Vier Leichen auf Abwegen (A Slight Case of Murder, USA 1938) #Filmfest 150

Filmfest 150 A

2020-10-26 FF 0150 Vier Leichen auf Abwegen A Slight Case of Murder USA 1938 Text

2020-08-14 Filmfest ALloyd Bacon, eines der Arbeitspferde im Regiestall von Warner Brothers in den 1930er Jahren, hatte keine so klassische Karriere wie viele seiner bekannteren Zeitgenossen. Die wenigen „Klassiker“, an denen er beteiligt war ( „Die 42. Straße“ (1933), „Parade im Rampenlicht“ (1933)), wurden von der schillernden surrealistischen Choreografie von Busby Berkeley so überschattet, dass Gelegenheitsfilmfans heutzutage oft vergessen, dass sie tatsächlich von Bacon inszeniert wurden. Während seinem Lebenslauf das Drama fehlgeschlagener Produktionen und Geschichten von einem ungezügelten Ego fehlt, bereicherte er konsequent die Kassen des Studios und inszenierte eine Handvoll seiner größten Hits der späten 1920er und 1930er Jahre. Bacons Karriere entspricht der eines kompetenten – und manchmal brillanten – Regisseurs, der das Beste aus dem Material herausholte, das ihm am Fließband übergeben wurde. (IMDb)

Die IMDb listet 99 Regiearbeiten von Lloyd Bacon aus den Jahren 1926 bis 1953 – bereits 1955 starb Lloyd Bacon im Alter von 65 Jahren. Für mich hatte sein Name immer einen positiven Klang, unter anderem wegen Filmen wie „Vier Leichen auf Abwegen“. Wir könnten mittlerweile auch ein hübsches kleines Special mit Filmen machen, in denen Edward G. Robinson mitgespielt hat, aber da für das Filmverzeichnis von 1989 viele „Teil-Werkschauen“ integriert wurden, könnten wir die meisten dieser Rezensionen jetzt noch nicht zeigen. In gewisser Weise teilt Robinson das Schicksal des Regisseurs Bacon – er wurde nie auch nur für einen Oscar nominiert.

Trotzdem war er einer der prägenden Charakterdarsteller seiner Zeit, wurde mit dem Gangsterfilm berühmt, konnte auch die komödiantische Seite des Genres abdecken, die Ende der 1930er mehr gefragt war, wie in „Vier Leichen auf Abwegen“, kehrte zurück in schönen Films noirs wie „Scarlet Street“ oder „The Woman in the Window“, beide unter der Regie von Fritz Lang, Mitte der 1940er, die sein dramatisches Potenzial wieder mehr förderten, ermittelte als Polizist vielfach gegen die alten Kumpane, vor allem in den 1950ern, und verlieh seine Unverwechselbarkeit in der Folge hin und wieder in dienenden Rollen. Irgendwann sollten wir diesem Schauspieler tatsächlich ein Special widmen, das sich dann teilweise aus bereits auf dem Filmfest vorgestellten Rezensionen und – hoffentlich – einigen neuen Beiträgen speisen wird.

TH

IMDb-Wertung: 7,1/10

Directed by Lloyd Bacon
Produced by Samuel Bischoff
Written by Earl Baldwin
Joseph Schrank
Based on the 1935 play A Slight Case of Murder by Damon Runyon and Howard Lindsay
Starring Edward G. Robinson
Jane Bryan
Allen Jenkins
Ruth Donnelly
Music by Heinz Roemheld (uncredited)
Edward G. Robinson Remy Marco
Jane Bryan Mary Marco
Allen Jenkins Mike
Ruth Donnelly Nora Marco
Willard Parker Dick Whitewood
John Litel Mr. Post, banker
Edward Brophy Lefty
Harold Huber Giuseppe ‚Gip‘ („Guiseppe“ in the film credits)
Eric Stanley Mr. Ritter, banker
Paul Harvey Mr. Whitewood
Margaret Hamilton Mrs. Cagle
Bobby Jordan Douglas Fairbanks Rosenbloom

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