AKTUELL: „Gewobag übernimmt auch Block F-Nord an der Karl-Marx-Allee“ – Pressemitteilung des Senats für Finanzen @SenFin #Mietenwahnsinn #Gewobag @HeimatNeue

Seit dem Herbst 2018 war das Schicksal der Blöcke C, D und F in der Karl-Marx-Allee von Berlin-Friedrichshain eines der großen immobilienpolitischen Themen, vielfach haben wir darüber berichtet – zuletzt hier. Nun wird das letzte Puzzlestück eingefügt. Das bisher unklare Schicksal des Blockes F-Nord, den die Deutsche Wohnen SE kaufen wollte ist entschieden. Er geht an die städtische Gewobag, die bei der Rekommunalisierung eine große Rolle spielt, zuletzt beim Erwerb von fast 6.000 Wohnungen von der ADO Properties.

Damit folgt die Gewobag der Linie, die vom Senat schon für 2019 vorgegeben und durch den Zukauf von insgesamt ca. 10.000 Wohnungen im abgelaufenen Jahr umgesetzt worden war: Punktuelle An- und Rückkäufe die sollen die kommunalen Bestände verstärken und damit weiterhin günstiges Wohnen im Stadtkern von Berlin ermöglichen.

TH*

Pressemitteilung vom 31.01.2020

Die Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin (Gewobag) wird jetzt weitere Wohnungen an der Karl-Marx-Allee übernehmen. Es handelt sich um den sogenannten Block F-Nord. Die Verkäuferin, die Predac-Gruppe, hat ein entsprechendes Angebot der Gewobag verbindlich angenommen. Neben den bereits im November 2019 erworbenen Beständen der Blöcke C-Süd, C-Nord und D-Nord wurden damit nach 25 Jahren weitere 151 Wohnungen für eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft bzw. die Mieterinnen und Mieter gesichert.

Die Wohnungen sollten ursprünglich an die Deutsche Wohnen SE veräußert werden. In mehreren Gesprächen zwischen der Verkäuferin, dem Land Berlin und der Gewobag gelang es, eine gemeinsame Lösung zugunsten eines Erwerbs durch die landeseigene Gewobag zu finden. Am Verfahren war weiterhin die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH beteiligt. Sie ist Muttergesellschaft der WBF, in deren Bestand sich die Wohnungen vor der Privatisierung in den 1990er Jahren befanden. Die damalige Privatisierung war eine Folge des Altschulden-Hilfegesetzes.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz: „Der Neubau bleibt das wichtigste Instrument zur Schaffung von Wohnraum. Daneben dienen punktuelle Ankäufe durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften dazu, Wohnungen vorzugsweise in ehemaligen Sozialwohnungsquartieren im Bestand zu halten oder – wie in diesem Fall – wieder in den öffentlichen Bestand zurückzuholen. Damit verbunden ist das Ziel, dauerhaft preiswerte Mieten sowie Belegungsrechte langfristig, das heißt für einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren, zu sichern. Ich freue mich, dass dieser Prozess im Fall der Karl-Marx-Allee nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Dazu beigetragen hat auch eine Reihe gerichtlicher Entscheidungen zugunsten von Mieterrechten.“

Markus Terboven, Vorstandsmitglied der Gewobag, freut sich: „Mit dem Ankauf des Blocks F-Nord in der Karl-Marx-Allee erhöhen wir unseren Bestand in Friedrichshain-Kreuzberg weiter. In einer Zeit, in der urbanes Wohnen nicht mehr selbstverständlich ist, freuen wir uns umso mehr, zukünftig noch mehr Berlinerinnen und Berlinern ein bezahlbares Zuhause garantieren zu können. Und das in den einstigen ‚Arbeiterpalästen‘ auf einer der geschichtsträchtigsten Alleen Berlins.“

Die Übernahme der Bewirtschaftung des Bestandes durch die Gewobag erfolgt voraussichtlich zum 1. April 2020. Die parallel laufende Abfrage und Abwicklung der Vorkaufs- und Andienungsrechte für die Mieterinnen und Mieter des Blocks wird voraussichtlich drei bis vier Monate in Anspruch nehmen.

ENDE der Pressemitteilung

*Dank an @HeimatNeue für die schnelle Info bezüglich der Pressemitteilung!

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