Traumhaus – Tatort 414 #Crimetime Vorschau 17.07.2020 DAS ERSTE 22:15 Uhr #Tatort #Hamburg #Stoever #Brockmöller #NDR #Traum #Haus #Traumhaus

Crimetime Vorschau - Titelfoto © NDR, T. Jander

Traumtatort?

Der Mord an einem Lokaljournalisten führt die Kommissare Stoever (Manfred Krug) und Brockmöller (Charles Brauer) aus Hamburg im Tatort „Traumhaus“ auf die Fährte eines Baubetruges, der auch zu einer familiären Tragödie geführt hat. (Redaktion Tatort Fans)

Der 414. Tatort ist der dritte innerhalb des ARD-Sommerfestivals, den ich noch nicht gesehen habe. „Sommerfestival“ ist natürlich eine inoffizielle Bezeichnung, beinhaltet aber auch die „Wunschtatorte“, die jeden Sonntag um 20:15 Uhr ausgestrahlt werden. Zu dem Zeitpunkt, der außerhalb der Sommerpause den Premieren vorbehalten ist. Die Wunschtatorte sind meist jüngeren Datums, in der Regel gibt es dazu schon Rezensionen im Wahlberliner oder es liegen welche im Archiv, die wir anlässlich der Wiederausstrahlung einer Episode republizieren können.

Die Challenge, in den nächsten Tagen vielleicht letztmals Alt-Tatorte in dieser großen Zahl innerhalb weniger Tage (insgesamt 5) aufzeichnen und rezensieren zu müssen, nehmen wir an, wie wir in der Vorschau zu „Fette Krieger“ geschrieben haben. Sofern die Technik mitspielt, die derzeit etwas fragil ist.

Im Fall von „Traumhaus“ fällt das besonders leicht, weil ich doch erhofft und erwartet hatte, dass unter den „neuen Alten“ auch ein Film mit den Hamburger Kommissaren Stoever und Brockmöller dabei sein würde. Und tatsächlich – der Fall „Traumhaus“ bekommt sogar den „Ehren-Wiederholungsplatz“ im ERSTEN, am 17. Juli um 22:15 Uhr (pro Woche wird im Hauptprogram der ARD nur ein Tatort wiederholt, immer freitags abends).

Diesen Platz hat der Film offenbar verdient. „Traumhaus“ gilt (knapp vor „Blindekuh“) als zweitbester von 41 Stoever-Brockmöller-Fällen, wenn es nach der Meinung der Nutzer*innen des Tatort-Fundus geht, die dort Kommentare und Bewertungen abgeben können. Der Star unter den Hamburg-Tatorten jener von 1984 bis 2001 (Stoever) bzw. von 1986 bis 2001 (Brockmöller) währenden Epoche Zeit ist „Undercover-Camping“, aber dahinter ist bereits dieser Krimi platziert, der sich mehr mit fester Bauweise befasst. Nicht selten gelten Milieutatorte dieser Art als schwierig oder schwach, weil die Milieuzeichnung den Fall überdeckt und dennoch oft nicht als authentisch empfunden wird, aber dieses Mal scheint es ganz gut gepasst zu haben. Tatorte mit Bauthemen sind natürlich auch für mich ein Schmankerl und ich bin gespannt, wie der robuste Stoever und der dezentere Brockmöller den Fall lösen werden. Manfred Krug, der Stoever darstellt, hat ja einiges an Erfahrung, durch seine Hauptrolle als Brigadeführer in „Die Spur der Steine“, einem Baukrimi, dessen Schicksal selbst zum „Fall“ wurde.

Die Handlungsbeschreibung kam mir beim Lesen bekannt vor, ohne dass sich eine Rezension zu diesem Film gefunden hätte. Vielleicht gibt es einen weiteren, ähnlichen Stoever-Brockmöller-Film, denn ich habe immer die beiden vor Augen, wenn es um jenen mglw. ähnlich gelagerten Fall geht. Vielleicht handelt es sich dabei auch um ein Strandhaus. Am Freitagabend werde ich den Film aufzeichnen, demnächst wird die Rezension dazu im Wahlberliner erscheinen.

Handlung

In einem Waldstück wird die Leiche des Journalisten Hoffmann gefunden. Indizien sprechen dafür, dass der umtriebige Lokalreporter sterben musste, weil er zuviel wusste. Eine erste heiße Spur führt Brockmöller und Stoever zu dem Bürgermeister eines kleinen Ortes: Ralf Fromm. Der verdiente offenbar Millionen, indem er per Ratsbeschluss Brachland in teures Bauland verwandeln ließ. Alles deutet zunächst darauf hin, dass Hoffmann über die Machenschaften des Bürgermeisters informiert war und Kapital aus seinem Wissen schlagen wollte. Doch bald zeigt sich, dass Ralf Fromm selbst ein betrogener Betrüger ist.

In den Mittelpunkt der Ermittlungen gerät Gunnar Engelhardt, der dubiose Inhaber einer Reihe von Bauträgerfirmen. Engelhardt brachte in großem Stil Häuslebauer um ihr Vermögen und führte selbst den gerissenen Bürgermeister hinters Licht. Während Stoever und Brockmöller ihre Bemühungen darauf ausrichten, den unter wechselnden Firmennamen agierenden Engelhardt dingfest zu machen, entwickelt sich von ihnen unbemerkt eine Familientragödie um den Tierpharmavertreter Hebbel – einem Kunden Engelhardts. Um den Bau seines Traumhauses zu finanzieren, hat sich Hebbel auf einen illegalen Medikamentenhandel eingelassen.

Als Engelhardt ermordet aufgefunden wird und alles dafür spricht, dass der Täter auch für den Tod des Journalisten verantwortlich ist, beginnt für Stoever und Brockmöller ein Wettlauf mit der Zeit. Es gilt einen verzweifelten Familienvater aufzuhalten, der zu allem entschlossen ist.

Besetzung und Stab

Kommissar Stoever – Manfred Krug
Kommissar Brockmöller – Charles Brauer
Friedel Hebbel – Ulrich Mühe
Hanna Hebbel – Susanne Lothar
Ralf Fromm – Peter Sattmann
Schwamm – Gerhard Garbers
Werner Braune – Gustav Peter Wöhler
Gunnar Engelhardt – Krystian Martinek
Stefan Struve – Kurt Hart
Luise Fromm – Marion Breckwoldt
u.a.

Regie – Ulrich Stark
Kamera – Wolf Siegelmann
Buch – Raimund Weber

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s