Premiere „Ziemlich russische Freunde“ am 27.11.2020 #Filmfest Vorschau für den #BlackFriday

Filmfest Vorschau - Titelbild © ARD Degeto, Philipp Brozsek

Nachdem wir zuletzt über „GOTT“ (Ausstrahlung heute Abend um 20:15 Uhr in DAS ERSTE) vorab berichtet haben, wollen wir auf eine weitere ARD-Premiere in dieser Woche hinweisen, die wiederum zur Primetime stattfindet. „Ziemlich russische Freunde“. Ein würdiger Abschluss des „Black Friday“ am 27.11.2020?

Jedenfalls legt der Text der betreuenden PR-Agentur, die den Film als „Culture-Clash-Komödie bezeichnet“, das nah:

Am 27. November2020 um 20.15 Uhr strahlt Das Erste die rasante Komödie ZIEMLICH RUSSISCHE FREUNDE auf dem Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ aus. Zur deutschen Sippe gehören Oliver Mommsen, Susanna Simon, Wolfgang Stumph und Anton von Lucke. Zum russischen Clan Barbara Prakopenka, Jevgenij Sitochin, Katerina Medvedeva und Natalia Bobyleva.

Inhalt: Bernd (Oliver Mommsen) und Daniela Weigel (Susanna Simon) machen mit dem Verkauf eines Baugrundstücks nicht nur ein gutes Geschäft, sondern auch die Bekanntschaft mit der russisch-stämmigen Familie Galkin. Nach der Vertragsunterzeichnung lassen sich die Weigels auf einen Besuch bei den gastfreundlichen Russen ein. Viktor Galkin (Jevgenij Sitochin) hält eine sentimentale Rede.

Dabei wird spürbar: Der Hausbau ist für die Galkins ein Familienprojekt von schicksalhaften Dimensionen. Nicht zuletzt unter dem Einfluss alkoholischer Getränke freunden sich die beiden Männer an – zum Unmut der Ehefrauen Svetlana (Katerina Medvedeva) und Daniela, die das Gelage der Männer mit Sorge beobachten. Der herbeigerufene Sohn Johannes (Anton von Lucke) soll Bernd nach Hause verfrachten, doch kaum angekommen, hat Johannes nur noch Augen für Viktors schöne Tochter Irina (Barabara Prakopenka).

Das feuchtfröhliche Gelage findet ein jähes Ende auf dem örtlichen Polizeirevier. Doch als wäre das nicht schon genug, findet Viktor am nächsten Tag auf dem gerade erworbenen Grundstück eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Er überredet seinen neuen Freund dazu, gemeinsam den Blindgänger heimlich verschwinden zu lassen – aus Kostengründen! Leider geht die Aktion gehörig schief. Übrig bleibt eine satte Rechnung für den Kampfmittelräumdienst und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Nicht jedoch die Liebe. Und so bleibt Johannes und Irina nichts anderes übrig, als den Streit ihrer Familien zu schlichten …

ZIEMLICH RUSSISCHE FREUNDE ist eine Produktion der Mona Film und Tivoli Film (Produzenten: Thomas Hroch, Gerald Podgornig; Producer: Victor Witte) in Zusammenarbeit mit der ARD Degeto für Das Erste. Gefördert wird die Komödie durch den Fernsehfonds Austria. Regie führte Esther Gronenborn. Das Drehbuch stammt von Michael Vershinin und Zoltan Spirandelli. Hinter der Kamera stand Birgit Gudjonsdottir. Die Redaktion liegt bei Stefan Kruppa (ARD Degeto). Gedreht wurde vom 15. Oktober bis 14. November 2019 in Wiesbaden und Wien.

***Ende Pressetext***

Klar, der Titel ist an den des Welterfolgs „Ziemlich beste Freunde“ von Olivier Nakache und Éric Toledano angelehnt (Rezension vorhanden, noch nicht auf dem Filmfest gezeigt) und wer in Berlin wohnt, weiß, was ein Kulturclash ist. Wieso habe ich immer wieder das Gefühl, die hier lebenden Russen entsprechen viel mehr bestimmten Klischees als die vielen Millionen Menschen in Russland selbst, die sich in der Regel klar von der dünnen Oberschicht der Partygänger*innen in St. Petersburg und Moskau unterscheiden? Es kommt oft daher: Was man en passant oder in einem Café sitzend wahrnimmt, ist das Auffällige, nicht das Unauffällige, vor allem, wenn man, wie ich, nicht unendlich weit weg vom Kudamm und seinen schicken Seitenstraßen wohnt. Es gibt auch russische und deutschrussische Communitys in dieser großen Stadt, von denen ich kaum etwas mitbekomme. Das Vorab-Gefühl zum Film ist, dass es darin mittelständisch zugeht, normalbürgerlich. Ich werde mich am Freitagabend überraschen lassen, wie sich das ausnimmt, wenn solche Menschen auf Deutsche aus einer vermutlich ähnlichen sozialen Schicht treffen.

Was sagen Stimmen, die den Film schon kennen? Tilmann P. Gangloff meint in Tittelbach.TV:

„Der Fund einer Fliegerbombe vernichtet das zarte Pflänzchen einer gerade erst geschlossenen deutsch-russischen Freundschaft: Das ist der Satz, auf den sich diese fröhliche Komödie reduzieren lässt. Tatsächlich ist die Geschichte jedoch weit komplexer, weil das Drehbuch außerdem eine „Romeo und Julia“-Geschichte einbaut, diverse unerwartete Haken schlägt und zudem allerlei amüsante Spiele mit Klischees und Vorurteilen treibt. Zu einem endgültig sehenswerten Freitagsfilm im „Ersten“ wird „Ziemlich russische Freunde“ (Degeto / Tivoli) durch die flotte Inszenierung von Esther Gronenborn, die muntere Musik und ein gleichermaßen spielfreudiges wie treffend besetztes Ensemble, in dem neben Oliver Mommsen und Jevgenij Sitochin vor allem Barbara Prakopenka starke Akzente setzt.“

Der Arbeitstitel lautete übrigens „Die Braut spielt Balalaika“. Da kommt doch gleich ein Schiwago-Gefühl auf, aber so ergreifend wird es am Freitagabend (hoffentlich) nicht.

Autor Michael Vershinin ist vielen noch unter dem Namen Michael Illner ein Begriff, auf eine Weise spiegelt sich auch im Wechsel seines Familiennamens das, was die Komödie „Ziemlich russische Freunde“ beinhaltet. „Gemeinsam [mit Leo P. Ard] erhielten sie auch den Adolf-Grimme-Preis mit Gold für die Folge Totes Gleis der Fernsehkrimireihe Polizeiruf 110 (zusammen mit Bernd Böhlich, Otto Sander und Ben Becker).“ (Wikipedia) Dieser Polizeiruf zog weitere „Wustermark“-Krimis nach sich und gilt als eine, atmosphärisch stimmige, skurrile und hervorragend gespielte Beschreibung der Lage im ländlichen Nachwende-Brandenburg Mitte der 1990er.

TH

Regie Esther Gronenborn
Drehbuch Michael Vershinin,
Heino V. Kronberg
Produktion Thomas Hroch,
Gerald Podgornig
Musik Gert Wilden junior
Kamera Birgit Guðjónsdóttir
Schnitt Sabine Brose
Besetzung

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