Terminator (The Terminator, USA 1984) #Filmfest 403 | 5 Empfehlungen | #Top250

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Terminator (Originaltitel: The Terminator; abgeleitet vom englischen Verb to terminate ‚beenden‘) ist ein Science-Fiction-Film des Regisseurs und Drehbuchautors James Cameron aus dem Jahr 1984. Darin verkörpert Arnold Schwarzenegger einen Androiden (im Film als Cyborg bezeichnet), den Terminator, aus der Zukunft, dessen Auftrag lautet, Sarah Connor in der Gegenwart zu töten (zu „terminieren“). Der unerwartet sehr erfolgreiche Autorenfilm ist der erste aus einer Reihe von bislang sechs Kinofilmen sowie einer Fernsehserie.

2021-02-12-filmfest-empfehlungen-2021Mit der Terminator-Reihe, neuzeitlich „Franchise“, haben wir uns bisher nicht beschäftigt.

Die Gründe dafür sind vielfältig, aber aufgrund des großen Einflusses, den diese Filme auf das heutige Kino genommen haben, muss es nun sein. Wir können nicht über dystopisches Kino, über Endzeit-Movies schreiben, ohne diesen Meilenstein dabei im Blick zu haben. Ob uns diese Art von Kino gefällt oder nicht, spielt dabei zunächst keine große Rolle, nach einer eigenen Rezension können wir das immer noch in die Bewertung einfließen lassen.

Dass der erste Terminator-Film, der Arnold Schwarzenegger endgültig zum Superstar gemacht hat, den meisten Kinogeher*innen gut gefiel, lässt sich daran ablesen, dass wir ihn ins Konzept Top 250 der Internet Movie Database integriert haben. Auf der aktuellen Liste ist er nicht mehr enthalten, aber das Konzept beinhaltet alle Filme, die jemals dort vertreten waren, seit die Liste 1999 erstmals erstellt wurde. „Terminator“ dürfte für eine recht lange Zeit dabei gewesen sein und liegt mit einer glatten 8/10-Wertung knapp unterhalb des aktuellen Einstiegsniveaus (8,1/10). Die Moviepilot-Nutzer sind etwas kritischer und sehen ihn im Durchschnitt bei 7,3/10.

Wir kritisieren die faschistischen Ansätze dieser vielen Retter- und Erlöserfilme, mittlerweile auch des überbordenden Superheldenkinos häufig, aber vielleicht hat „Terminator“ tatsächlich mehr zu bieten. Die sehr überwiegende Zustimmung der Kritiker besagt zwar gerade in diesem Bereich nicht so viel, wie man glauben sollte, weil dort, wo es wirklich ans Eingemachte geht, eine gewisse Betriebsblindheit vorzuherrschen scheint, aber man sollte sich nicht, ohne das Werk gesehen zu haben, prinzipiell dagegenstellen. Eine der Fortsetzung heißt tatsächlich „Die Erlösung“, habe ich gerade gesehen.  Wir beginnen also mit einem Empfehlungsartikel, der sich auf lesenswerte Kritiken bezieht und bauen ein paar Produktionsdetails ein.

Kritiken (1)

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Das Filmkritik-Portal Rotten Tomatoes gibt für den Film 100 % positive bei 63 ausgewerteten Rezensionen an und er hat einen Metascore von 85 von 100 bei Metacritic.[9][10]

„Ein origineller, handwerklich versiert konstruierter und beklemmend intensiver Actionfilm mit martialischem Grundton, der freilich allzu kompromißlos Gewalt zelebriert.“ – Lexikon des internationalen Films[11]

„Ein Meilenstein des Action-Genres.“ – Cinema[12]

„Vor allem strukturell ist ‚Terminator‘ ein Actionfilm wie kaum ein anderer, indem er das Genre auf seine Essenz reduziert. Was nicht heißen soll: nur Prügeleien, Schießereien oder Autojagden. Sondern: Dieser Film ist wie der Terminator selbst, er walzt unaufhaltsam voran. Die nötigen Hintergrundinformationen werden zwischendurch geliefert, gerne auch mal inmitten einer Verfolgungsjagd, wie im Tiefgaragenduell. Das Ergebnis ist ein Actionfilm, der sowohl eine faszinierende Geschichte erzählt als auch mächtig aufs Gaspedal drückt.“ – Simon Staake: filmszene.de[13]

Man merkt also bereits den von der Wikipedia zitierten Kritiken an, dass vor allem die Action für damalige Verhältnisse atemberaubend war. In der Tat erlebte das Actionkino in den frühen 1980ern einen großen Aufschwung, beginnend etwa mit dem ersten „Rambo“-Film, der auf eine ziemlich freche Weise die Realität und den Anstand beiseite ließ und aus einem Vietnam-Veteran einen – genau, einen Rambo machte. Und das noch vor den größeren Filmen, die sich etwas kritischer mit jener Zeit auseinandersetzten, wenn man vom ebenfalls sehr actionreichen „Apocalypse Now“ (1979) absieht.
 
Dystopisches Kino gibt es schon länger, aber es hatte bis zu dem Zeitpunkt oft auch sanfte und philosophische Züge, zuweilen etwas Lyrisches, wie etwa „Die Zeitmaschine“ oder „Flucht ins 23. Jahrhundert“, wurde begleitet vom sogenannten kritischen Science Fiction oder gehörte ihm selbst an. Martialisches Kriegskino und episches Heldentum konsequent in die Zukunft zu übertragen, das war den „Star-Wars“-Filmen vorbehalten (ab 1977). Wenn man so will, war alles vorbereitet, als „Terminator“ herauskam.
 
„Mit „Terminator“ hat James Cameron einen unverwüstlichen Genre-Klassiker geschaffen. Mit seinem untrüglichen Gespür für Timing und Spannung hat der Regisseur einen brillanten Action-Film inszeniert. Darüber hinaus stellt Cameron mit diesem frühen Werk seine dramaturgischen Qualitäten unter Beweis, die auch in späteren Filmen wie „Aliens – Die Rückkehr„, „Terminator 2 – Tag der Abrechnung„, „Titanic“ und „Avatar – Aufbruch nach Pandora 3D“ immer wieder zur Geltung kommen. So begeistert „Terminator“ nicht nur durch packende Action-Szenen, sondern auch durch die paradoxe, hervorragend durchdachte Zeitreise-Handlung.“ – Filmreporter.de
Eine Zeitreise, die mit dem Großvater-Paradoxon einen guten Deal eingeht, ist sicher eine interessante Angelegenheit und prinzipiell finde ich derlei faszinierend, wie man meiner Kurzgeschichte „Die Zeitmaschine“ entnehmen kann (die gibt es wirklich; sie wurde sogar mit einem SF-Preis ausgezeichnet, obwohl der Titel durch H. G. Wells eigentlich besetzt ist).
 
 
„(…) das in „Der Terminator“ transportierte Misstrauen vor der modernen Technik ist eine weitere Facette der Determinationsangst der Menschen – und eine durchaus nicht unberechtigte. Nur die Zukunft wird zeigen, ob sich der Mensch des 21. Jahrhunderts nicht zu sehr in die Abhängigkeit von Maschinen manövriert hat. Oder steht die Antwort vielleicht schon fest?“ – Filmzentrale.com
Auch die vielen berühmten Oneliner, die schon dadurch entstehen, dass die Titelfigur nur 70 bis 90 Wörter während des gesamten Films spricht, gefallen dem Rezensenten der Filmzentrale ausgezeichnet und ich wurde  vor längerer Zeit mit ihnen konfrontiert, ohne den Hintergrund zu kennen. Doch soziale Integration hängt zum Glück nicht ausschließlich von popkulturellen Artefakten ab. Vielleicht gilt das sogar heute noch.
 
TH
 
 
Regie James Cameron
Drehbuch James Cameron,
Gale Anne Hurd
Produktion Gale Anne Hurd
Musik Brad Fiedel
Kamera Adam Greenberg
Schnitt Mark Goldblatt
Besetzung

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