Wann werden Sie geimpft? #Impfplan ++ Wie ist die Impflage? #Impfung ++ B.1.1.7 auf dem Vormarsch, einige Unterschiede zu B.1.3.5.1 #b117 #b1351 | #Frontpage | #Corona Lage | #Covid19 #Vaccination # #Covid-19 #Coronakrise #STIKO #Impfplan

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Die nicht mehr so zahlreichen Spatzen pfeifen es nicht von den Dächern, denn es schneit in Berlin und in vielen Teilen Deutschlands und kein Vogel hat Lust, sich bei minus sieben Grad zu verausgaben.

Aber wir wissen es alle: Der Lockdown wird wohl nicht am 14. Februar enden und ob es nicht zu weiteren Verschärfungen kommt, ist derzeit ebenfalls offen. Denn die sinkende Zahl von Neuinfektionen geht nicht nur mit weniger Testungen einher, sondern vor allem mit der Ausbreitung von Mutanten von Covid19, die nur noch schwer einzufangen sein dürften. Deren unangenehmste Eigenschaft ist, dass sie infektiöser sind als das Original. Am meisten Hoffnung liegt noch in den endlich sinkenden Todesfallzahlen.

Also muss an der Impffront endlich etwas getan werden. Erstmals zeigen wir heute den aktuellen Stand der Impfungen in Deutschland gemäß Angaben des RKI und gleich im Anschluss den Plan: Wann werden Sie geimpft werden, wann sind Sie dran, gemäß Stufenplan der Ständigen Impfkommission? Für die einen heißt das, wann darf ich endlich, für die anderen: Wann muss ich „nein“ sagen? Immerhin etwa 15 Prozent der Bevölkerung wollen sich nicht einmal unter Zwang impfen lassen. Also stehen für die übrigen erst einmal mehr Dosen zur Verfügung. So kann man es auch sehen.

Weltweit rangiert Deutschland aktuell auf Platz 23, wenn es um die Impfquote geht – mit einer „Durchimpfung“ von 3,8 Prozent. Wer sich nun fragt, wie das sein kann, wenn das Spitzenbundesland Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls nur auf 3,8 Prozent kommt? Erstimpfungen und Zweitimpfungen werden in dieser Grafik: „Coronavirus – Impfungen je Einwohner nach Ländern weltweit 2021 | Statista“ zusammengezählt, daraus ergibt sich derzeit ein Gesamtdurchschnitt in dieser Höhe, aber die Zahlen des RKI sind auch etwas neuer und stammen vom heutigen Vormittag.

Ebenfalls sehr mittig: die deutsche Impfquote im Vergleich mit jener der EU, diese liegt aktuell nämlich ebenfalls bei 3,8 Prozent. Das ist zu wenig, aber wenigstens kann niemand behaupten, die Deutschen würden sich mal wieder vordrängeln. Das Impfen im Eiltempo überlässt man lieber Nationen wie den USA oder Großbritannien. Die Stellung Israels an der Spitze der Impfpyramide (61,3 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung erhalten) ist mittlerweile konkurrenzlos, wenn man von einigen kleinen Staaten absieht, die ebenfalls im Nahen Osten liegen und auf Quoten von ca. 40 Prozent kommen.

Warum das Impftempo so wichtig ist, erschließt sich nicht nur aus der dringenden Notwendigkeit, die Fallzahlen insgesamt einzudämmen, sondern auch aus der wachsenden Verbreitung der britischen Corona-Variante B.1.1.7. Die Fallzahlen, die in der gezeigten Grafik (• Infografik: Britische Corona-Mutation in 13 Bundesländern nachgewiesen | Statista) aufgeführt sind, wirken noch recht gering, die Darstellung ist aber auch schon eine Woche alt und wir erinnern uns, wie im Frühjahr und dann noch einmal im Herbst die Zahlen mit der weniger ansteckenden „Urvariante“ von Covid 19 explodiert sind. Im Erklärtext heißt es dazu:

Die Pandemie sei „noch lange nicht unter Kontrolle“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler bei der Vorstellung der Zahlen am vergangenen Freitag. „Das Virus ist noch nicht müde, im Gegenteil, es hat gerade nochmal einen Boost bekommen“, erklärte er. Denn der Reproduktionsfaktor R liege für die Variante B.1.1.7 etwa 0,5 Punkte höher als für die bisher zirkulierenden Varianten. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr Menschen ansteckt als es beim älteren Coronavirus der Fall ist.

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1358571789295755264

Und was unterscheidet die Variante B.1.1.7 von der ebenfalls immer mehr viral und wohl auch in der Realität zirkulierenden Variante B.1.3.5.1? Der stets umtriebige Karl Lauterbach hat auch hierzu einen Tweet ins Netz gestellt, der eine Gegenüberstellung bietet. Allerdings behandelt diese nur einen Teilaspekt, lässt mehrere bei uns zugelassene Impfstoffe außen vor und besagt insofern noch nicht so viel, wie Lauterbachs (wie immer) alarmistischer Duktus suggeriert. Mittlerweile stellt sich auch die Frage, warum eine Partei, in der so viel Experten anwesend sind, auf die Union nicht mehr Druck macht, damit die Corona-Dinge herzhafter angepackt werden.

Wir sehen jedoch, es gibt keine Ruhe an der Pandemiefront, es sei denn, wir kapseln das Land und dann jeden von uns persönlich komplett ab. Ist das aber machbar? Und darf man das machen? Reicht andererseits eine Inzidenz von 50 aus, um schon wieder über Lockerungen nachzudenken?

Und was wird aus Ländern, die Impfstoffe verwenden wollten, die gegen die Mutationen nicht ausreichend wirksam sind?

Die Zweifel mehren sich auf allen Seiten, die Zustimmung zur Krisenpolitik der Bundesregierung lag im Frühjahr 2020 bei 67 Prozent, aktuell sind 50 Prozent der Bevölkerung einverstanden. Ob dies wiederum nur eine Kommunikationsfrage ist, wie zur Zeit hin gerne behauptet wird, sei (ebenfalls) dahingestellt.

Allerdings mag das mangelnde Einverständnis bei vielen Menschen auch darin begründet sein, dass zu wenig getan wird und alles, besonders eben das Impfen, zu lange dauert. Pandemien währen im Allgemeinen 18 bis 24 Monate, heißt es. Vor dem Herbst des laufenden Jahres wird sich die Lage demnach kaum entspannen. Wie aber, wenn immer weitere Mutationen das Ganze zu einem epischen Kampf zwischen der viralen Evolution und dem medizinischen Fortschritt werden lassen?

Damit Sie wenigstens wissen, wann Sie mit einer Impfung rechnen dürfen, veröffentlichen wir den Stufenplan der STIKO gemäß Angaben des RKI beigefügt (STIKO Impf-Infos (stiko-web-app.de)). Er sagt leider nichts darüber aus, wann welche Gruppe abgearbeitet sein könnte, aber wenn es heißen soll „Stufe 1 fertig“, können diejenigen, deren Impfung darin nicht schon enthalten ist, immerhin im Plan nachschauen, zu welcher Stufe sie gehören und ob sie sich einem Impfangebot nähern könnten.

Wir müssen uns demnächst auch wieder den ethischen Aspekten der Krise widmen, aber heute ging es erst einmal nur um möglichst aktuelle Infos und um Grafiken, die wir bisher nicht gezeigt haben. Ebenfalls in Bälde werden wir uns wieder die weltweite Situation anschauen.

TH

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