1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff für die EU | #Timeline #Corona Lage | #Covid19 #Vaccination #Impfung #BionTechPfizer #AstraZeneca #Moderna #JohnsonJohnson #EU #USA

Timeline 08.05.2021 | Corona Lage | Impstoffbestellung, Impfkampagne

Am 08.05.2021 hatte es „Business Insider“ zuerst gemeldet, und zwar in diesem Artikel:

EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen (businessinsider.de)

Davon seien 900 Millionen fest bestellt und es bestehe eine Option auf weitere 900 Dosen, heißt es. Deutschland erhält 165 Millionen Dosen aus der festen Bestellung, etwas oberhalb seines Anteils an der Bevölkerung der EU.

Wer nun nachgerechnet hat, dem könnte aufgefallen sein, dass diese Zahlen bedeuten, dass mehr als 3 Dosen pro Person nur von diesem Impfstoff innerhalb der EU verteilt werden könnten, wenn die Bestellung komplett abgerufen wird. Damit ist die Impfkampagne perfekt abgesichert, oder? Nicht ganz. Denn es wird längst davon ausgegangen, dass 2022 und vielleicht auch2023 Auffrischungsimpfungen erforderlich sein werden, außerdem wäre es möglich, dass weitere Mutationen des Corona-Virus weitere Impfungen nach Anpassung der Impfstoffe erforderlich machen werden.

Exorbitant ist der Preis, der für die neuen Lieferungen aufgerufen wird: 19,50 Euro pro Dosis. Die bisherigen BionTech-Lieferungen lagen bei ca. 15 Euro pro Dosis, allerdings soll die Lieferkette strikt innerhalb der EU ablaufen, das dürfte einer der Gründe dafür sein: Dass der neue Impfstoff einen Aufschlag für Sicherheit in „regionaler Herstellung“ verursacht, womit die Gefahr ausgeschlossen werden soll, dass bestimmte Rohstoffe nicht verfügbar sind, die bisher von außerhalb der EU zugeliefert wurden.

Damit nimmt die Impfkampagne der EU doch Fahrt auf und Form an, wenngleich man die Versäumnisse der ersten Monate nicht mehr wird aufholen können, denn aufgrund eines zu langsamen Impffortschritts Erkrankte sind nun einmal betroffen von diesem Versorgungsfail. Aus den USA hingegen kommen erste Meldungen, die darauf hindeuten, dass die bisher so gut gelaufene Kampagne sich verlangsamen könnte. Aber nicht, weil zu wenig Impfstoff vorhanden wäre, sondern, weil es, ebenso wie in Deutschland, eine nicht geringe Anzahl von Impfgegner*innen gibt, die vor allem in Trumpland zu Hause sind, also im ländlichen Raum, wo sich dessen rechtsorientierte Fans zahlreich versammeln.

TH

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