Bus Stop (USA 1956) #Filmfest 404

Filmfest 404 Cinema

2021-03-15 FF 0404 Bus Stop USA 1956

2021-02-06 Filmfest Cinema 2021Bus Stop ist eine US-amerikanische romantische Komödie aus dem Jahr 1956 mit Marilyn Monroe neben Don Murray in einer Charakterrolle. Der Film wurde von Joshua Logan inszeniert und beruht auf den Bühnenstücken People in the Wind und Bus Stop des Autors William Inge. Er vereint Elemente von Komödie, Drama, Musical und Neo-Western.

Die Nummer der Rezension hat nichts mit dem berüchtigten Error 404 zu tun, so schlimm ist „Bus Stop“ nicht, sondern folgt brav der Chronologie aller Kritiken, die auf dem Filmfest vorgestellt werden. Manchmal bin ich selbst erstaunt darüber, was ich in jungen Jahren schon alles in einem Satz zusammenfassen konnte. Eine neuere Sichtung gibt es und es wird demgemäß zu einer Rezension unter der Bezeichnung „Filmfest 404.1 Cinema“ mit Einbeziehung der aktuelleren Eindrücke geben. Woran ich mich erinnere: Dass mir der Film zu stagy, zu bühnenhaft war. Er basiert auf einem Bühnenstück, aber das tun viele Filme, ohne dass die Dialoge und das Filming so unfilmisch wirken, denn in der Regel wird nach dem Stück ein Drehbuch geschrieben, das die Theaterkonventionen an das andere Medium anpasst.

„Filmisch überzeugende Adaption eines Broadway-Erfolgs von William Inge mit erotischer Atmosphäre, Komik, Gefühl und Marilyn Monroes unwiderstehlicher ‚Verkörperung‘ der weiblichen Hauptrolle.“ – Lexikon des internationalen Films[3]

„Wegen der allzu primitiven Darstellung sexueller Triebe wurde Bus Stop nicht der beabsichtigte herrlich unanständige Spaß, aber Marilyn Monroes sehnsüchtige und untalentierte Cherie war eine ihrer besten Leistungen.“ – Wolfram Tichy, Liz-Anne Bawden, et al.: rororo Filmlexikon, Band 1: Filme A – J, 1978[4]

Die Anführungszeichen, mit denen die Verkörperung eingekreist wird, sind schon krass, aus heutiger Sicht, aber wenn man erst einmal die Kritik von Bosley Crowther zu diesem Film gelesen hat, bekommt man das Gefühl, Marilyn Monroe hatte mit ihm alle erlöst, denen es peinlich war, zuvor immer ihre erotische Ausstrahlung hervorheben zu müssen und die allein deshalb ihr schauspielerisches Talent geringer einschätzen, als es war. So gewaltig hebt sich ihre Darstellung in Bus Stop gar nicht ab, sondern die Rolle bietet ihr mehr Möglichkeiten, Facetten zu zeigen. Sicherlich war ihr das selbst sehr wichtig, aber die Frage ist trotzdem, ob Bus Stop dadurch als Film besser ist als z. B. Kracher wie „Manche mögen’s heiß“, in denen sie nicht alleine im Mittelpunkt steht.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursive Textbestandteile: Wikipedia oder zitiert nach der Wikipedia

Regie Joshua Logan
Drehbuch George Axelrod
Produktion Buddy Adler
Musik Cyril J. Mockridge
Alfred Newman
Kamera Milton R. Krasner
Schnitt William H. Reynolds
Besetzung

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