Rio Bravo (USA 1959) #Filmfest 448 #Top250

Filmfest 448 Cinema – Concept IMDb Top 250 of All Time (55)

Rio Bravo (Originaltitel: Rio Bravo) ist ein US-amerikanischer Western von Howard Hawks aus dem Jahre 1959 mit John Wayne in der Hauptrolle. Der Film wurde vom 1. Mai 1958 bis 23. Juli 1958 gedreht und startete am 18. März 1959 im Verleih von Warner Bros. Pictures in den US-amerikanischen Kinos. Für die Produktion war die Armada Productions verantwortlich. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film am 25. August 1959 durch Warner Bros. Pictures veröffentlicht.

Der Film zählt zu den erfolgreichsten Western der Filmgeschichte. Die Cahiers du cinéma listen ihn auf Platz 12 der 100 besten Filme aller Zeiten.[1] 2014 wurde der Film ins National Film Registry aufgenommen.[2]

Und er war auf der IMDb-Liste der Top-250-Filme aller Zeiten, und zwar von 1999 bis 2013. Aktuell ist er dort nicht platziert, aber mit 8/10 immer noch dicht dran. Auch bei einer heutigen Sichtung käme es von uns wieder zu einer Bewertung von 85/100 oder besser, eine längere Rezension zu diesem Western wird ohnehin noch erscheinen. Einstweilen vertrösten wir unsere Leser*innen mit der Kurversion aus unserem letzten mit Maschine geschriebenen Filmverzeichnis von 1989 und mit einigen Kritikerstimmen:

Der Kritiker Robin Wood schrieb: „Würde man mich auffordern, einen Film zu nennen, der die Existenz Hollywoods rechtfertigt, dann wäre das für mich wahrscheinlich Rio Bravo.“[12] Sein Kollege Donald Willis war in seiner Biografie über Howard Hawks von 1975 weniger beeindruckt: Viele fänden Rio Bravo großartig, er selbst halte den Film immerhin für sehr gut. Er lebe zwar nur an der Oberfläche, aber das sei in Filmen nun einmal die wichtigste Ebene. Wayne, Brennan und Martin böten Bestleistungen, dies sei die Stärke des Films. Angie Dickinson spiele jedoch nicht überzeugend und „lümmle“ nur herum. Die größte Schwäche des Films sei aber Ricky Nelson als „Colorado“. Nelson sei „einfach kein Schauspieler“.[13]

Der Filmdienst schreibt: „Herausragender Western von Howard Hawks, der die einfache, aber spannende Story mit professioneller Gelassenheit und ironischen Zwischentönen inszeniert. Die Figurenzeichnung ist brillant.“[14]

Quentin Tarantino zählt Rio Bravo zu seinen Lieblingsfilmen und erklärte, dass er den Film jeder neuen Freundin von sich zeigen würde und falls diese den Film dann nicht mögen würden, er die Beziehung beenden würde.[15] Weiterhin sieht er Rio Bravo als Vater aller „Hangout Filme“, eines von ihm geprägten Begriffs, der Filme bezeichnet, in denen Freunde miteinander Zeit verbringen und Spaß haben.[16][17]

Ich glaube, das werde ich künftig auch so machen wie Quentin Tarantino, wenn es um neue Freund*innen geht. Vermutlich wird mir das viel Ärger ersparen und hätte mir bereits viel Ärger erpart, wäre ich auf eine solche Idee früher gekommen. Die Frage ist nur, ob der Referenzfilm „Rio Bravo“ sein wird. Und wissen Sie, in wen ich mich jedes Mal neu verliebe, wenn ich dieses Werk sehe? In Walter Brennan. Dabei hatte ich ihn in der 1989er Rezension nicht einmal erwähnt.

Erstaunt hat mich nachgerade die Laufzeitangabe. Der Film wirkt nicht episch und wie schnell die 141 Minuten vorübergehen, merkt man beim Anschauen ebenfalls nicht. Eine unbedingte Empfehlung nicht nur für Westernfans.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Howard Hawks
Drehbuch Leigh Brackett
Jules Furthman
Produktion Howard Hawks
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Russell Harlan
Schnitt Folmar Blangsted
Besetzung

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