Metropolis (DE 1927) | 2 Empfehlungen | #Filmfest 206 #Top250

Filmfest 206 B "Concept IMDb Top 250 of all Time" (12)

2020-10-08 Filmfest BErstaunlich oder nicht, jedenfalls habe ich zu „Metropolis“ keine eigene Rezension gefunden. Weder in „Das internationale Filmverzeichnis Nr. 8“, das wir gerade auswerten und das im Jahr 1989 entstand, noch im Archiv oder gar schon im aktuellen Filmfest veröffentlicht.

Ich erwähne das noch mit der Maschine geschriebene 1989er Verzeichnis, weil ich mir sicher bin, den Film vor dessen Erstellung schon einmal gesehen zu haben, im Arthouse-Kino „Camera“ meiner Heimtatstadt – und danach mindestens noch einmal. Allerdings wohl nicht in der 2010 erstellen Version der F.-W.-Murnau-Stiftung, die möglich war, weil man in Argentinien eine 16-mm-Kopie gefunden hatte, mit der man viele fehlende Szenen ergänzen konnte. Oder doch, aber vor dem Start der FilmAnthologie des „ersten“ Wahlberliners? Möglich wäre das, denn der Film lief ein Jahr zuvor als Premiere auf Arte. Diese Version habe ich aber nun auch aufgezeichnet und eine Besprechung wird in absehbarer Zeit folgen.  

Da wir nun aber beim „Concept IMDb Top 250 of All Time“ im Jahr 1927 angelangt sind, werde ich zunächst zwei Rezensionen Rezension empfehlen. Man kann natürlich auch die Wikipedia durchforsten, die sich zu diesem Film besonders ausführlich äußert. Gerade aufgrund der unzähligen Stimmen zu diesem Film möchte ich aber eingrenzen. Zum einen habe ich die Besprechung von Ulrich Behrens in „Follow me now“ herausgegriffen, sie bezieht sich die 118-Minuten-Fassung bezieht, welche bis 2010 Stand der (restauratorischen) Dinge war:

Die Geschichte von „Metropolis” – des wohl bekanntesten deutschen Films – ist auch eine Geschichte des Verlusts. Der von der UNESCO 2001 als erster Film überhaupt in das „Memory of the World” aufgenommene Klassiker ist aufgrund einer seit 1998 begonnenen Restaurierung heute in einer 118 Minuten langen Fassung zu sehen. Ursprünglich hatte der Film in der Fassung, in der er zuerst ins Kino kam, 153 Minuten – und keinen Erfolg beim Publikum. 

Thorsten Funke hat für „Critic.de“ die neue Fassung kurz nach ihrer Fertigstellung gesichtet und über sie geschrieben:

Ungeliebt [von Fritz Lang, Anm. TH}] oder nicht – es ist ohne Zweifel ein Erlebnis, Metropolis heute wieder auf einer großen Leinwand zu sehen, am besten mit Orchester. Die neu eingespielte Original-Filmmusik von Gottfried Huppertz, ein die Handlung mit raffinierter Leitmotivtechnik unterstützendes, emotional aufwiegelndes Klanggewebe, trägt entscheidend dazu bei. Dass es mehr als ein Jahr gedauert hat, bis der Film nach seiner Weltpremiere auf der letztjährigen Berlinale (mit gleichzeitiger Live-Ausstrahlung auf Arte) ins Kino kommt, ist schade. 

Mit diesem Film werde ich mich vermutlich noch mehrfach befassen, sodass es zu weiteren Registernummern des Filmfests kommen wird und äußere mich hier noch nicht inhaltlich.

In der Liste der besten 250 Filme aller Zeiten der IMDb steht Metropolis derzeit auf Rang 113. Ein gutes Beispiel dafür, dass neue Filme überbewertet werden und die Verdrängung von Megaklassikern der Filmgeschichte aus der Liste durch teilweise eher banales und lediglich durch technischen Bombast hervorstechendes Material droht. Das wird bei „Metropolis“ vorerst nicht der Fall sein, aber ein Platz unterhalb der besten 100 ist, sagen wir mal, lächerlich, zumal bei einem fast perfekten Metascore der führenden US-Kritiker*innen. 

TH

IMDb-Wertung: 8,3/10
Metascore: 98/100

Regie Fritz Lang
Drehbuch Fritz Lang,
Thea von Harbou
Produktion Erich Pommer
Musik Gottfried Huppertz
Kamera Karl Freund,
Günther Rittau,
Walter Ruttmann
Schnitt Fritz Lang
Besetzung

Nicht im Abspann

 

 

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