Man nannte ihn Kelly (Yellowstone Kelly, USA 1959) #Filmfest 423

Filmfest 423 Cinema

2021-03-30 FF 0423 Man nannte ihn Kelly Yellowstone Kelly USA 1959

Man nannte ihn Kelly (Original: Yellowstone Kelly) ist ein US-amerikanischer Westernfilm des Regisseurs Gordon Douglas. Die Hauptrollen spielen Clint Walker, Edward Byrnes und John Russell. Erstaufführungstag war der 10. Juni 1960.

„Erstaufführungstag“ bezieht sich auf die deutsche Premiere, in den USA erschien der Film bereits im November 1959 und ist daher diesem Produktionsjahr zuzurechnen. „Yellowstone Kelly“ ist eine historische Person, nach seinen Erinnerungen wurde der Film komponiert. Da ich den Film vermutlich nicht so bald wieder sehen werde, ergänze ich mit einer Bewertung aus dem Western-Lexikon von Joe Hembus, zitiert nach der Wikipedia:

Letzte Drehbucharbeit für Burt Kennedy. Sein Szenario zu Yellowstone Kelly beruht auf Anekdoten und Episoden aus dem Leben von Luther S. Kelly, genannt Yellowstone Kelly, einem berühmten Trapper und Büffeljäger der achtziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts. In der Inszenierung erreicht der alte Routinier Gordon Douglas die Perfektion seiner Routine. In der Figur des Trappers Kelly mit seiner athletischen Statur und seinem klaren, an dem latenten Antagonismus zwischen weiß und rot gereiften Verstand fand der erstklassige B-Western seinen vollendeten Helden. Der zurückhaltende, trockene Stil, der sich auch den Versuchungen der wilden und majestätischen Schönheit des natürlichen Dekors versagt, kompromittiert an keiner Stelle die ästhetische Qualität eines Films, in dem Sensibilität und Intelligenz sich gegenseitig den Rang ablaufen. (Hembus – Western Lexikon)

***

Ein ruhig und bedächtig erzählter Abenteuerfilm ohne die übliche Wildwest-Romantik; gut fotografiert. (Filmdienst)[1]

Die beiden Kritiken spiegeln in etwa, was ich damals wohl auch empfunden habe, nämlich ein sehr positives Verständnis des Films, die Handlungsbeschreibung in der Wikipedia zeigt, dass das Bild Weiße / Native Americans Ende der 1950er zunehmend mehr Differenzierung erfuhr. Nicht in allen Western freilich. Gerade die „A-Western“, in denen große Stars mitspielten, zeigten selten ein ausgewogenes Verhältnis oder entzogen sich zunehmend einer Positionierung, indem sie den Westen auf eine Weise behandelten, dass keine „Indianer“ vorkamen. Vorherrschend war die Auseinandersetzung zwischen Weißen mit hellen und solchen mit schwarzen Hüten.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Gordon Douglas
Drehbuch Burt Kennedy
Musik Howard Jackson
Kamera Carl E. Guthrie
Schnitt William Ziegler
Besetzung

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