Eine Nacht in Casablanca (A Night in Casablanca, USA 1946) #Filmfest 255

Filmfest 255 A

2020-12-01 FF 0255 Eine Nacht in Casablanca A Night in Casablanca USA 1946
2020-08-14 Filmfest AEigentlich war es der letzte Spielfilm der drei Marx-Brüder, denn „Love Happy“ aus dem Jahr 1950 war mehr ein Nummern-Special, vor allem für Harpo Marx.

Eine Nacht in Casablanca (Originaltitel: A Night in Casablanca) war der zwölfte Film mit den Marx Brothers Groucho, Chico und Harpo Marx. Gedreht und veröffentlicht wurde er im Jahr 1946. (1)

Der Film ist eine Parodie auf den Film Casablanca mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman aus dem Jahr 1942. Der Konzern Warner Brothers hat zunächst versucht, den Titel des Films zu verhindern; daraus ergab sich ein interessanter Briefwechsel zwischen Groucho und Warner Bros.[1] (1)

Kritiken (1)

  • „(…) die diffuse Story, die den Kultfilm „Casablanca“ nicht unbeschädigt läßt, gibt der Phantasie der Brüder viel Spielraum.“ (Wertung: 3 Sterne = sehr gut)Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 596
  • „Dem Komiker-Trio und Regisseur Archie L. Mayo ist da eine jener turbulenten Komödien gelungen, deren zahllose Gags man sofort weitererzählen möchte – doch sie entziehen sich der Erzählbarkeit, weil selbst die Dialogwitze untrennbar mit den drei Figuren verbunden sind, mit ihrem Gestus und mit ihren Erfahrungen; sie bewegen sich in einem derart rasenden Tempo, daß klar wird: sie fürchten den Moment der Ruhe, in dem sie zur Besinnung kommen müßten.“ film-dienst 20/1977

Wenn es so weitergeht, wird wohl das Kriminalkomödien-Team Thiel, Boerne & Co. in Münster das Komikergespann sein, das am längsten zusammenarbeitet. Die Zeit der Marx Brothers, in denen sie zusammen filmten, währte von 1929 bis 1946, also 17 Jahre lang. Das ist, wenn man so will, das übliche Maß für erfolgreiche Komiker und nach dem Zweiten Weltkrieg endete auch die Karriere von Stan Laurel und Oliver Hardy, die sich kurz vor den Marxens zusammengefunden hatten. Wobei letztere wirklich Brüder waren und somit als Komiker- oder Satirikergruppe eine Ausnahmeerscheinung im Filmbusiness.

Ich werde mich im Rahmen eines Specials für die Marx Brothers auch zu „A Night in Casablanca“ noch einmal äußern. Immerhin vergab ich im Jahr 1989 acht Punkte für den Film, damit liegt er fast auf dem Niveau von „Eine Nacht in der Oper“, den ich für den besten des Trios halte. Vermutlich würde es bei einer auf einer neuen Sichtung beruhenden Rezension zu einer leichten Abwertung von „A Night in Casablanca“ kommen.

© 2020, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Archie Mayo
Drehbuch Joseph Fields, Roland Kibbee, Frank Tashlin
Produktion David L. Loew
Musik Werner Janssen
Kamera James Van Trees
Schnitt Gregg G. Tallas
Besetzung

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