Alles umsonst – Tatort 97 #Crimetime Vorschau #Tatort #Braunschweig #Nagel #NDR #umsonst #alles

Crimetime Vorschau - Titelfoto © NDR / Telepress

Krebs am Tatort

Die Tatort-Folge 097 „Alles umsonst“ gehört zu den sogenannten Eintagsfliegen in der ARD-Krimi-Reihe. Der Braunschweiger Kommissar Nagel, dargestellt von dem bekannten Schauspieler und Kabarettisten Diether Krebs, löste nur einen einzigen Fall im Jahr 1979. Vielleicht wurde dem Komödianten Krebs die Rolle als Kommissar vom Publikum nicht so recht abgenommen. Offiziell heißt es allerdings, er sei nur als Ersatz eingesprungen und es habe niemals Überlegungen gegeben, ihn zu einem festen Bestandteil der Serie zu machen.

(Redaktion Tatort Fans)

Die Fans, die sich auf der Plattform Tatort-Fundus versammeln, um die Filme der Reihe zu bewerten, sind gar nicht so negativ und stufen den einzigen Fall mit Diether Krebs derzeit auf Rang 407 von 1149 ein – für eine „Eintagsfliege“ finde ich das beachtlich, denn gegenüber den „Legenden“ ist es für jene Ermittler*innen, die nur wenige Einsätze hatten, strukturell schwerer – heißt, ihre Filme müssen nach meiner Ansicht etwas besser sein, um auf gleich hohe Punktzahlen zu kommen wie die Produktionen mit den Stars der Reihe.

(…) 1978 wechselte der Schauspieler ins Krimi-Ressort: Acht Jahre lang (1978 bis 1986) gab er neben Werner Kreindl und Bernd Herzsprung den stets mürrischen Kriminalobermeister „Dieter Herle“ in der Serie SOKO 5113. Ein Auftritt als Tatort-Kommissar 1979 blieb bei einer Episode; nur einmal verkörperte Diether Krebs in der Folge Alles umsonst unter der Regie von Hartmut Griesmayr den Ermittler Nagel[3]. Als Gaststar war er jedoch häufiger im Tatort zu sehen, später auch im Polizeiruf 110[4] und in Der Alte.

Zumindest heute sollten die Zuschauer Diether Krebs, der leider 2000 im Alter von nur 53 verstarb, auch als Schauspieler in Krimis in Erinnerung haben, außerdem ist der Film sehr gut besetzt und viele der erwähnten Fans Nutzer des „Tatort-Fundus“ heben auch die Darstellung Horst Michael Neutze hervor. Wir haben den Film aufgezeichnet und demnächst wird bei uns die Rezension dazu erscheinen.

Handlung

Erich Schmidt betreibt in einem Großstadtvorort eine gutgehende Bäckerei. Sein Leben verläuft in geordneten, normalen Bahnen. Er ist nicht unzufrieden, wenn ihn auch die Bevormundung durch seine Frau gelegentlich ärgert. Und daß ihm diese Ehe nichts bringt, ja nicht einmal eine Zweckgemeinschaft ist, damit hat er sich abgefunden. Man kennt es ja und hört es auch von Freunden und Bekannten.

Anni Klein arbeitet seit einigen Tagen als Aushilfe in seiner Bäckerei. In den Arbeitspausen plaudert er gelegentlich mit ihr, sie finden sich immer sympathischer. Aber es wird eine mörderische Begegnung. Durch Anni Klein erfährt Erich Schmidt, daß er am Leben vorbeigelebt, daß er eigentlich gar nicht richtig gelebt hat.

Klar, daß unter diesen Umständen das Zusammenleben mit seiner Ehefrau noch unerträglicher wird. Seine Gedanken, sich zu befreien, dieses Hindernis Ehefrau aus dem Weg zu räumen, werden immer konkreter und reifen schließlich, angeregt durch Zeitungsmeldungen zu einem Mordplan – natürlich der perfekte Mord. Und es hätte auch alles prima geklappt, wäre da nicht so ein dummer Zufall gewesen.

Besetzung und Stab

Kommissar Nagel – Diether Krebs
Anni Klein – Monika Bleibtreu
Seine Frau – Katharina Tüschen
Paul Rickert – Michael Gahr
Ilse – Paola Schoene
Erich Schmidt – Horst Michael Neutze
Herr Mielke – Robert Naegele
Witwe Scherzer – Gisela Zülch
Schulrat a. D. – Helmut Malik

Drehbuch – Theodor Schübel
Regie – Hartmut Griesmayr
Produktionsleitung – Günter Handke
Kamera – Frank A. Banuscher
Schnitt – Karin Baumhöfer
Kostüme – Dore Clemens

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