UPDATE 4,88 x 2,33 Meter: „Aussitzen ist nicht“ – Caritas: Egoismus statt Solidarität | Bitte alle die Campact-Petition für einen Flächentarifvertrag in der Pflege unterzeichnen! | #Frontpage | #Aufruf #Aktion | #Caritas #Pflege #Mindestlohn #Solidarität #Campact #Aufruf #Aktion

Frontpage | Caritas Mindestlohn Pflege | Campact

Wir updaten heute unseren Artikel zur Sache von vor wenigen Tagen, denn die Campaigner*innen, die dafür sorgen wollen, dass die Caritas doch noch den Flächentarifvertrag Pflege unterschreibt und damit dafür sorgt, dass viele Kolleg*innen besseren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen erhalten, möchte dafür sorgen, dass sie auch in der Coronakrise sichtbar bleibt.

Wir wissen von anderen Themen wie dem Kampf gegen den Mietenwahnsinn, wie schwer es ist, sich derzeit Gehör zu verschaffen. Wir achten aber darauf, nicht monothematisch zu werden. Daher unsere Solidarität mit den Pfleger*innen und denen, die für sie kämpfen, durch die Weitergabe dieses Newsletters:

Aussitzen ist nicht!

Die Caritas blockiert weiter einen allgemeinen Tarifvertrag für die Altenpflege. Damit bringt sie Hunderttausende um einen gerechten Lohn. Doch wir sind uns sicher: Die Verantwortlichen lassen sich noch umstimmen – wenn wir jetzt handeln. Deshalb wollen wir rund um die Caritas-Zentralen Großplakate aufstellen. Bitte ermöglichen Sie das mit Ihrer Spende!

Klicken Sie hier, um zu spenden 
 
Korruption bei der CDU, Impf-Debakel, Landtagswahlen – von allem könnte die Caritas profitieren. Diese Meldungen verdrängen gerade die Schlagzeilen über einen flächendeckenden Tarifvertrag für Pflegekräfte, den die Caritas blockiert. Während es das Thema kaum noch auf die vorderen Zeitungsseiten schafft, brodelt es im Internet mächtig. Die Ungerechtigkeit ist zu offensichtlich. Bei Twitter gibt es Tausende Beiträge: Es melden sich viele zu Wort, die in der Pflege arbeiten oder deren Angehörige betreut werden. Damit die Caritas das Thema nicht einfach aussitzt, müssen wir Öffentlichkeit schaffen – auch ohne Hilfe der Medien.

Wir gehen direkt zur Caritas, zu ihren Zentralen in Freiburg und Berlin. Dort wollen wir 4,88 mal 2,33 Meter große Plakatwände aufstellen. Darauf der Schriftzug: „Caritas: Faire Löhne für alle Pflegekräfte! Tarifvertrag nicht länger blockieren!“ Jede freistehende Wand kostet 1.400 Euro, in beiden Städten sollen mindestens zehn Stück stehen. Die Verantwortlichen der Caritas müssen dann ständig daran vorbei, egal aus welcher Richtung sie in ihre Zentrale kommen.

Damit wir die Plakate direkt nach Ostern platzieren können, müssen wir sie in den nächsten Tagen anfertigen lassen. Je mehr Menschen jetzt spenden, umso größer kann der Protest werden – und die Caritas noch umstimmen. Seien Sie dabei: Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!

Klicken Sie hier, um zu spenden 

„Es gab auch eine Zeit, in der ich vor lauter Stress fünf Kilo abgenommen habe“, erzählt eine Altenpflegerin aus dem Rheinland.[1] Und trotzdem: „Die individuelle Pflege kommt viel zu kurz.“ Dass Pfleger*innen nicht so aufmerksam sein können, wie sie es wollen, belastet sie zusätzlich. Für diesen körperlich und psychisch anstrengenden Job wird oft nur der Mindestlohn gezahlt. Mit einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag könnte sich das endlich bessern.

In der Pandemie bekommen Menschen in Altenheimen kaum oder keinen Besuch – umso wichtiger ist zur Zeit die Arbeit der Pfleger*innen. Jetzt können wir ihnen die Anerkennung zukommen lassen, die ihnen zusteht: indem wir die Caritas überzeugen, dem Tarifvertrag endlich zuzustimmen.

Das Thema Pflegelohn darf nicht einfach versickern. Wir bleiben dran und fordern von den Verantwortlichen der Caritas: Macht den Weg für eine faire Bezahlung von Pflegekräften frei! Der Plan: Wenn sie aus dem Fenster blicken, sehen sie unsere gemeinsame Botschaft auf Plakaten rund um ihre Zentralen. Bitte helfen Sie mit, diese Aktion umzusetzen. Schon 5 Euro helfen bei der Anschaffung eines weiteren Großplakats!

Klicken Sie hier, um zu spenden 

Herzliche Grüße
Matthias Flieder, Campaigner

PS: Der Pflegebedarf in Deutschland ist groß. Private Träger erzielen hohe Profite, weil sie niedrige Löhne zahlen – und sie wachsen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl privater Einrichtungen mehr als verdoppelt[2], immer mehr Pflegekräfte arbeiten dort. Die Caritas selbst zahlt zwar gut, doch sie handelt scheinheilig und unsolidarisch, wenn sie den Mitarbeiter*innen in privaten Einrichtungen faire Löhne verwehrt. Mit unseren Großplakaten machen wir das der Caritas klar.

Klicken Sie hier, um zu spenden 

Falls Sie das bevorzugen, können Sie auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE68 2512 0510 6980 0417 11
BIC BFSWDE33HAN

[1]„‘Viele Pfleger sind psychisch am Ende’“, rp-online.de, 16. April 2018

[2]„Pflegeheime“, gbe-bund.de, 19. März 2021

Liebe Leser*innen,

wir bitten Sie heute wieder einmal um Ihre Unterstützung. Nicht für den Wahlberliner, wir leben ja von Luft und Leidenschaft. Sondern für viele Menschen, die als „systemrelevante“ Arbeitskräfte in der Pflege tätig sind, damit sie endlich einen Tarifvertrag erhalten, der ihre Arbeit so würdigt, wie die Politik es bisher während der Corona-Krise nur symbolisch getan hat.

Klatschen reicht aber nicht. Es muss etwas dagegen getan werden, dass die Caritas als wichtiger Arbeitgeber einen Tarifvertrag blockiert, der den Beschäftigten in diesem enorm wichtigen sozialen Bereich – in Maßen – eine Besserstellung gewähren würde. Wir finden es außerdem sehr bemerkenswert, dass ausgerechnet ein „christlich orientierter“ und dem Gemeinwohl verpflichteter Verband faire Arbeitsbedingungen verhindern will. Damit kein Missverständnis entsteht: Es geht nicht um die Löhne bei der Caritas selbst, sondern bei privaten Pflegeeinrichtungen, die oft nur den Mindestlohn zahlen. Wenn die Caritas den Tarifvertrag verhindert, werden die Kolleg*innen, die bei den „Privaten“ arbeiten, weiterhin mit sehr schlechten Arbeitsbedingungen konfrontiert sein. Weiterhin geht es nicht nur um die Löhne, sondern um die Arbeitsbedingungen insgesamt, und wohl aus diesem Grund blockiert die Caritas. Auf der Kampagnenseite gibt es ein FAQ (5 Minuten Caritas) zur Sache.

Die Zahl derer, die unterschrieben haben, steigt sehr schnell, während des Schreibens dieses Beitrags haben mehrere tausend Personen ihre digitale Unterschrift abgegeben. Offenbar verstehen viele das wichtige Anliegen, das hier unterstützt werden soll. Wir bitten im Namen der Solidarität und / oder der christlichen Nächstenliebe: Unterzeichnen Sie die Campact-Petition für einen Pflege-Flächentarifvertrag!

***

Caritas: Egoismus statt Solidarität

Faire Löhne für harte Arbeit – das verwehrt die Caritas Hunderttausenden Menschen, die in der Pflege arbeiten. Der katholische Wohlfahrtsverband blockiert einen dringend benötigten Tarifvertrag, pocht aber sonst auf christliche Werte und Nächstenliebe. Scheinheilig; finden Sie auch? Dann unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell.

Teilnehmen – Caritas: Faire Pflegelöhne jetzt! – Campact

Schuften in 12-Stunden-Schichten, Stress und Hektik, nie genug Zeit für die Patient*innen – und das Gehalt reicht trotzdem kaum zum Leben. Altenpflege ist ein Knochenjob, für den viele nur den Mindestlohn bekommen. Ein flächendeckender Tarifvertrag sollte das ändern. Doch ausgerechnet der katholische Caritasverband blockiert. Hunderttausende Beschäftigte leiden darunter.

Pflegekräfte sind unersetzlich, das zeigt die Corona-Pandemie jeden Tag. Trotzdem fehlt es noch immer an Wertschätzung. Ein Tarifvertrag hätte die Löhne in der Pflege endlich deutlich steigern können.[1] Die Gewerkschaft und ein Arbeitgeberverband hatten sich bereits geeinigt, Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wollte den Tarifvertrag nun für alle Pflegekräfte festsetzen. Doch die Arbeitgeber in der zuständigen Kommission bei der Caritas stimmten dagegen – weil sie mehr Rechte für ihre Beschäftigten fürchten.[2]

Auf seiner Website macht sich der Wohlfahrtsverband stark für mehr Solidarität mit Pflegekräften.[3] Gleichzeitig verhindert er, dass Hunderttausende besser bezahlt werden. Mit Nächstenliebe und christlichen Werten hat das nichts gemein! Wenn wir die Empörung über das scheinheilige Verhalten der Caritas verstärken, muss der Kirchenverband um seinen Ruf fürchten – und könnte sein Nein zum Tarifvertrag revidieren. Erreichen wir 100.000 Unterschriften, übergeben wir unseren Appell an die Caritas. Machen Sie sich jetzt stark für faire Löhne in der Pflege und unterzeichnen Sie.

Teilnehmen – Caritas: Faire Pflegelöhne jetzt! – Campact

Thomas Rühl und seine Kolleg*innen bei der Caritas sind geschockt über das Nein zum Tarifvertrag.[4] Rühl ist Sprecher der Mitarbeiter*innen in der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK): „Ein allgemeinverbindlicher Tarif Altenpflege hätte für Tausende zumeist bei privaten Anbietern beschäftigte Menschen ein Ende von Dumpinglöhnen bedeutet.“[5] Den eigenen Pflegekräften zahlt die Caritas oft mehr als im Tarifvertrag vorgesehen war. Das hätte sie mit dem Vertrag auch weiterhin tun können. So leiden nun vor allem die, die bei privaten Trägern zum Mindestlohn schuften.

Caritas heißt übersetzt Nächstenliebe – doch die Arbeitgeber der Caritas schützen vor allem sich selbst. Offenbar fürchten die Dienstgeber, wie die Arbeitgeber bei der Caritas heißen, den Verlust ihrer Sonderrechte – den sogenannten „Dritten Weg“.[6] Gemeint sind arbeitsrechtliche Regeln, die nur für kirchliche Einrichtungen gelten: Den Beschäftigten dort ist es untersagt zu streiken, statt Betriebsräten gibt es nur Mitarbeitervertretungen – mit weniger Einfluss- und Mitsprachemöglichkeiten.

Nach dem Nein zum Tarifvertrag kommt Kritik von allen Seiten: Selbst der Präsident der Caritas äußert seine Enttäuschung über die vertane Chance.[7] Mit Hunderttausenden Unterschriften können wir den Ärger um die Caritas noch verstärken – und die Tarif-Entscheidung ins Wanken bringen. Unterzeichnen Sie jetzt.

Teilnehmen – Caritas: Faire Pflegelöhne jetzt! – Campact

Herzliche Grüße
Matthias Flieder, Campaigner

PS: Am gleichen Tag, an dem die Caritas den Tarifvertrag abgelehnt hat, beschloss sie Lohnerhöhungen für alle 600.000 Angestellten [5] – während Pflegekräfte bei privaten Arbeitgebern weiterhin für einen Hungerlohn ackern müssen. Von christlicher Nächstenliebe ist da nichts zu spüren. Unterzeichnen Sie jetzt, damit alle Beschäftigten in der Pflege fair bezahlt werden.

Teilnehmen – Caritas: Faire Pflegelöhne jetzt! – Campact

[1]„Beschäftigte in der Altenpflege können auf mehr Geld hoffen“, Süddeutsche Zeitung, 1. Februar 2021
[2]„Egoistisch“, Süddeutsche Zeitung, 25. Februar 2021
[3]„Das machen wir gemeinsam“, caritas.de, 20. Januar 2021
[4]„Caritas Mitarbeitervertreter zum Flächentarif: Die Chance ist vertan“, katholisch.de, 4. März 2021
[5]„Bundesweiter Tarifvertrag in der Altenpflege vorerst gescheitert“, katholisch.de, 25. Februar 2021
[6]„Ausgerechnet die Caritas“, taz.de, 25. Februar 2021
[7]„Caritaspräsident Neher: Veto zu Altenpflege-Tarif schadet uns“, katholisch.de, 5. März 2021

***

TH

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s