wie folgt ergänzt: Neben Buckow und König, die ebenfalls vom NDR betreut werden. Werden Falke und Grosz ebenfalls so angelegt, dass sie das Verhältnis zueinander entwickeln dürfen und wird sich das, wie bei Buckow und König, über viele, viele Jahre hinziehen? Was die Bewertung der Filme angeht, wäre zuletzt alles gut gewesen, hätte es nicht mit „Böser Boden“ einen bösen Ausrutscher gegeben. Da im Moment viele Teams in der Bewertungstafel eng beieinander liegen, ist aber trotzdem noch alles drin. Bei Teams, die noch nicht viele Fälle gelöst haben, wirkt es sich bei jedem neuen ohnehin stärker aus, wie gut er ankommt.

Wir offen, der neue Film wird kein Querschläger werden. Die Meinungen im Vorfeld sind gemischt. In der Redaktion der Tatort Fans gibt es eine durchwachsene und eine positive Meinung.

(…) Auch in Stephan Ricks „Tatort: Querschläger“ stiehlt der „Der Nanny“-Star [Milan Peschel, Anm. TH] wieder allen die Show – und doch ist der Krimi aus Norddeutschland im Vergleich zu den anderen drei Folgen [„Weil sie böse sind“, „Der Hammer“, „Zahltag“] die schwächste mit Milan Peschel. Das liegt aber weniger an seiner gewohnt charismatischen Darbietung als vielmehr am durchwachsenen Drehbuch: Der Plot birgt einige Logiklöcher, lässt den Tiefgang an entscheidenden Stellen vermissen und driftet bisweilen sogar in den Kitsch ab. (…), meint Filmstarts.de und vergibt nur 2,5 von 5 Punkten.

Besser wertet der SWR im Tartotecheck und kommt für diesen Film, der mehr Drama als Krimi sei, auf 4 von 5 Elche: (…) In diesem Spannungsverhältnis zwischen Gräueltaten mit unschuldigen Opfern und Tätern, die selbst zu Opfern werden, spielt dieser Tatort und ist dabei sehr dramatisch und sehr stark! Dabei bleibt der Film spannend bis fast zum Schluss. Fast sage ich deshalb, weil der eigentliche Schluss dann doch etwas zu einfach, zu süß, zu platt ist. (…)

Einen möglichen Hinweis darauf, dass die Beziehung der beiden Ermittler eine ganz überraschende Wendung nehmen könnte, findet sich im STERN: „Gleichzeitig arbeitet Autor Stielow mehrere zusätzliche Themen in den Plot ein: die Grenzen des Gesundheitssystems bei seltenen Erkrankungen und Homosexualität bei der Polizei. So wird am Rande der Ermittlungen die toughe Grosz von der lesbischen Polizistin Tine (Marie Rosa Tietjen) angeflirtet und erst vom eher ruppigen Falke brüderlich liebevoll darauf hingewiesen. «Es war oft die Frage, wohin geht die Grosz eigentlich, wenn sie geliebt werden will oder lieben will», sagte Autor Stielow dazu laut Presseheft. Die Zukunft werde zeigen, wo das hingehe. «Fakt ist: Homosexualität in der Polizei ist ein extrem sensibles Thema.»“

Wir werden am Sonntagabend erst einmal sehen, wohin es im Film mit der Schnapszahl geht und über unsere Eindrücke berichten. Bei der Handlungsbeschreibung fasst sich die ARD dieses Mal betont kurz:

Handlung

Ein Heckenschütze schießt auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer, der Täter flüchtet unerkannt. Thorsten Falke und Julia Grosz ermitteln im Umfeld der Spedition: Handelt es sich um einen psychisch gestörten Einzeltäter oder um eine Auseinandersetzung im Truckermilieu? Bei ihren Ermittlungen stoßen Falke und Grosz auf eine Mauer des Schweigens. Während sie mehr und mehr von einer Erpressung ausgehen, schlägt der Täter erneut zu.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Thorsten Falke – Wotan Wilke Möhring
Oberkommissarin Julia Grosz – Franziska Weisz
Autobahnpolizistin Tine Geissler – Marie Rosa Tietjen
Zollfahnder Steffen Thewes – Milan Peschel
seine Ehefrau Marie Thewes – Oana Solomon
die kranke Tochter Sara Thewes – Charlotte Lorenzen
Speditionsinhaber Cem „Jimmy“ Aksoy – Eray von Egilmez
Jimmys Bruder Efe Aksoy – Deniz Arora
seine Ehefrau Kathy Aksoy – Esther Roling
Tochter Leila Aksoy – Giolina Ardente
Sohn Kian Aksoy – Massimo Ardente
Speditionsinhaber Roland „Rolle“ Rober – Rudolf Danielewicz
Zollamtschef – Herbert Trattnigg
Falkes Sohn Torben – Levin Liam
Tanja – Julia Liebetrau
Falco – Peter Marton
Finne – Stefan Roschy

Drehbuch – Oke Stielow
Regie – Stephan Rick
Kamera – Felix Kramer
Szenenbild – Tim Tamke
Schnitt – Florian Drechsler
Kostümbild – Rike Russig
Musik – Stefan Schulzki

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