Kokon (DE 2020) | 1 Empfehlung | #Filmfest 248

Filmfest 248 B

2020-10-08 Filmfest BKokon (internationaler Titel: Cocoon) ist ein deutscher Spielfilm von Leonie Krippendorff aus dem Jahr 2020. Der Coming-of-Age-Film, für den die Regisseurin auch das Drehbuch verfasste, stellt eine pubertierende Jugendliche (dargestellt von Lena Urzendowsky) in den Mittelpunkt, die während eines Sommers in ihrer Heimatstadt Berlin ihre Sexualität entdeckt.

Die Uraufführung fand am 21. Februar 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin als Eröffnungsfilm der Sektion Generation 14plus statt.[1] Der Kinostart in Deutschland war zunächst für den 30. April 2020 vorgesehen, wurde dann jedoch auf den 13. August 2020 verschoben.[2]

Sicher war Kokon in diesem schrecklichen Kinojahr nicht von so viel Auftrieb begleitet wie „Systemsprenger“ im Jahr zuvor, es handelt sich ja auch eher um Menschen, die nicht so aus der Rolle fallen, sondern eine Rolle suchen, die hier gezeigt werden – und „Comig-of-Age-Filme“ gibt es nun einmal nicht allzu selten. Aber, hey, es ist Berlin, es ist Kreuzberg, es wäre meine Stadt der Jugenderinnerungen gewesen, wenn ich damals schon hier gelebt hätte. Inklusive der rotgelbblaustichigen Töne oder welche Farbgebung man Bildern aus jenen Jahren auch immer zurechnet. Vergoldet könnten sie natürlich auch sein, aber dafür ist der Kotti als soziale und Behauptungswirklichkeit, als der perfekte Platz fürs Überlebenstraining als Lebensaufgabe vielleicht doch etwas zu rau.

Erinnerung: Lena Urzendowsky, das Mädchen, das aus dem Kokon schlüpft, ist mir vor allem in Erinnerung als Vanessa im Tatort „Leonessa“, leider habe ich dem Film im Ganzen eine der schwächsten Crimetime-Bewertungen der letzten Zeit zukommen lassen, aber auch: „Die jungen Darsteller*innen von Vanessa, Lena Urzendowsky und Leon, Michelangelo Fortuzzi, mache ihre Sache gut.“

„Filmstarts“ hält eine ausführliche und differenzierte Kritik zu dem Film bereit, die mich neugierig gemacht hat. Angesichts der corona-bedingten Probleme bei der Kinoauswertung dürfte der Film rasch auf anderen Vertriebswegen erhältlich sein. Deswegen habe ich ihn mir auf die Vormerkliste gesetzt.

Kritiker-Wertung: 3,5/5

Regie Leonie Krippendorff
Drehbuch Leonie Krippendorff
Produktion Jost Hering
Kamera Martin Neumeyer
Schnitt Emma Gräf
Besetzung

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