Zum Tanzen geboren (Born to Dance, USA 1936) #Filmfest 130

Filmfest 130 A

2020-10-19 FF 0130 Born to Dance USA 1936 Text

2020-08-14 Filmfest AMit 105 Minuten Länge ist dies kein „kleiner Film“, außerdem ein Vehikel für den aufstrebenden MGM-Tanzstar Eleanor Powell, die in dem Film auch „first billed“ ist, obwohl sie erst im Jahr zuvor erstmals in einem Filmmusical aufgetreten war, allerdings war auch ihr Partner James Stewart damals noch nicht der Superstar späterer Jahre, sondern wirkte wie der typische nette Junge von nebenan.

Eleanor Powell wurde bereits mit 11 Jahren in einer Vaudeville-Kinder-Revue von Gus Edwards entdeckt, der sie in den 1920er-Jahren an den Broadway brachte. Im Jahr 1935 brachten ihr ihre Präzision und Schnelligkeit im Stepptanz den Titel „Weltmeisterin im Stepptanz“ ein. Im selben Jahr spielte sie auch ihre erste größere Rolle in einem Hollywood-Musical (in einer Verfilmung von George Sands‚ „Scandale“).

Es folgten „Broadway Melody of 1936“, „Zum Tanzen geboren“ (1936), „Rosalie“ (1937), „Broadway Melody of 1938“, „Honolulu“ und „Broadway Melody of 1940“. Aus letztgenanntem Musical stammt auch ihre wohl bekannteste Stepptanz-Sequenz gemeinsam mit Fred Astaire zu einem Musikstück aus Cole Porters Feder: „Begin The Beguine“.

Der oben erwähnte „Broadway Melody of 1940“ hat eine der elegantesten Set-Dekorationen, die je für ein Musical geschaffen wurden und ist tänzerisch ein Highlight – gleichzeitig stellt er auch das Ende einer Ära dar, denn seit „The Wizard of Oz“ (1939) war klar, wo die Reise in den USA hingehen würde: Weg from Revuefilm hin zu der heute üblichen Form des Musicals, in dem die Songs handlungstragend sind und die Power des Stepptanzes, wenn er denn weiterhin eingesetzt wurde, wie in den Astaire-Filmen und jenen des damals gerade erst startenden Gene Kelly, nicht mehr so im Vordergrund stand. Eleanor Powell aber war vor allem Tänzerin, nicht Schauspielerin und daher in den weniger am Tanz orientierten Musikfilmen zu austauschbar.

TH

© 2020, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Roy Del Ruth
Drehbuch Jack McGowan,
Sid Silvers
nach einer Geschichte von
Jack Gowan,
Sid Silvers,
Buddy DeSylva
Produktion Jack Cummings
für MGM
Musik Cole Porter
Kamera Ray June
Schnitt Blanche Sewell
Besetzung

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