Böser Boden – Tatort 1037 #Crimetime 577 #Tatort #HH #Bundespolizei #Falke #Grosz #NDR #Boden #böse

Crimetime 577 - Titelfoto © NDR, Christine Schröder

Warum ist es anhand des 1037. Tatorts angezeigt, grundsätzlicher übers Format nachzudenken?

Weil es in letzter Zeit fast nur noch Verrisse gibt. Die professionellen Kritiker sind manchmal noch positiv oder finden’s gerade gut, aber die Ranglisten des Tatort-Fundus laufen bereits darauf hinaus, dass 2017 als eines der schlechtesten von 47 Jahren Tatortgeschichte in ebenjene Geschichte eingehen wird. Und das bei Filmen wie gestern – es war zu Beginn der Dorian Gray unter den Tatorten.

Ergänzung zur Wiederveröffentlichung der Rezension anlässlich einer erneuten Ausstrahlung im März 2020: Das Jahr 2017 war in der Tat ein kritisches, liegt derzeit auf Rang 39 von 51 in der Jahres-Rangliste des Tatort-Fundus – so schlecht wie kein anderes der 2010er Jahre. 2020 allerdings schafft es derzeit, das zu unterbieten – dank einiger Filme, die das Publikum gespalten haben. In eine Minderheit, die Neues generell eher begrüßt und eine Mehrheit, die um den Bestand des Markenkerns fürchtet.

Obgleich wir uns zum innovationsfreundlichen Teil der Gemeinde rechnen: Beim Tatort 1037 aus dem Jahr 2017 gab es leider auch für uns kein Entrinnen, wie wir in der -> Rezension darstellen werden. Und zwar recht ausführlich, denn nicht nur inklusive dieses neu hinzugefügten, kursiv geschriebenen Textes handelt es sich um eine der umfangreichsten Tatort-Rezensionen der letzten Jahre. 

Handlung

Im ländlichen Niedersachsen wird ein Mann brutal ermordet aufgefunden: Arash Naderi ist erst vor einigen Monaten aus dem Iran nach Deutschland migriert. Für die Ermittler Julia Grosz und Torsten Falke deutet einiges darauf hin, dass es sich um einen politisch motivierten Mord handeln könnte; möglicherweise ist der Tote einer rechten Gewalttat zum Opfer gefallen. Wie Falke und Grosz schnell herausfinden, wurde Arash Naderi in der Zeit vor seinem Tod tatsächlich bedrängt. Und zwar von Bauern aus der Gegend, deren Rädelsführer auch schon öfter in Konflikt mit dem Verfassungsschutz geraten ist.

Er veranstaltet regelmäßig Treffen in seiner Scheune und ist bekannt dafür, Leute aufzuhetzen. Falke und Grosz finden bald heraus, worum es bei diesen konspirativen Treffen geht. Die Bauern entpuppen sich als militante Umweltschützer und planen Kampagnen gegen Fracking. Immer stärker kristallisiert sich heraus, dass nicht seine Herkunft das Opfer zur Zielscheibe gemacht hat, sondern vielleicht sein Job. Arash Naderi war als Fahrer für ein Erdgasunternehmen tätig.  

Rezension

Dorian Gray? Geht an der narzisstischen Verliebtheit in sein Spiegelbild unter, hier in die Bilder, die offenbar mit einer Drohne produziert werden, also mit einer Technik, die rasante Kamerafahrten über Landschaften hinweg jetzt auch noch richtig billig macht.  Es steht zu befürchten, dass das weiter zunehmen wird. Die dunkle Einfärbung sollte allerdings schon die Vergiftung des Bodens suggerieren. Blöd, dass man dafür wirklich so Low Key filmen musste, dass es auffällt. Aber das Beinahe-Schwarz-Weiß passte ja dann wieder zu den weiß und um die Augen dunkel geschminkten „Zombies“ im Dorf. Wir wissen deshalb auch, die Frau und die Kinder des Bauern waren im See, der Bauer nicht. Und was ist mit dem Trinkwasser? Dem Boden?

Der Plot konnte nicht gefallen? Der Plot enthält so viele No-Gos wie bei kaum einem anderen Tatort, den ich in letzter Zeit gesehen habe,  und da waren einige Produkte darunter, an die man auch die weiten, toleranten Maßstäbe nicht mehr anlegen darf, die man sich für die Logikprüfung mittlerweile angewöhnt hat. Es ist wie bei den heutigen Schülern. Kaum hat man die Anforderungen an sie angepasst, muss man schon wieder über eine Down-Nivellierung nachdenken, angesichts der Eingangs-Skills nachdrängender Jahrgänge. Aber ich bin glücklicherweise kein Pädagoge, der das ideologisch unterfüttern muss, sondern darf frei darüber nachdenken, warum die Tatortgemeinde dermaßen missmutig geworden ist und kaum ein gutes Haar an einem neuen Film lässt, während ältere tendenziell in der Rangliste eine Aufwärtstendenz zeigen, die mir sagt, dass die Tatort-Fans nicht sind wie die Dörfler im Tatort 1037, nämlich grundaggressiv wegen Verseuchungen oder Enttäuschungen aller Art. Sie bewerten jetzt die älteren Filme relativ besser, weil sie ausdrücken wollen, dass eben alles relativ ist. Auch die Schwächen klassischer Tatorte. Der Maßstab wird ständig überarbeitet und die Überarbeitung geschieht anhand dessen, was im filmtechnisch elaborierten Jahr 2017 so auf den Bildschirm gebracht wird. Ich verfolge das Geschehen immerhin seit 2011 in Form von Rezensionen der Erstausstrahlungen arbeite nebenbei die Vergangenheit durch.

Wie weit bis jetzt? Von den 1037 + 13 Tatorten in der Liste habe ich über 600 gesehen. Bei so viel investierter Zeit, hinzu kommt das Rezensieren und die übergeordnete Befassung mit der Reihe, will ich natürlich nicht, dass dieses Format doch irgendwann so den Bach runtergeht, dass es eingestellt wird.

Nichts hält ewig und es gibt doch immer noch viele Zuschauer. Die Quoten stimmen noch, dank Fans wie etwa neulich in Münster. Fast 13 Millionen sind ein Wort oder auch ein großes Bündel, in diesen medial übersättigten Zeiten. Aber Teams, die nicht so eine treue Fangemeinde haben, werden leiden, wenn das so weitergeht. Dabei haben sie das nicht verdient. Auch Falke von Grosz respektive Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz nicht. Ich mag WWM ganz gerne sehen, weitaus lieber als seinen Kumpel „Tschiller“, der von seinem Kumpel Till Schweiger dargestellt wird. Und Weisz bereichert den Tatort mit einem endlich realistisch wirkenden weiblichen Polizistentyp. Etwas harsch, etwas hermetisch, aber auch taff und Grosz ist fürs Kombinieren zuständig, nicht Falke, der wohl auch durch seinen familiären Ärger ein wenig blockiert ist.

Das Kombinieren von Grosz hat hohen Authentizitätsvermutungsgrad, weil es in etwa dem entspricht, was viele Zuschauer sich auch gerade gedacht haben: Zombies. Bevor sie so genannt werden und der schon vielfach vorgenommene Vergleich zu  „The Walking Dead“ den Blick auf diesen Film immer mehr dominiert. Es sind aber keine echten Zombies, keine Untoten, sondern nur Menschen, die so aussehen. Wegen der vergifteten Scholle und des Sees und sowas alles.

Sind Grosz und Falke also ein gutes Team? Ich zähle sie zur oberen Hälfte von 20, als Duo. Und es ist auch wohltuend, dass es mal ein Team gibt, das nur aus zwei  Personen besteht, das ist ja heute eher unüblich geworden. Petra Schmidt-Schaller war schick, als Partnerin für Falke, aber als stimmiger, symmetrischer empfinde ich die jetzige Paarung und mag das Knappe, Reduzierte, das auch wirklich zu den Typen passt, die jene Typen darstellen, die sich so verhalten. Diese herbe Ernsthafigkeit wirkt lockerer, lässiger als der hochgejuxte Humor in einigen Tatortstädten. Ich denke an Dresden vor ein paar Wochen, die sich mit Gewalt als zweites oder besseres Münster etablieren wollen und dabei immer mehr überziehen.

Aber trotzdem gibt es an „Böser Boden“ viel auszusetzen? An den Ermittlerfiguren liegt’s nicht, obwohl auch da eine Sache war, die ich z. B. bei den Lindholm-Tatorten stark kritisiere. Nämlich, dass die Stadtpolizisten sich ständig Übergriffe gegenüber den Landkollegen erlauben. Das gab es hier auch wieder, und dann noch der Ton, den die beiden anschlagen. Kein Wunder, dass die einheimische Polizistin am Ende die Seite wechselt. Scheiß auf den sicheren Beamtenjob; offenbar hat auch sie im degradierten See gebadet.

Abseits davon: Es gibt viel auszusetzen. Allein die Idee dieses Dorfes ist viel zu abgefahren. Diese mit dem Holzhammer erschaffene Maximalgegenüberstellung von Konzerninteressen hier und Ökos da in einer irrealen Welt, in der wirklich jeder Blödsinn eine blöde Erklärung hat. Wenn es noch schlaue, findige Erklärungen wären, okay. Aber klar, dass die Verseuchung niemals, niemals das Interesse der sensationsgeilen Medien weckt, die Leute, wie sie sind, wie sie aussehen, wie sie sich geben, ist vollkommen normal. Dass die Ärzte Blaualgen konstatieren, trotz vieler unpassender Symptome, wird von allen als hinreichend angesehen, um die Sache unterm Deckel zu halten. Die Ärzte sind alle vom Konzern Nordfrack oder wie er heißt, gekauft.

Die Bauern in gewisser Weise auch, denn, oh weh, das Biosiegel steht auf dem Spiel, dafür muss dann schon mal die ganze Familie elend zugrunde gehen. Und dann solche Sätze wie: „Jedenfalls hat Naderi keine Anzeige gemacht“. Aber wenn der kundige iransiche Ingieur mit seinem Wissen zur Polizei gerannt wäre, wäre doch das Erpressungspotenzial weg gewesen, Stupid! Aber dann wieder: kein Wunder. Selbst der Ahrad wird wohl gedacht haben, eine solche Kontaminierung, wie sie hier eine ins Drehbuch geschrieben haben, die kommt mir als Ingenieur doch etwas spanisch oder deutsch, nämlich total überdrüber vor. Ich versuch’s trotzdem mal, mir mein Geld für den Start in Kanada zusammenzuerpressen. Nach Kanada geht es wohl nur mit viel Geld, ansonsten dachte ich immer, es gebe dort eine Art Aufnahmekriterien-Katalog, wie ihn jedes halbwegs auf Selbsterhaltung bedachte Land längst ausgearbeitet hat.

Es gibt aber noch ein anderes Ding, bei dem ich mich gefragt habe, ob sie beim NDR richtig ticken, das durchzulassen. Frage ich mich beim NDR, der früher Klassiker der Reihe reihenweise produziert hat, aber schon länger, angesichts von Tschiller in Hamburg, Lindholm in Hannover, die sich riesige Freiheiten zulasten der Qualität der Filme rausnehmen dürfen, obwohl sie erwiesenermaßen keine Autoren sind, vielleicht nicht einmal Spitzenschauspieler, und daher besonders auf strikte Anleitung angewiesen. Okay, hier geht es um eine Art Klischeedurchbrechung, die furchtbar klischeehaft ist. Die Ökos sind also auch Faschisten, Blut- und Boden-Ideologen, der iranische Ingenieur ist mit seinem Fahrerjob unzufrieden und zum Beweis hat er ein Kanada-Kissen auf dem Bett. Verstanden. Was will uns der Film damit sagen, was suggeriert er?

Er stellt letztlich nicht Konzerne gegen Menschen, das hätte er von mir aus tun dürfen und das hätte man viel stärker rausarbeiten müssen, sondern er spielt Geflüchtete gegen Biobauern aus. So etwas habe ich noch nie gesehen und wenn das cool sein soll, dann will ich niemals cool sein. Bin ich eh nicht, aber das ist wirkliche eine Sauerei. Bei den Bauern ist es ja die Verseuchung des Bodens, die auch die Hirne verseucht und die Supermarktszene ist wirklich gut im Sinn von bedrohlich gefilmt. War spannend. Aber der iranische Ingenieur, der natürlich in Deutschland gleich wieder einen Spitzenjob haben will. Diese Mentalität mag es schon geben, aber der Ahrad N. geht gleich aus lauter Unzufriedenheit hin und fängt an, alle zu erpressen, in einem Land, in dem er sich noch kaum auskennt, legt sich mit Bauern, Konzernen an, verrät die eigene Familie, indem er ihnen verschweigt, warum der Neffe auch Morbus Zombie hat. Und dann hält er seine Notizen auch noch im Fahrtenbuch fest, anstatt auf einem getrennten Zettel und reißt die Seiten aus dem Fahrtenbuch raus, sodass er seinen Arbeitgeber gegen sich aufbringt und jeder eh merkt, da stimmt was nicht. Und diese hypermodernen Gifttransporter, die aussehen, als könnten sie im Konvoi schon ohne Fahrer vorankommen, wenn sie wollten und man sie lassen würde, die haben keine elektronischen Fahrtenbücher, wenigstens als Backups? Mon Dieu.

Aber es ist dieses Ausspielen von Geflüchteten gegen Ökos, das mich wirklich angekotzt hat. Diese Frontstellung gibt es in der Realität nicht nur selten, sie wird hier auch noch, wenn man genauer hinschaut, zulasten der Geflüchteten inszeniert. Die Bauern können ja nichts für ihr Verhalten, der Boden ist schuld. Der Konzern mithin. Aber der Geflüchtete ist ein individuelles Arschloch mit einem Anspruch bis hinter den Horizont und hochempfindlich, genauso narzisstisch wie der Film selbst. Einer, der diejenigen unter den Linken-Politikern wählen könnte, die dafür sorgen werden, dass mitten im Schwarzwald ein Raumforschungszentrum gebaut werden wird.

Ein – was? In Calw, in Baden-Baden und irgendwo in einem kleinen Dorf, dessen Name mir entfallen ist, da haben sich drei Geflüchtete gemeldet, die früher Raumfahrtingenieure waren und einen gleichwertigen Arbeitsplatz beansprucht. Nach Bayern ziehen, wo Raumfahrtunternehmen tätig sind, das ging nicht, das hätte eine neuerliche Entwurzelung mit sich gebracht. Also wird, wenn jene Politiker das Sagen haben werden, im Schwarzwald ein Raumfahrtforschungszentrum gebaut werden, für jene drei Geflüchteten. Hoffentlich kriegen sie es so hin, dass die Fahrten vom und zum Job zwölf Minuten nicht überschreiten, sonst läuft es möglicherweise auf mehrere Raumfahrtforschungszentren für den Solobetrieb hinaus.

Das ist jetzt aber böse. Ich wollte damit andeuten, dass die meisten Geflüchteten froh sind, wenn sie überhaupt einen Job bekommen, vorzugsweise in unserem Niedriglohnsektor, der ja dafür auch zulasten aller immer weiter ausgebaut wird und dass die Anspruchsdenker in der Regel eher Deutsche sind. Die Ansprüche sind nicht immer unberechtigt, aber ich möchte nicht ins Hirn desjenigen schauen, der sich diesen Ahrad ausgedacht hat. Dabei ist der NDR doch sonst so etepetete, die PoC betreffend, während der WDR sie beispielsweise nur in Köln konsequent durchsetzt, in Münster hingegen gar nicht. Die anderen Sender sind da nicht so stark positioniert.

Tschiller in HH und PoC? Ich sage ja, es geht dahin. Erst der und jetzt solche Plots wie „Böser Boden“. Ich bin schon für eine ausgewogene Berichterstattung oder Umsetzung des pädagogischen Auftrags, den die Öffentlichrechtlichen haben, stehe dazu, dass ich auch mal über die Chancen des eigentlichen Gesamtprojekts, des ökologischen Umbaus, der Aufwertung unserer Lebensumstände bei gleichzeitig hohen Integrationsanforderungen mit unzähligen Basisaufgaben laut nachdenke, und werde gleichzeitig nicht gerne zu deutlich belehrt, aber man muss nicht die ohnehin vorhandenen Ressentiments vieler Menschen gegen Ökos und Geflüchtete auf diese Weise auch noch in Kombination bedienen und ebenjene Aufgaben damit erschweren, ebenjenes Projekt torpedieren. Viele Zuschauer werden diese üble Manipulation nicht so benennen können, weil sie nicht so politisch denken wie ich, aber sie wirkt mindestens im Unterbewusstsein.

Finale

Faszinierend ist es schon, sich solche Filme anzuschauen und wie eine beliebte Krimireihe mutiert. Es soll ja künftig nur noch zwei künstlerische Tatorte pro Jahr geben, das Kontingent ist aber nun schon bis etwa 2040 ausgeschöpft, fünf von vier Filmen unterfielen in 2017 der Experiment-Kategorie. Manches dieser Experimente fand ich schrill und konnte damit umgehen, aber hier wird auch noch eine geradezu dümmliche politisch-soziale Konstellation arrangiert, bei der natürlich am Ende auch der Bergbauingenieur zum Schweigen verdonnert wird. Hoffentlich gibt es nicht wirklich ein Bergbauamt in Hannover; falls ja: Hätte ich dort etwas zu sagen, würde ich gegen den Film vorgehen, obwohl natürlich dann doch die Macher nicht die Eier hatten, ganz präzise zu werden, deswegen darf der Ingenieur nicht klar sagen, er wurde zurückgepfiffen, darf seine Erkenntnisse nicht verwerten, sondern muss sich verschwurbeln. Da kann man sich nur noch fünf Minuten lang jeweils die Hand auf die Schulter legen, als gerade aus der tödlichen Tüte entkommene Ermittlerin respektive rettender Co-Cop. Auch diese Geste in ihrer Dauer total überzogen, man hat den Eindruck, man ist im subventionierten Sprech- und Symbol-Theater, aber wirklich intellektuell ist es auch nicht, glaube ich.

Achtung, Spoiler! Die Kinder waren es. Das ist das Fetteste überhaupt. Sie sind so geschädigt vom See, vom Boden, von eigentlich allem, dass sie es zu Ende gebracht haben, was Ahrads Bruder begann. Oh-oh. Kontrolle verloren!

In den letzten Wochen habe ich häufig weit höher gewertet als die genervte Gesamtcommunity oder insgesamt genervte Community, aber dieses Mal ist es mir auch zu blöd geworden, wie man hier ein tolles Thema wieder mal vergeigt hat. Die Sache mit Falkes Sohn und Grosz überzogene Reaktion auf Falks kurzzeitige Abwesenheit, diese an sich, dieses sinnfreie, unverzahnte Nebeneinander des Neben- und des Hauptstrangs, das sich nur auf einer ganz abstrakten Ebene der allgemeinen Gewaltrezeption noch rechtfertige lässt, stelle ich nicht auch noch ausführlich da, die Rezension spiegelt ohnehin schon, was auch den Film negativ prägt: Dass hier weitaus mehr Fässer aufgemacht werden, als man in einer neunzigminütigen Krimi-Session oberflächlich probieren oder testen kann. Vom ordnungsgemäßen Leersaufen wollen wir nicht erst reden.

4,5/10

© 2020, 2017 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Hauptkommissar Thorsten Falke – Wotan Wilke Möhring
Oberkommissarin Julia Grosz – Franziska Weisz
Arash Naderi – Hadi Khanjanpour
Hamed Naderi – Sahin Eryilmaz
Shirin Naderi – Sanam Afrashteh
Younes Naderi – Zoran Pingel
Lars Kielsperg – Niklas Post
Anne Kielsperg – Cristin König
Jan Kielsperg – Rainer Furch
Polizistin Kerstin Starke – Lenja Schultze
Polizist Roland Vogler – Hendrik Heutmann
Henry Fohlen – Christian Hockenbrink
Torben Falke – Levin Liam
Band im Klub – AnnenMayKantereit
u.a.

Drehbuch – Marvin Kren, Georg Lippert
Regie – Sabine Bernardi
Kamera – Oliver-Maximilian Kraus
Szenenbild – Zazie Knepper
Ton – Eric Rueff
Musik – Axel Huber, Philipp Noll

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