Familienbande – Tatort 782 #Crimetime Vorschau #Tatort #Köln #Koeln #Ballauf #Schenk #WDR #Familien #Bande

Crimetime Vorschau - Titelfoto © WDR, Willy Weber

Vermutlich kein Unfall

… dass wir heute wieder eine Vorschau schreiben, ohne eine Rezension zum Film veröffentlicht oder im Archiv zu haben, die wir bei dieser Gelegenheit wieder zeigen könnten. Aber es bleibt immer so ein seltsames Gefühl – weil die Titel alle so vertraut klingen. Vermutlich ist auch der Tod des Jungen kein Unfall, sonst hätte aus ihm kein Krimi werden können.

Familienbande! Wie für Köln gemacht und mit den Kölner Cops Ballauf und Schenk kennen wir uns doch schon ganz gut aus. Trotzdem, es gibt sie, einige Filme, von ihnen, über die wir noch nicht geschrieben und haben. Warum wird der Film so selten gezeigt? In der Fundus-Rangliste, Abteilung Ballauf und Schenk, steht er derzeit nur auf Rang 70 von 75.

Insgesamt heißt das Rang 756 (05.03.2020), also Oberkante unteres Drittel. Diese allgemein schwache Rezeption mag urchaus eine Erklärung dafür sein, dass der WDR diesen Film nicht zu oft auspackt. Im Grunde ist es falsch, vor dem Anschauen solche Informationen zu recherchieren, aber wir trauen uns zu, abweichend zu werten, wenn wir tatsächlich anderer Ansicht sind – wie wir das bei den „Experimentaltatorten“ manchmal tun, die manchmal richtiggehend verrissen werden. Und die Kölner kennen wir mittlerweile so gut, dass wir jeden Film, der jetzt noch als „neu gesehen“ hinzukommt, einordnen zu können glauben. „Typisch Köln …“ beginnt ein Kommentar im „Fundus“ – zumindest da sind wir uns einig, das haben wir eingangs schon ausgedrückt. Es scheint auch ein Dorfkrimi oder Vorstadtkrimi zu sein, bei den Kölnern die Ausnahme, weil die Domstadt selbst genug Stoff bietet. 

Wir lassen uns überraschen – es lässt sich nicht abstreiten: Wir sehen sie immer wieder gerne, die beiden Herzbuben aus der Domstadt, auch wenn ihre Fälle nicht immer herausragend sind. Sie zählen auch nach Meinung der Fundus-Nutzer zu den beliebtesten Teams (derzeit Platz 4), diese Ansicht teilen wir. Ein wenig verschoben haben sich die Koordinaten, seit wir auch die Parallelreihe Polizeiruf 110 rezensieren. Das emotional hochdrehende Rostock-Duo und die künstlerisch-darstellerisch herausragenden München-Polizeirufe haben unsere Sichtweise auf die beiden Reihen verändert, die man nach unserer Ansicht tatsächlich zusammen betrachten sollte, um einen Überblick über Primetime-Krimiproduktionen in Deutschland zu bekommen. Ob wir die Kölner unter diesen Voraussetzungen als bestes Team ansehen, ist eine Sache, aber wir schrieben schon vor langer Zeit: Vermissen würden wir sie, wenn sie in den Ruhestand gehen würden. Daran hat sich nichts geändert.

Handlung

Ein 9-jähriger Junge wurde erfroren im Kühlcontainer des Vorwerks in einem kleinen Ort am Stadtrand von Köln aufgefunden. Vergeblich hatte er versucht, die durch einen Stromausfall verschlossene Tür von innen zu öffnen. Die Indizien scheinen auf einen tragischen Unglücksfall hinzudeuten. Wer sollte auch ein unschuldiges Kind umbringen wollen? Doch in der Familie des Jungen liegt einiges im Argen und innerhalb der Ortsgemeinschaft tut sich so mancher Abgrund auf. Schon bald stoßen die Kommissare auf Hinweise, die einen Mord durchaus möglich erscheinen lassen.

Zunächst gerät die Besitzerin des Vorwerks ins Zentrum der Ermittlungen. Iris Findeisen ist erst seit etwa einem Jahr hier ansässig und hat offenbar nie richtig Fuß fassen können. Ob aus privatem oder geschäftlichem Interesse, ein jeder scheint sie loswerden zu wollen. Allen voran Bernd Bürger, der Vater des Verstorbenen, der sie noch am Fundort der Leiche als Mörderin beschimpft. Ganz anders Bernds Frau Nadja Bürger, die Einzige, die mit Iris Findeisen befreundet und fest davon überzeugt ist, sie hätte ihrem Sohn nie etwas antun können. Mit familiärem Zusammenhalt und gegenseitigem Beistand ist es in dieser alteingesessenen Familie offensichtlich nicht weit her.

Besetzung und Stab 

Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Bernd Bürger – Mark Waschke
Helene Bürger – Petra Kelling
Melanie Schenk – Karoline Schuch
Nadja Bürger – Katharina Lorenz
Martin Gebauer – Michael Prelle
Miriam Dietrich – Anna Grisebach
Dr. Joseph Roth – Joe Bausch
u.a. 

Drehbuch – Hans Werner, Lars Böhme
Regie – Thomas Jauch
Kamera – Clemens Messow
Szenenbild – Naomi Schenck
Musik – Stephan Massimo

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