Terminator 2 – Tag der Abrechnung (Terminator 2: Judgment Day, USA 1991) #Filmfest 412 | 5 Empfehlungen | #Top250

Filmfest 412 Empfehlungen - Concept IMDb Top 250 of All Time (49)

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (Originaltitel: Terminator 2: Judgment Day) ist ein Science-Fiction-Film von James Cameron aus dem Jahr 1991 und die Fortsetzung des Films Terminator aus dem Jahr 1984.

Terminator 2, auch einfach als T2 bekannt, war der erste Film, dessen Produktion über 100 Millionen US-Dollar kostete. Er spielte weltweit etwa 520 Millionen US-Dollar ein.

2021-02-12-filmfest-empfehlungen-2021„Mit der Terminator-Reihe, neuzeitlich ‚Franchise‘, haben wir uns bisher nicht beschäftigt.“, schrieb ich in der Einleitung zu „T1“ und vielfältige Gründe dafür ins Feld geführt, aber wenigstens tun wir es jetzt erst einmal in Form von Empfehlungsrezensionen, außerdem trifft das auch auf viele andere „Franchises“ (derzeit noch) zu.

Sieben Jahre hat es also gedauert, bis ein zweiter Terminator-Film kam, ungewöhnlich lang, wenn ein erster Teil so erfolgreich war. Doch das Warten scheint sich gelohnt zu haben, zumindest, wenn man den Erfolg von „T2“ bei den Nutzern der IMDb als Maßstab nimmt. Hatte der erste Film noch ein Rating von durchschnittlich 8,1/10 und war gerade aus der Topliste der 250 herausgefallen, dürfte „T2“ das nicht so schnell passieren. 8,5/10 und Platz 36 auf jener Liste der besten Filme aller Zeiten, according to IMDb-Users, das ist eine Marke für die Ewigkeit, falls nicht etwas ganz Außergewöhnliches passiert.

Ein wenig musste ich schmunzeln, als ich die Handlung las. Der Androide T-800 Nr. 2 steht also nun auf der Seite des Widerstandes. Wir schreiben das Jahr 1991, das Ende der Geschichte ist nah, alles wird gut, natürlich auch die Maschinenmenschen. Was angesichts des „Kriegs der Sterne“ und des Endes der heißen Phase des Kalten Krieges noch eine düstere Vision war, wird nun umgedreht und entspricht genau dem Schema, das auch heutige Superheldenfilme so überaus diskussionswürdig macht:

Die unbekannte Zukunft rollt auf uns zu. Und zum ersten Mal sehe ich ihr mit einem Gefühl der Hoffnung entgegen. Denn wenn eine Maschine, ein Terminator, den Wert des Lebens schätzen lernen kann, dann können wir es vielleicht auch.

Na denn! Ist das grottennaiv oder besonders spekulativ? Auf diejenigen, die in Hollywood solche Filme machen, trifft wohl eher Letzteres zu.

Kritiken (1)

„Eine mit höchstem tricktechnischem Aufwand inszenierte Gewalt- und Überlebensgeschichte, die ihre brutalen Aktionen mit dem überraschenden Postulat einer menschenwürdigeren Welt durchsetzt. Eine interessante Variante der martialischen Tötungs- und Vernichtungsfilme, deren möglicherweise beabsichtigte kathartische Wirkung jedoch zweifelhaft ist.“ – Lexikon des internationalen Films[8]

„Das Sci-Fi-Spektakel des Perfektionskönigs James Cameron zählt zu den Meisterwerken des Genres.“– Cinema[9]

“The single most powerful image of nuclear devastation in American popular cinema.” („Das mächtigste Bild nuklearer Zerstörung im populären amerikanischen Kino.“)– Andrew Bartlett: Nuclear Warfare in the Movies[10]

Das geht heute sicher noch besser, dank fortgeschrittener CGI. Nur, was nützt es, die Schrecken einer durch Atomkriege zerstörten Welt darzustellen, wenn die Menschen denken, ihnen könnte das nicht passieren? Das wissen sicher auch die Kinomacher. Bisher hat noch niemand den roten Knopf gedrückt, aber in den letzten Jahren war das wohl eher Zufall oder jemand hat heimlich die Schnur des Telefons abgeklemmt, um auf Nummer sicher zu gehen.

Bei „Metacritik“ erhält „T2“ 68/100, das ist nicht so herausragend, auch Rotten Tomatoes, die generell höher liegen, kommen auf 83/100. Das ist gut, aber nicht so herausragend, wie die Publikumsrezeption es vermuten lässt. Anders ausgedrückt: Es handelt sich um einen Mainstream-Publikumsfilm, dem die Kritik etwas skeptischer gegenübersteht als die Popcorn-Fraktion. Was nicht ausdrücken soll, dass Kritiker nicht auch mal Popcorn essen und das Publikum niemals recht haben kann.

Das Neueste aus der Welt der Terminatoren sieht übrigens so aus: 2003 wurde die Filmreihe mit Terminator 3 – Rebellion der Maschinen fortgesetzt. Im Juni 2009 erschien mit Terminator: Die Erlösung der vierte Teil in den Kinos. Am 9. Juli 2015 erschien der fünfte Teil Terminator: Genisys in den deutschen Kinos.[20] Am 24. Oktober 2019 kam mit Terminator: Dark Fate ein sechster Film in die deutschen Kinos. Dieser schließt inhaltlich nur an Terminator 2 an und ignoriert alle anderen Filme. Und damit weiter zu den Kritiken:

Wundervoll mild ironisch, mit den Schwächen der menschlichen Medienrezeption zugewandtem Augenzwinkern beschreibt Roger Ebert das, was er von dem Film hält und gibt 3,5/4. Logik oder Paradoxien, alles nicht so wichtig, Hauptsache, der Film funktioniert auf der emotionalen Ebene, und das tut er offensichtlich, er hat etwas Humor und einen formidablen Bösewicht, der außerdem unbesiegbar erscheint – wie gute Bösewichte das so an sich haben, damit man mit ihnen eine sehr simple, aber auch effektvolle Form von Spannung inszenieren kann. Aber keine Angst, am Ende siegen die guten Guten. Außerdem hilft er dem Leser, indem er das Jahr, in dem die Handlung spielt, auf 1997 festlegt, während sich die Wikipedia absätzelang damit befasst, ob es nicht auch 1995 sein könnte. Man merkt, diese Enzyklopädie lebt von der Begeisterung der Fans.

Andreas Lazar schreibt in Filmzentrale.com abschließend: „So bleibt der ziemlich fade Eindruck eines Popcorn-Massengeschmack-Event-Movies mit Gewaltszenen ohne rechten Biß zurück. Pfui!“

Ich schwöre, das mit der Popcorn-Fraktion habe ich bereits geschrieben, bevor ich diese Kritik las, weil ich von Text zu Text vorgehe. Manchmal muss man Filme gar nicht gesehen haben, um sie einordnen zu können. Seriöserweise wird es von uns irgendwann eine eigene Rezensionsreihe zum Terminator-Franchise geben. Wir sind aber in der US-Chronologie, der wir gegenwärtig fast ausschließlich folgen, wenn es um eigene Kritiken geht, gerade erst bei Filmen aus dem Jahr 1956 angelangt und könnten sie noch gar nicht veröffentlichen. Also Gemach!

Immerhin hat „Terminator“ die Ehre, der 49. Film im Konzept der Rezension aller Filme zu sein, die jemals in der Liste „IMDb Top 250“ enthalten waren. 925 sind noch offen, es werden sich in den nächsten Jahren weitere hinzukommen, aber vielleicht leuchtet mein Lebenslämpchen ebenfalls noch ein kleines Weilchen. Die Zukunft hat zwar bisher nicht so stattgefunden, wie SF-Filme, die zeitlich etwas zu kurz griffen, es darstellten, aber die gegenwärtige Corona-Pandemie lässt doch immerhin erahnen, wie eine reale Dystopie aussehen könnte, sogar ohne Atomkrieg.

TH

Stab
Regie James Cameron
Drehbuch James Cameron,
William Wisher
Produktion James Cameron
Musik Brad Fiedel
Kamera Adam Greenberg
Schnitt Conrad Buff,
Mark Goldblatt,
Richard A. Harris
Besetzung

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