Schlaflos in Weimar – Tatort 650 #Crimetime Vorschau #Tatort #Leipzig #Ehrlicher #Kain #MDR #Schlaflosigkeit #Weimar

Crimetime Vorschau - Titelfoto © MDR, Hardy Spitz

Herzprobleme und Schlaflosigkeit kurz vor dem Ende

44 Fälle haben Ehrlicher und Kain insgesamt in Dresden, später in Leipzig gelöst. „Schlaflos in Weimar“ ist der 42. und damit der drittletzte. Da kann man schon mal „Stiche in der Herzgegend“ kriegen und die Schlaflosigkeit. War während des Drehs schon klar, dass Ehrlicher und Kain im folgenden Jahr aufhören werden? Wird es thematisiert?

Derzeit steht „Schlaflos in Weimar“ auf Rang 16 der 44 Ehrlicher-Kain-Tatorte, wenn es nach den Nutzern des Tatort-Fundus geht. Also recht sicher in der oberen Hälfte der Tabelle. Insgesamt bedeutet dies aber nur Rang 689 von 1149 (beide Platzierungen Stand 19.08.2020). Gerne wiederholt: Das kommt daher, weil die Ehrlicher-Tatorte qualitativ keinen herausragenden Ruf genießen. Trotzdem sind die beiden in Sachsen tätigen Kriminaler immens wichtig, um die Krimigeschichte nach der Wende im Osten zu verstehen. Ein wenig hat sich deren Bedeutung für mich relativiert, seit ich mich mit der Reihe Polizeiruf 110 befasse, aber das ändert nichts daran, dass ich mich immer wieder freue, wenn ich die Sammlung mit Fällen der beiden komplettieren kann – und damit auch die Tatortanthologie, die im neuen Wahlberliner in die Rubrik „Crimetime“ integriert wurde.

Bevor die zweite Halbsaison 2020 mit Tatort- und Polizeirufpremieren startet, schicken einige Sender noch einmal ein paar Filme auf die Reise, die selten wiederholt werden, hierzu zählt auch „Schlaflos in Weimar“. Wir werden sehen, wie der Film sich uns zeigt, ihn aufzeichnen und in Bälde rezensieren.

Wiederholt wird er heute in einer Woche, am Mittwoch, dem 26.08.2020, um 22:15 Uhr vom MDR, dem Sender, der ihn im Jahr 2006 produziert hat.

Handlung

Michael Köster sitzt seit fünf Jahren im Gefängnis und nimmt an einer Therapie für Häftlinge teil, die von dem Weimarer Kunstprofessor und Maler Robert Henze geleitet wird.

Während eines begleiteten Freigangs in das Leipziger Bildermuseum flüchtet er. Dabei wird einer der Vollzugsbeamten im Fahrstuhl ermordet. Sein Kollege Peter Vosskamp kann Köster, der noch sechs Monate abzusitzen hat, nicht an der Flucht hindern. Wegen der Aussage Vosskamps gerät Köster unter Mordverdacht. Außerdem finden sich seine Fingerabdrücke auf der Flasche mit abgeschlagenem Hals, mit der die Kehle des Toten durchbohrt wurde.

In der Zelle des Flüchtigen finden die Kommissare einen Abschiedsbrief seiner Freundin Judith, die in Weimar lebt, und so setzen die Kommissare ihre Ermittlungen dort fort. Zwar gelingt es Kain, Köster festzunehmen, doch schon bald wachsen die Zweifel an seiner Täterschaft. Den Aufenthalt in Weimar nutzt Ehrlicher für den Besuch eines Freundes, der sich dort als Arzt niedergelassen hat. Er sucht bei ihm Rat wegen der Stiche in der Herzgegend und seiner Schlaflosigkeit, die ihn seit einiger Zeit quält. Ehrlicher erfährt, dass die Ehefrau Prof. Henzes in Weimar mehrere Häuser geerbt hat, die auch noch nach ihrer Restaurierung mit gravierenden Mängeln behaftet sind.

Auch in Weimar geschieht ein rätselhafter Mord. Das Opfer ist Gabriele Teichert, die Leiterin des dortigen Amtes für Denkmalschutz. Ehrlicher findet heraus, dass Frau Teichert die Mutter von Kösters Freundin ist. In der Wohnung des Mordopfers kann die Kriminaltechnik wieder Fingerabdrücke von Michael Köster sichern. Damit ist klar, dass die beiden Morde in Verbindung stehen. Der Kunstprofessor Robert Henze und der Vollzugsbeamte Peter Vosskamp geraten ins Visier der Kommissare.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Hauptkommissar Kain – Bernd Michael Lade
Judith Wagner – Oona Devi Liebich
Professor Robert Henze – Christoph Waltz
Peter Vosskamp – Hansa Czypionka
Charlotte Janssen – Claudia Hübschmann
Wolfgang Scholl – Christian Schmidt
Gabriele Teichert – Annette Kruschke
Michael Köster – Niels Bruno Schmidt
Sybille Henze – Ingrid Sattes
Techniker Walter – Walter Nickel
Martin Steingart – Christian Grashof
u.a.

Drehbuch – Andreas Pflüger
Regie – Uwe Janson
Kamera – Philipp Sichler
Musik – Oliver Biehler

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