»Trump has Covid« #Corona Lage 83: Die Nachricht des Tages #TrumpHasCovid und das Geschehen in der Welt #World #Pandemic #USA #Brasil #Spain #France #Italy #India #Sweden #Germany #Covidioten #StaySafe #Covid #Covid-19 #CoronavirusDE #Covid19

#TrumpHasCovid ist heute unabweisbar das Hashtag des Tages. Aber damit ist er nur einer von 7,5 Millionen US-Amerikaner*innen, die es schon erwischt hat und eine Person von 34,5 Millionen weltweit, die sich bereits mit COVID19 infiziert haben.*

FireShot Capture 212 - United States Coronavirus_ 7,494,671 Cases and 212,660 Deaths - World_ - www.worldometers.info1,03 Millionen sind bereits verstorben. Aller Voraussicht nach wird Donald Trump das nicht passieren. Selbst diese Nachricht, Trump betreffend, die alle in Atem hält, ist für uns mehr oder weniger eine Routinemeldung, denn Trump ist eben nur einer von vielen und so ersetzbar wie wir alle, sollte es ihn schlimmer treffen. Außerdem ist das heutige World-Roundup bereits der 83. Artikel unserer Corona-Berichterstattung. Wir begleiten die Pandemie seit März 2020, etwa seit dem Zeitpunkt, als sich in Deutschland ein „Lockdown“ (in Anführungszeichen, einen kompletten Lockdown gab es nie) abzeichnete.

Ein Politiker also der kürzlich noch behauptete, ein Ende der Pandemie sei abzusehen und häufig von einer Art Grippe sprach, hat sich nun also ebenfalls angesteckt. Angesichts seines Verhaltens, seiner Nachlässigkeit beim Umgang mit den  Hygieneregeln kein Wunder, aber die Welt wird, wenn es um Prominente geht, um Spitzenpolitiker, in der Regel nicht auf dem Corona-Weg von deren Wirken erlöst. Selbst Donald Trump wünsche ich selbstverständlich nicht, dass er an Corona verstirbt, ich meinte es politisch. Bei Boris Johnson soll es sogar so gewesen sein, dass ihm die Ansteckung bezüglich seiner Popularität geholfen hat. Mit ihm und Jair Bolsonaro aus Brasilien sind zwei weitere Corona-Leugner oder -verharmloser bereits selbst Opfer des Virus geworden.

Eigentlich eine Ironie der Geschehnisse, aber solange diese Menschen keine Verläufe haben, durch die sie dauerhaft geschädigt werden oder daran versterben, wird sich an der Dummheit vieler im Umgang mit Corona nichts ändern und es bringt nicht viel, wie der Spiegel es hier tut, ausgiebig über Trump und Corona zu spekulieren – keines der ausgemalten Szenarien wird vermutlich exakt eintreffen, lediglich der wiederholte Versuch, die Wahlen zu verschieben, ist Trump ohne Weiteres zuzutrauen.

FireShot Capture 215 - Argentina Coronavirus_ 765,002 Cases and 20,288 Deaths - Worldometer_ - www.worldometers.infoDie USA sind mit ihren gestern wieder fast 50.000 Neuinfektionen zwar nach wie vor ein wichtiger Teil des Geschehens, aber stellen nur noch ca. 15 Prozent der Neufälle (gestern knapp 50.000). Weltweit liegt die Zahl der neuen Fälle täglich jetzt häufiger über 300000 als unter 300.000, außerdem gab es gestern eine neue Höchstmarke bei den Todesfällen (8.927), was vor allem daran lag, dass das mittlerweile stark betroffene Argentinien offenbar eine Nachmeldung vorgenommen hat. Nach gestern 3.352 gemeldeten Corona-Toten liegt die Gesamtzahl dort jetzt bei 20.288.

Die USA betreffend gibt es tatsächlich so etwas wie eine Beruhigung, von den Höchstständen bei den täglichen Neuinfektionen (ca. 75.000 Fälle pro Tag), hat sich das Land mittlerweile entfernt und liegt zwischen 40.000 und 50 000. Das kommt vor allem daher, dass die großen Flächenstaaten (Texas, Florida, Kalifornien etc.) die zuletzt stark betroffen waren, mittlerweile ihre Peaks an Neuansteckungen überschritten haben. Ich habe in unseren Artikeln mehrfach darauf hingewiesen, dass es sich in den USA nicht um eine zweite Welle handelt, sondern um eine regionale Verschiebung weg vom ersten Epizentrum New York / umgebende Staaten hin zum Süden und Westen.

FireShot Capture 218 - India Coronavirus_ 6,397,896 Cases and 99,833 Deaths - Worldometer_ - www.worldometers.infoIndien ist nun die klare Nummer zwei hinter den USA, und es ist eine Frage der Betrachtungsweise, ob man es als gute Nachricht bezeichnen kann, dass die neue Infektionszeit von 100.000 pro Tag entgegen meinen Erwartungen knapp nicht erreicht wurde und sich mittlerweile in Indien das Geschehen bei etwa 75.000 bis 85.000 Fällen pro Tag einpendelt – es kommt nämlich immer noch zu über 1000 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden, daran hat sich seit Wochen wenig geändert.

Vermutlich wird Indien die USA bei dem Gesamtfallzahlen noch einholen, hat aber erst 72 Tote pro eine Million Einwohner zu verzeichnen, in den USA sind ist 642 und damit mehr als in den meisten anderen größeren Ländern. Brasilien kommt auf 680 Corona-Tote pro eine Mio. Einwohner und ist insgesamt mit 4,5 Millionen Infizierten weltweit die Nummer drei. Dann kommt mit großem Abstand Russland und 1,185 Millionen infizierten Personen das erste europäische Land. Russland wird in dieser Statistik komplett Europa zugeschlagen. Die Höchstzahlen von über 10.000  täglich neu Infizierten aus dem Mai des Jahres sind zwar noch nicht wieder erreicht aber von etwa 5.000 Anfang September pro Tag hat sich die Rate wieder auf über 8000 erhöht.

FireShot Capture 221 - France Coronavirus_ 577,505 Cases and 32,019 Deaths - Worldometer_ - www.worldometers.infoEin besonderes Augenmerk gilt den Ländern in Europa die tatsächlich eine zweite Welle haben, und zwar eine zweite Welle die teilweise höher ist als die erste. Das trifft vor allem auf Frankreich zu, das in der vergangenen Woche zweimal sogar über 15.000 Neuinfektionen pro Tag lag. Allerdings sind die Todesfallzahlen in jenen Ländern bei weitem nicht mit denen während der „ersten Welle“ im März und April zu vergleichen. In Deutschland wären 150 Todesfälle, wie sie in Frankreich am 25. September erreicht wurden, zwar eine große Alarmmeldung wert, aber im westlichen Nachbarland gab es im April Tage mit fast 1.500 Todesfällen. Im Mai hatte Frankreich seine Zahlen revidiert, danach lagt die Infektionsfallzahl knapp unter der deutschen, mittlerweile liegen sie wieder erheblich höher. Ein weiteres Land, das eine massiver zweite Welle durchstehen muss, ist Spanien. Auch hier liegen die Neuinfektionen nun bei bis zu 13.000 pro Tag – mit einer erstaunlichen Absenkung in der dritten Septemberwoche, aber in den letzten Tagen wurden die vorherigen Zahlen von etwa 10.000 wieder erreicht. Die Todesfallzahlen mit bis zu 250 pro Tag entsprechen, wie in Frankreich, noch nicht denen im April und März (damals bis zu ca. 1.000), aber trotzdem ist diese zweite Welle nach dem ruhigen Sommer ein Schock.

Der Unterschied zu Deutschland macht den dortigen Politikern durchaus zu schaffen und sie fragen sich, was man in Deutschland besser macht. Soziologische Erklärungen werden gesucht, aber wie immer man dazu steht – eines muss ich an der Stelle doch schreiben: Nirgends gibt es so viele #Covidioten wie bei uns, sie gleichen die stärker ausgeprägte Soziophobie oder Vereinzelung der Menschen in Deutschland ganz sicher (mehr als) aus.

Viel besser läuft es bisher seit dem Sommer aber auch in Italien, das als erstes europäisches Land massiv betroffen war. Die Zahlen an Neuinfektionen entsprechen etwa im Moment den in Deutschland, 2548 waren es gestern, in Deutschland 2619. 24 Todesfällen in Italien stehen 15 in Deutschland gegenüber. „Die Epidemie hat Italien früher getroffen und es hat als erstes europäisches Land harte Ausgangssperren verhängt. Davon profitieren wir jetzt noch“, sagt der Infektiologe Massimo Andreoni vom renommierten Krankenhaus Tor Vergata in Rom. „Die Öffnung erfolgte sehr langsam und nur schrittweise und sie ist auch noch nicht abgeschlossen“, heißt es dazu unter anderem in diesem Artikel.

Und damit zu Deutschland. Hier gibt es tatsächlich etwas wie eine Art langsame anrollende zweite Welle. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen, die im Juni und Juli schon mal weit unter 500 liegen konnte, hat sich mittlerweile auf über 2.000 pro Tag erhöht. Auch zweistellige Todesfallzahlen sind mittlerweile wieder die Regel. Freilich sind das nur 5% dessen, was auf dem Höhepunkt der Welle mit etwa 300 Corona-Toten pro Tag beklagt werden musste.

Bezüglich der Todesfallquote hat es vor einiger Zeit eine interessante Verschiebung gegeben. Deutschland liegt mit 114 Toten pro eine Million Einwohner nunmehr unterhalb des Weltdurchschnitt der jetzt am gestrigen Abend auf 131,8 angestiegen war. Wenn man von einigen Kleinstaaten absieht, ist Peru mit 983 toten pro eine Million Einwohner das am stärksten von Todesfällen betroffene Land, danach folgt Belgien, über dass wir im Rahmen unserer Berichterstattung schon erwähnt hatten, dass es innerhalb Europas eine besonders hohe Todesfallquote hat. Die belgische Regierung, wenn man sie darauf anspricht, sagt, es wird in Belgien exakter bzw besser gezählt.

Danach folgen mit 684 bzw 680 Todesfällen pro eine Millionen Einwohner Spanien und Brasilien, zwei Länder der hispanischen Welt. Bolivien mit ebenfalls 680 Toten, das folgt, zählt ebenfalls zu diesem Kreis, wie auch Chile (669) und Ecuador (646) danach folgen die USA mit Toten pro eine Million Einwohner. Auch das Vereinigte Königreich findet sich unter den Ländern mit den schlechtesten Todesfallzahlen mit 621 recht weit vorne,  Mexiko auf Platz 12, Panama auf Platz 15, Kolumbien auf Platz 16, Argentinien auf Platz 19: Der obere Bereich der Tabelle zeigt ohnehin auffällig viele Länder Südamerikas.

Schweden liegt auf Platz 14 und obwohl in letzter Zeit oftmals überhaupt keine Zahlen mehr gemeldet werden – die Zahl der Neuinfektionen beinhaltet auffälligerweise noch ein weißes Feld -, liegt es mit 583 toten pro einer Million Einwohnern weiterhin im Spitzenbereich. Die Diskussion über die Strategie ist dort in vollem Gange, gestern kamen fünf Tote hinzu. Das ist auf die Einwohnerzahl gerechnet etwa das Zweieinhalbfache wie in Deutschland.

Die Kontinente betreffend, gibt es wieder eine Verschiebung in Richtung Europa: Lag die Zahl vor nach die Zahl im Sommer noch bei ca 15 000 bis 18 000 Neuinfektionen pro Tag, haben die zweiten Wellen in manchen Ländern nun dazu geführt, dass Europa wieder auf Rang 2 der Kontinente steht (getestern registrierte 69.423 Neufälle). Nordamerika, die Zahlen werden dominiert von denen der USA und Mexikos, kam auf 58.507 und Asien ist mit ca. 119.000 neuen Infektionen täglich immer noch das Zentrum, verein aber auch die größten Bevölkerungsanteile. Außerdem gehen zwei Drittel der Fälle auf Indien zurück. Zwischen Europa und Nordamerika liegt im Moment Südamerika mit etwa 65.000 Neuinfektionen pro Tag davon gingen gestern ca. 35.000 auf das Konto Brasiliens und ca. 140.00 auf das Argentiniens.

Nach wie vor ein Phänomen sind die afrikanischen Zahlen, denn es bleibt dabei: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wird auf dem gesamten Kontinent nicht einmal fünfstellig und die Zahl der zu beklagenden Toten ist mit ca. 36.100 ebenfalls sehr niedrig – das ist weniger als in einigen europäischen Ländern. europäischen Ländern Alleine das Vereinigte Königreichzählt ca. 42.200 Tote, Italien 35.900.

Deutschland ist mit 9586 Toten am Ende des gestrigen Tages weiterhin weiterhin sehr stabil, aber der Anstieg der Neuinfektionen wird vermutlich auch in Anrechnung der Tatsache, dass die Zahlen während der zweiten Wellen in Europa generell niedriger liegen als im Frühjahr, regelmäßig zu zweistelligen Todeszahlen führen. Über regionale Einschränkungen dort, wo das Virus sich verstärkt zurückmeldet, wird bereits intensiv diskutiert, aber ich gehe davon aus, dass ein zweiter Zustand wie im März, auch wenn dies auch wenn es in Deutschland nie einen totalen Lockdown gegeben hat, aus wirtschaftlichen Gründen nicht noch einmal hergestellt werden kann.

Anders ausgedrückt: Was immer kommt, wir werden durch müssen. Erste große Firmen kündigen nun nach den Kurzarbeitergeld als Puffer auch Entlassungen und Werksschließungen an, eine Pleitewelle wird im Herbst erwartet, wenn die Insolvenzverschiebungsmöglichkeit, die durch die Corona-Regelungen geschaffen wurde, ausläuft. Corona wird uns also erhalten bleiben und beschäftigen. Nicht wenige Kommentatoren befürchten, dass uns Trump als Präsident der USA  ebenfalls erhalten bleiben wird. Aus einer linken Position heraus erwarte ich von Joe Biden ohnehin nichts wesentlich Besseres, lediglich dürfte der Ton wieder etwas zivilisierter werden, damit die Transatlantiker sich nicht zusätzlich zu Corona auch noch um die imperiale Statik des aktuellen geopolitischen Machtgefüges sorgen müssen.

TH
*Der Beitrag wurde von unterwegs in den WordPress-Editor gespochen, nach einer ersten Revision sind sicher noch nicht alle Fehler beseitigt.

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