Limbus – Tatort 1143 #Crimetime 926 #Tatort #Münster #Boerne #Thiel #WDR #Limbus

Crimetime 926 - Titelfoto WDR / Bavaria Filmpool Fiction, Valentin Menke

Wen es ums Leben geht, wird es existenziell

Im Grunde trifft das auf alle Krimis zu, zumindest für die Opfer. Dieses Mal heißt das Opfer aber Karl-Friedrich Boerne und davon fühlen sich Millionen von Fernsehzuschauer*innen sehr betroffen. Wird er dem Limbus entkommen? Mich hätte ja auch interessiert, ob sein Widerspruch gegen die Verbringung in Abt. II Erfolg gehabt hätte, beim Jobcenter gilt das immerhin für ca. 1/3 aller „Eingaben“, was auf die Qualität der Bescheide kein gutes Licht wirft. Und in der Vorhölle sitzt ein Beamter, der genau aussieht wie Thiel und es hat geradezu etwas Beruhigendes, bei ihm eine Nummer ziehen zu dürfen, denn immerhin macht er das noch selbst, wenn man die Aufforderung kurios findet. Was ist das Besondere am Tatort 1143 und welche Wirkung hatte es? Darüber steht mehr in der -> Rezension.

Handlung

Nach einem Abendessen mit seinen engsten Kollegen erleidet Professor Karl-Friedrich Boerne auf seinem Weg in den Urlaub einen katastrophalen Autounfall. Schwer verletzt wird er ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte auf der Intensivstation um sein Leben ringen.

Hauptkommissar Frank Thiel kommt die Sache direkt verdächtig vor – sein Bauchgefühl sagt ihm, dass mit Boernes Unfall etwas nicht stimmt. War es in Wahrheit ein Mordversuch?

Staatsanwältin Wilhelmine Klemm verweist auf die Kollegen, die den Unfall untersuchen und verbietet Thiel eigene Ermittlungen, was ihn naturgemäß nicht davon abhält, auf eigene Faust zu recherchieren. Währenddessen taucht in der Rechtsmedizin Boernes Urlaubsvertretung auf – Dr. Jens Jacoby, ein junger, charismatischer Kollege, der gerade frisch aus Brasilien zurückgekehrt ist. Schnell gewinnt er Silke „Alberich“ Hallers Sympathie, und gemeinsam suchen die beiden an Thiels Seite nach der Wahrheit.

2021-02-04 Crimetime 2021Rezension

Vielleicht fange ich damit an, dass es allzu selten Tatorte gibt, die konstruktiv überzeugen können – und bei einer so vergleichsweise einfachen Handlung wie jener von „Limbus“ wäre das doch möglich gewesen, ohne dass z. B. ein Impact verloren gegangen wäre, auf den ich noch zu sprechen komme. Der falsche Rechtsmediziner, dessen Entdeckung als Täter eine gefühlte Ewigkeit dauert, ist Ansichtssache, aber dass er nicht am Seziertisch stehen kann, ohne dass ihm schlecht wird? Warum hat er sich gerade diesen Job ausgesucht, wenn es bisher unter so vielen falschen Namen geklappt hat? Und wieso hat es das, wenn der Mann nicht OP-Saal-fest ist? Und wie konnte er gerade bei diesen Eigenschaften, die alle einer Betätigung als Arzt, ohne dass Mängel auf allen, entgegenstehen, eine Spritze so exakt setzen, als er Börne über den Haufen rannte?

Auch die Vermischung von wirklicher Geistexistenz oder Untot-Status von Boerne und dann doch physischer Einwirkungsmöglichkeit, in dem Fall auf die darniederliegende Assistentin Silke Haller, wirkt wie eine Klemme des Drehbuchs, aus der man sich zu sehr im Hauruck-Verfahren befreit hat. Nicht. Letzteres wird dadurch nicht erklärt, aber denkbar, dass sie im selben Status wie Boerne angekommen ist. Die anderen Probleme kann man in den Vordergrund rücken oder es sein und sich auf den Film einlassen. Sicher, jede Tatort-Schiene hat ihre Spezialitäten und ihren Rahmen und fürs Übersinnliche war bis dato eher Felix Murot zuständig. Aber nachdem in Münster die Humorflasche langsam leer wird oder nicht schnell genug nachgefüllt werden kann, um immer wieder neue richtig gute Gags hervorzubringen, hat man mal etwas ganz anderes gemacht und die Zuschauer an die großen Dinge herangeführt. Anspielungen an viele Vorbilder für solche Handlungen enthält der Film durchaus, aber durch das Team Thiel-Boerne empfand ich doch Vieles als neuartig – weil eben diese beiden Figuren in einer Zwischenweltgeschichte untergebracht werden, mithin ein wird ein bekanntes Thema mit Charakteren verknüpft, die uns allen so vertraut sind, dass wir uns nicht, wie bei Spielfilmen, erst an sie gewöhnen müssen. Wir hatten schon alle eine Meinung zu ihnen, bevor der Film beginnt. Das macht es leichter, mit dieser Meinung zu spielen.

„Limbus“ ist nicht der erste Münster-Tatort, der über Boernes schrecklich liebenswertes Wesen reflektiert, aber der erste, der dies zum Zentralthema macht. Wer ist man in den Augen der anderen und wie nimmt es sich aus, dass das Kokettieren mit der eigenen sozialen Unverträglichkeit darüber entscheiden könnte, ob die Kolleg*innen sich auch wirklich anstrengen, um den Mord an der werten eigenen Person aufzuklären? Bzw. den Mordversuch. Engagiert sind sie, Thiel & Co., aber trotzdem fällt der Verdacht erst sehr spät auf „Dr. Jacoby“. Wäre auch nicht spannend, wenn man, nach meinem Gefühl wäre dieser Schritt spätestens nach der Hälfte des Films an der Reihe gewesen, dem falschen Artz auf die Schliche gekommen wäre. Den Rest des Films hätte man als Thriller gestalten können und als Howcatchem.

Andererseits hat mich selten ein Münster-Tatort und in jüngerer Zeit selten überhaupt ein Tatort so berührt wie dieser. Freundschaft, Liebe, Tod und Erlösung, alles ist drin und das passt sehr gut in die Zeit, in der so viel hinterfragt und neu gewichtet werden muss. Nach Corona wird sicher alles ähnlich weiterlaufen wie zuvor – oder doch nicht? Jedenfalls hat man gut erspürt, wie die Menschen derzeit ticken und worauf sie gerne Antworten hätten, wenn es darum geht – nun ja, nicht immer ans Sterben geht, aber zum Beispiel darum, ob man sich auf andere stellen kann, auch wenn man bisher das Arschloch gegeben hat? Was ich in der Realität zum Beispiel erlebe, ist überwiegend eine Tendenz zu mehr Toleranz und Achtung. Allerdings macht sich jetzt, in der „2. Welle“, auch bemerkbar, wie unendlich genervt viele sind und dass Winter ist. Figuren, die in die ungute Richtung tendieren, gibt es in diesem Münster-Tatort nicht, wenn man von dem falschen Fuffziger in Boernes Kittel absieht, der ihm übrigens erstaunlich gut passt, wenn man bedenkt, dass „Dr. J. J.“ einen Kopf größer ist als alle anderen, die in diesem 1143. Tatort auftreten (außer vielleicht Vaddern, der ist ja auch recht groß gewachsen), die Kameraperspektive der jeweils sprechenden Person macht das ja auch immer schön deutlich, wenn der Möchtegern-Boerne-Nachfolger, der das Genie unter den Rechtsmedizinern eigentlich nur für drei Monate vertreten sollte, sich im Dialog austauscht.

Das gesamte Team hat einen großartigen Auftritt, da passt eine neue Hauptfigur auch gar nicht rein. Nadeshda sehen wir zwar kurz, wie sie endgültig in Abt. I darf, nach längerem Warten und können uns gut vorstellen, wie sie auf einer Wolke sitzt, die Harfe zupft und sich bissl langweilt. Gestorben war sie in „Das Team“ viele Monate vor „Limbus“ und irrte seither offenbar im Behördendickicht herum und ihr wurde nicht einmal erklärt, dass man einen Antrag auf ein Antragsformular stellen muss, wenn man mit Ämtern nicht klarkommt. Vor allem aber hat Silke Haller, gespielt von Christine Urspruch, einen großen Auftritt, der mich daran erinnert hat, dass sie sich über die großen Unterschiede bei der Gagenverteilung zwischen Jan Josef Liefers (Boerne) und Axel Prahl (Thiel) auf der einen Seite und z. B. ihrer eigenen Person beschwert hat, andererseits heißt es, die beiden Stars hätten zugunsten des Teams ihre Verhandlungsmöglichkeiten nicht ausgereizt.

Für ihren Auftritt in „Limbus“ hätte Urspruch es jedenfalls verdient, dass ihre Leitung ähnlich honoriert wird wie die von Prahl und Liefers, denn ohne den Bezug auf das Verhältnis zwischen Boerne und Haller wäre der überwiegende Teil der Emotionalität des Films nicht vorhanden. Wer als Chef also ein Typ wie Boerne ist und ständig diskriminierende Witze macht, darf beruhigt sein: Letztlich wird man vielleicht gerade geliebt, wenn man so ist. Femi-Punkte erhält Haller für dieses Bekenntnis nicht, aber menschlich ist das alles doch sehr nachvollziehbar.

Limbus (lateinisch für „Rand, Saum, Umgrenzung“), umgangssprachlich auch „Vorhölle“, bezeichnet in der katholischen Theologie einen Ort (im Volksmund auch als „Vorraum“ oder „äußerster Kreis der Hölle“ bezeichnet), an dem sich Seelen befinden, die ohne eigenes Verschulden vom Himmel und der ewigen Anschauung Gottes ausgeschlossen sind oder waren. In der Theologie, die den Begriff ‚limbus‘ erst gegen Ende des 12. Jahrhundert benutzt[1], wird unterschieden zwischen dem Limbus der Väter (Limbus patrum), der mit Tod und Auferstehung Christi endete, und dem Limbus der Kinder (Limbus infantium oder Limbus puerorum), der in der Tradition als Ort für die Seelen ungetauft gestorbener Kinder angesehen wurde.[2] (1)

Wenn man sich die Beschreibung zum Begriff weiter durchliest, merkt man, dass der Tatort damit auf eine sehr oberflächliche Weise umgeht und dass der Limbus mittlerweile auch nicht mehr State of the Art ist, auch nicht in der katholischen Lehre. Weil man aber nicht zu theologisch und philosophisch wurde, kann Boerne auch mit dem Verwalter des Zugangs zu Abteilung II. „Schnick, Schnack, Schnuck“ um eine letzte Chance spielen, sein Schicksal noch beeinflussen zu können. Im Film wird der Begriff „Vorhölle“ auch eher als „Vorzimmer“ gebraucht denn als Ort, an dem bestimmte Seelen dauerhaft verweilen müssen. Warum dort ein Wassereinbruch herrscht und die Hitze der Hölle augenscheinlich nicht bis zu diesem Ort dringt, wissen allenfalls die Götter – oder der Teufel. Aber 229 Stockwerke, mindestens. So tief ist vermutlich noch kein Rechtsmediziner gefallen, und das nur deshalb, weil er sich auf eine etwas narzisstische Weise für ein paar Monate aus der Praxis zurückziehen wollte, um ein Buch über – über was wohl? – den Tod zu schreiben.

Finale

Nun könnte man außerdem kritisch anmerken, dass der Film nicht spannend war, weil bekannt ist, dass Boerne und Thiel nicht aufhören wollen, weshalb Boerne also nicht sterben darf. Ja, kann man so sehen, ist aber nach meiner Ansicht eine falsche Herangehensweise: Man bleibt nicht unbeeindruckt davon, dass man es weiß, aber seit vielen Jahren werden Tatort-Ermittler*innen immer wieder in Schwierigkeiten gebracht, obwohl sie für kommende Episoden erhalten werden müssen. Logisch ist das nicht, wie auch einige Handlungselemente von „Limbus“, aber mit einem Mal wurde aus einer etwas festgefahrenen Angelegenheit, die Mühe hatte, die Qualität der Gags aufrechtzuerhalten, eine neue Perspektive. Man könnte Boerne nun tatsächlich etwas netter wirken lassen, ohne ihm den Stachel zu ziehen. Im Gegenteil, eine größere Differenzierung im Verhalten würde ihn überraschend wirken lassen, nachdem man eine Generation lang Zeit hatte, sich an sein vorgebliches und sein doch nicht so bedrückend eitles wahres Ich zu gewöhnen. Seit dem Drücken auf den Aus-Knopf nach dem Ende des Films ging es bei mir eigentlich nur immer um Nuancen der Bewertung. Ich greife in einem Anfall von Großmütigkeit zur höheren Variante.

8,5/10

© 2021 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Vorschau

Heute Abend steht das größte denkbare Tatort-Event an. Ein neuer Münster-Fall wird vor den Augen des stets geneigten Publikums enthüllt. Es sind ohnehin besonders viele Menschen, die einschalten, wenn Thiel und Boerne und die übrige Crew in die Manege schreiten, um den größten Tatort-Zirkus der Welt mit Leben zu füllen. Aber der heutige Film ist gleich in zwei Kategorien noch einmal etwas Besonderes. Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) verlässt nach diesem Film das Team und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) beinahe diese Welt. Da aber Axel Prahl (Frank Thiel) und Liefers ihre Verträge gerade bis 2024 verlängert haben, dürfte klar sein – dieser Gerichtsmediziner wird nicht in der Hölle schmoren, jedenfalls nicht für lange.

Dies bedeutet auch, dass wir den beiden Helden des deutschen Primetime-Krimi-Humors in zwei Jahren zum 20-jährigen Jubiläum gratulieren werden. Dass sich ein Konzept, das bezüglich der Witze, die man in solchen Filmen machen kann, doch irgendwie begrenzt ist, so lange halten kann, ist vor allem der genialen Teamzusammensetzung zu verdanken. Für mich ist nicht jeder Tatort deshalb ein guter Tatort, weil er aus Münster kommt und ich hatte einige Filme zu überstehen, in denen man sich allzu sehr auf die Wirkung von Liefers & Co. verlassen hatte, anstatt einen guten Plot zu konstruieren, aber in den letzten Jahren ist es tendenziell wieder besser geworden – ohne m. E. ganz oder durchgängig die Höhe zu erreichen, die Mitte der 2000er die Münster-Schiene zu Recht ganz nach vorne gebracht hatte.

Die Synthese aus Spannung, einigermaßen stimmiger Konstruktion und Humor war damals in einigen Filmen nahezu perfekt – aber selbst, wenn man die besten Handlungen ever für das WDR-Team Nr. 2 (nach Dienstjahren) schreibt, bei den Witzen wird es immer schwieriger, Bahnbrechendes zu erfinden. Deshalb hatte ich vor längerer Zeit schon vorgeschlagen, die Gags mehr handlungsorientiert und etwas sparsamer, mithin pointierter bezüglich der Verbalkomik zu gestalten und vor allem die arme Alberich etwas mehr außen vor zu lassen (die Witze betreffend), um ein weiteres Panorama für Boerne zu eröffnen. Manchmal sieht man derlei Ansätze auch. Vielleicht sogar heute Abend, denn mit der Hölle ist nicht zu scherzen.

Und was sagen die anderen zum 37. Münster-Tatort?

Lim-was? Was zur Hölle …?! Der Limbus, lateinisch für Umgrenzung oder Rand, ist wohl eher bekannt unter dem Begriff „Vorhölle“ oder „Vorhof zur Hölle“. In der katholischen Kirche beschreibt er einen Ort, an dem sich die Seelen ungetaufter Verstorbener aufhalten, die zu Lebzeiten jedoch keine Sünden begangen haben (von der Erbsünde ab Geburt einmal abgesehen). Obwohl die Nähe zur Hölle die Vorstellung von Qualen und Bestrafung nahelegt, ist der Limbus ein friedlicher Platz.“

So klärt uns die Redaktion von Tatort Fans erst einmal über den Titel auf und vergibt drei flüchtige bzw. vier ziemlich begeisterte Sterne für den Film, in dem Boerne einen schweren Autounfall hat und in ebenjener Vorhölle landet. Auf der ARD-Seite zum Film erhält „Limbus“ bereits vorab 4,8 von 5 Sternen, generiert aus 19 Stimmen – sind das alles Profis, die den Film vorab gesehen haben oder Fans, die auch einen Boerne-Thiel-Film mit fünf Sternen bewerten würden, der einfach nur die Hölle ist?

„Der Münster-Tatort ist häufig für eine Überraschung gut, aber dieses Mal haben sich die Verantwortlichen selbst übertroffen“, schreibt Tilman P. Gangloff in Tittelbach.TV und vergibt 5 von 6 Sternen. Eine der drei häufigsten Bewertungen jenes TV-Magazins für Tatorte, aber am oberen Rand jener drei gehäuft zu beobachtenden „Zensuren“. Wie immer hat Tittelbach-TV viele Sachinformationen für uns:

Max Zähle hat nach seinem Regiedebüt mit der originellen Kinokomödie „Schrotten“ (2016) ausschließlich sehenswerte Fernsehfilme gedreht, darunter die dritte und erste wirklich gute „Wolfsland“-Episode „Der steinerne Gast“ (2018) und das vorzüglich gespielte und geschickt konzipierte Beziehungsdrama „Bist du glücklich?“ (2019). „Limbus“ ist sein Meisterstück, zumal er mit Frank Küpper einen der renommiertesten deutschen Bildgestalter an seiner Seite hatte; die beiden haben bereits „Der steinerne Gast“ zusammen gedreht.

Der SWR-Tatort-Check mit Stefan Scheurer sorgt dafür, dass an der Wand kaum noch Platz ist und hängt fünf von fünf möglichen Elchen auf, außerdem teilt er gegen Netflix aus: „Tatort Münster gewinnt deutlich gegen Netflix. Ich geb’s zu, es klingt alles kitschig. Ist es aber nicht. Die Geschichte hat Überraschungen und Witz, und ist oft auch sehr bemerkenswert inszeniert und gedreht. Schon allein die Vorstellung vom Tatort, wie der Weg in die Hölle wohl aussehen könnte, ist das Einschalten wert. Der Tatort bleibt trotzdem Krimi, ist aber wieder Mal außergewöhnlich und kann mit jeder Streamingplattform mithalten. Nimm das, Netflix!

„Nichts geht über eine schöne Nahtoderfahrung. Im Stil großer Taschentuch-Dramen erwacht im Münster-‚Tatortbei Professor Boerne die Liebe zu seinen Mitmenschen. Und das fast ironiefrei.“, schreibt Christian Buß im Spiegel und vergibt recht stolze 8/10.

Bei Prisma heißt es: „Konnte sich der Münster-Fan in die erwartbaren Gag-Kanonaden bislang hineinlegen wie in ein Entspannungsbad, gleicht das Filmerlebnis diesmal eher einer Dusche bei Heizungsausfall – stimulierend, aber eher unbehaglich. Wird er es verzeihen? Oder die Macher (Buch: Magnus Vattrod, Regie: Max Zähle) auf direktem Weg zum Teufel wünschen? Zu bedenken allerdings ist: Ein letztes Wiedersehen mit der im Neujahrs-Impro-„Tatort“ gemeuchelten Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) wäre auf dem festen Boden des ‚Tatort‘-Realismus wohl kaum möglich gewesen.“ Eine Bewertung vergibt das Filmmagazin nicht, wir sind nach dem Ende der vorab geschriebenen Kritiken für Tatorte auf „Filmstarts“ auf der Suche nach einer vierten Stamm-Quelle, die wir gerne als besonders kritische Stimme herausstellen würden. Bei „Filmstarts“ ist mir mittlerweile allerdings aufgefallen, dass diese sehr kritische Haltung vor allem deutschen Fernsehfilmen gegenüber gilt oder galt, nicht so sehr bei Hollywood-Mainstream-Produktionen.

Wir werden heute Abend sehen, wie es ist, im KF im Limbus festzustecken. Vermutlich werde wir dieses Mal, anders als bei den vorangegangenen Tatort-Premieren, relativ schnell zur eigenen Rezension schreiten.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Rechtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller – ChrisTine Urspruch
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Taxifahrer Herbert „Vaddern“ Thiel – Claus D. Clausnitzer
Kriminalassistent Mirko Schrader – Björn Meyer
Kommissarin Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
Dr. Jens Jacoby – Hans Löw
Dr. Gärtner, Ärztin auf der Intensivstation – Sonja Baum
Internist Dr. Martin Lauer, ehemaliger Kommilitone von Jacoby – Sascha Nathan
Polizist Weber – Guido Renner
u.a.

Drehbuch – Magnus Vattrodt
Regie – Max Zähle
Kamera – Frank Küpper
Szenenbild – Michaela Schumann
Schnitt – Thomas Stange
Ton – Matthias Haeb
Musik – Daniel Hoffknecht

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