Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo, USA / SE / GB / DE 2011) | 3 Empfehlungen | #Filmfest 298

Filmfest 298 B

Verblendung (Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo) ist ein Thriller des Regisseurs David Fincher aus dem Jahr 2011 und eine Neuverfilmung des gleichnamigen Romans und ersten Teils der Millennium-Trilogie des Autors Stieg Larsson. (1)

Wir starten in den Dezember 2020 mit kleinen Änderungen und natürlich mit einem zur Jahreszeit passenden düsteren Film. Weihnachten lassen wir dabei mal außer Acht, denn irgenwie ist dieses Jahr ohnehin alles anders.

Stieg Larson ist außerdem bereits seit 16 Jahren tot und kann sich nicht zu den Verfilmungen seiner Roman äußern. Nach 2009 wurde „Verblendung“ innerhalb von zwei Jahren noch einmal fürs Kino adaptiert und „Moviepilot“ warnt: „Reiner Mainstream“. Trotzdem ist der Film einer der Streaminghits derzeit, und das ist für einen neun Jahre alten Streifen doch recht ungewöhnlich. Wir müssen uns heute mit -> Empfehlungen begnügen, haben uns den Film aber vorgemerkt.

Handlung (1)

Die Handlung spielt in Schweden im Jahr 2009. Der Unternehmer Henrik Vanger bekommt jedes Jahr von einem anonymen Absender zu seinem Geburtstag mit der Post eine in einem schwarzen Bilderrahmen gefasste, gepresste Blume. Er vermutet, dass sie ihm vom Mörder seiner Großnichte Harriet, die im Sommer 1966 spurlos verschwand, geschickt wird, um ihn in den Wahnsinn zu treiben. Sie hatte ihm stets eine solche Blume zum Geburtstag geschenkt.

Vanger startet einen letzten Versuch, das Rätsel um Harriet aufzuklären. Er beauftragt den Stockholmer Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist, der bei Ermittlungen gegen den kriminellen Unternehmer Wennerström auf gefälschte Dokumente hereingefallen und wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe von 600.000 Kronen verurteilt worden war. Blomkvist scheidet aus der Redaktion seiner Zeitschrift Millennium aus, an der er finanziell beteiligt ist, und nimmt Vangers Angebot an. Als Gegenleistung verspricht Vanger ihm neben viel Geld auch Insiderinformationen über Wennerström, damit Mikael einen zweiten Versuch starten kann, dessen Machenschaften aufzudecken.

Empfehlungen / Kritiken

Neu am 1. Dezember 2020: Dass wir beim Label „Filmfest B“ zwar schon Handlungsabschnitte in unseren Text einbinden, aber mehrfach, nicht nur aufgrund des gewählten Logos, sondern auch im Text, darauf hinweisen, dass wir vorerst nur Kritiken anderer empfehlen und ein paar Bewertungen listen. So wie hier:

„Schön düster, schön gefilmt. Doch wer braucht’s? David Finchers US-Remake von Verblendung hält sich zu eng an Stieg Larssons Bestseller und fügt dem schwedischen Originalfilm kaum etwas hinzu. Bis auf Rooney Mara. Die Newcomerin begeistert als Lisbeth Salander.“ – Andreas Borcholte, Spiegel Online[6]

„Grandios gespielter und virtuos inszenierter Thriller für Erwachsene, mit dem David Fincher zu seinen ‚Sieben‘-Wurzeln zurückkehrt.“ – Christoph Petersen, filmstarts.de[7]

Der Film gewann einen Oscar fürs beste Film editing, rangiert mit 7,8/10 in der Internet-Moviebase nur 0,3/10 unter dem Einstieg in die Top-250-Liste und erhält auf Moviepilot derzeit, Mainstream hin oder her, beachtliche 7,4/10 von der Nutzercommunity. Der Metascore der US-Kritiker*innen liegt mit 71/100 etwas niedriger. Beeindruckt waren die Profis auch von Rooney Mara als Hauptdarstellerin, daran kann ich mich noch erinnern. Deshalb war sie auch für einen Oscar nominiert. Gewonnen hat aber die eiserne Meryl Streep für ihre Darstellung der „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher.

»Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichen­deuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie steinigen; ihr Blut sei auf ihnen.«– 3. Buch Mose (Levitikus) 20, Vers 20

Eine zweite Verfil­mung von Stieg Larssons Mill­en­nium-Trilogie nur wenige Jahre nach der ersten hätte die Welt viel­leicht nicht gebraucht. Nur Hollywood braucht sie. Aber wenn schon, dann ist David Fincher der perfekte Regisseur für diesen Stoff. Mit den Augen des Voyeurs, der er ist, blickt er auf sie, und lässt sich auf die Grau­sam­keit, den grund­sätz­li­chen Pessi­mismus und die emotio­nale Achter­bahn­fahrt der Vorlage ein. Der am Ende gewich­tigste Einwand gegen diese Reflexion des Zusam­men­hangs von Gewalt und Erkenntnis ist, dass der Zuschauer zu sehr auf der sicheren Seite bleibt. – Rüdiger Suchsland, Artechock

(1)  weiterer Verlauf, Empfehlungsausschnitte 1 und 2: Wikipedia

Regie David Fincher
Drehbuch Steven Zaillian
Produktion Scott Rudin,
Ceán Chaffin,
Ole Søndberg,
Søren Stærmose
Musik Trent Reznor,
Atticus Ross
Kamera Jeff Cronenweth
Schnitt Kirk Baxter,
Angus Wall
Besetzung

(1) Wikipedia + weiterer Verlauf

2 Kommentare

  1. Mir hatte die Verfilmung seht gut gefallen. Die Rollen agierten nachvollziehbar und ich konnte mich sehr gut mit der Drachentatoofrau identifizieren, auch wenn ich glücklicherweise nicht so schreckliche Erfahrungen machen musste. Spannende Handlung. Niederdrückende Atmosphäre. 4 von 5 Sternen.

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