Monster – Tatort 1119 #Crimetime Vorschau Sonntag, 02.02.2019, DAS ERSTE, 20:15 Uhr #Tatort #Dortmund #Faber #Bönisch #Dalay #Pawlak #WDR #Monster

Crimetime Vorschau - Titelfoto © WDR, Thomas Kost

Das Monster, Wesen unserer Zeit

„Die Uhr tickt: Noch acht Stunden lang läuft die Versteigerung. Jan Pawlaks (Rick Okon) entführte kleine Tochter soll im Darknet an ihren neuen höchstbietenden „Besitzer“ verkauft werden! Der Familienvater ist außer sich vor Sorge, und seine Teamkollegen Faber (Jörg Hartmann), Bönisch (Anna Schudt) und Dalay (Aylin Tezel) unternehmen alles, um das Kind zu retten. Da taucht plötzlich Markus Graf im Dortmunder Tatort „Monster“ auf – was hat Fabers Erzfeind mit dem Kidnapping zu tun? Ein perfides Spiel beginnt.“ So steigt die Redaktion von Tatort Fans in die Beschreibung zum 1119. Tatort ein.

Das Dortmund-Team ist nun seit acht Jahren dabei und präsentiert seinen 16. Fall. Es hat zwar einen Wechsel unter den Jüngeren gegeben, von Kossik zu Pawlak, auch Nora Dalay (Aylin Tezel) wird aussteigen, aber die prägenden Figuren Faber und Bönisch haben sich uns in der Tat eingeprägt. Als Faber startete, war er der schrägste aller Tatort-Kommissare, das ist im Wesentlichen so geblieben – weil sich die Tendenz zum psychisch angeschlagenen Ermittler nicht weiter fortgesetzt hat. Außerdem wurde Faber in seinen letzten Filmen etwas ruhiger. Ob sich dieser Trend in „Monster“ bestätigt, werden wir morgen sehen. Eine Handlung, in der sowohl (wieder einmal) einer der Ermittler auch Betroffener ist und außerdem Fabers Dämon namens Graf wieder auftaucht, klingt sehr nach Kai aus der Kiste, aber es kommt eben immer darauf an, wie es gemacht ist.

Wir haben derzeit eine kleine Faber-Lücke, weil wir „Das Team“ noch nicht angeschaut und rezensiert haben, der trotz eines in der Tat ausgedehnteren Teams und obwohl er in Düsseldorf spielt, als „Dortmund-Tatort“ gilt, uns fehlt also eine Perle in der Dortmund-Kette – andererseits haben wir dadurch noch einen zusätzlichen Tatort-Festabend vor uns. Vielleicht ohne Monster, aber Monster sind gefragte Figuren unserer Zeit, wie schon der Tatort 1094 „Das Monster von Kassel“ bewies. Damals haben wir uns über die Monsterisierung menschlicher Verhaltensweisen Gedanken gemacht, aber jetzt ist es noch auffälliger, dass nach fast 50 Jahren, in denen man Titel wie diese vermied, zweimal kurz hintereinander dieser Begriff auftaucht.

Die Meinungen der Redaktion von Tatort Fans sind positiv, „ein guter, aber sehr harter Tatort“, heißt es unter anderem.

„Der verrückteste Kommissar der ARD quält sich im Tatort aus Dortmund mit Geistern aus der Vergangenheit, mit Psychopathen und Pädophilen. Und er schlägt uns mit der Faust ins Gesicht“, schreibt SWR 3, findet das aber gut und hängt, wie schon letzte Woche für „Unklare Lage“, fünf Elche an die Wand. Mehr geht nicht.

Auf den ersten Blick gewagt, auf den zweiten plausibel, urteilt Tittelbach-TV über die Plotkonstruktion des Tatorts 1119 und vergibt, ebenfalls wie für „Unklare Lage“, 4,5 von 6 Sternen.

Filmstarts.de, die oft recht streng urteilen, geben 3,5 von 5 Sternen, teilen uns mit, dass der Film auch ohne Vorwissen funktioniert und sehen als Vorbild für das Duell Faber-Graf die Erzrivalität zwischen Sherlock Holmes und Dr. Moriarty an. Da wir gerade einige klassische Sherlock-Holmes-Filme mit Basil Rathbone in der Titel- bzw. Hauptrolle rezensieren, ist uns dieses Verhältnis ein wenig vertraut. Allerdings kommt Moriarty nur in der Minderzahl dieser Filmreihe vor, die 1939 bis 1946 entstand, und wird zudem von verschiedenen Darstellern verkörpert. Im zweiten Film „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ spielt er aber eine wichtige Rolle – und am Ende fällt Moriarty ins Nichts, aber scheidet nicht aus dem Leben.

Handlung

Als die Polizei den Tatort erreicht, kauert eine junge Frau direkt neben dem Opfer – offenbar handelt es sich um die Mörderin. Das Tatmesser hält sie noch in der Hand und will sich nur unter einer Bedingung ergeben: Sie verlangt, mit Kommissar Faber sprechen zu können.

Welche Verbindung sie zum Leiter der Dortmunder Mordkommission hat, ist völlig unklar. Da bekommt Kommissar Pawlak einen verstörenden Anruf seiner fünfjährigen Tochter. In höchster Alarmbereitschaft macht er sich auf den Weg zu seiner Familie.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Hauptkommissarin Martina Bönisch – Anna Schudt
Hauptkommissar Jan Pawlak – Rick Okon
Ella Pawlak, Ehefrau von Jan – Anke Retzlaff
die Tochter Mia Pawlak – Eliza Heitz
Oberkommissarin Nora Dalay – Aylin Tezel
Markus Graf – Florian Bartholomäi
Evelyn Kohnai – Luisa-Céline Gaffron
Online-Händler Klaus Kaczmarek – Mike Reichenbach
Bäcker Alexander Weidel – Hansa Czypionka
Thomas Becker – Klaus Schindler
Polizeimeister Stenger – Yusuf Erdugan
KTU-Mitarbeiter – Jesse Albert
Kollegin Margret – Corinna Nilson
Streifenpolizist – Daniel White
Streifenpolizistin – Anna Karolin Berger
Stefan Fellner – Marc Fischer
Security-Mann im Hansahaus – Jens Kipper
u.a.

Drehbuch – Jürgen Werner
Regie – Torsten C. Fischer
Musik – Warner Poland, Wolfgang Glum

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s