Exodus (USA 1960) #Filmfest 474

Filmfest 474 Cinema

2021-05-15 Exodus USA 1961

Exodus ist ein US-amerikanischer fast dreieinhalbstündige Monumentalfilm aus dem Jahr 1960, dem der gleichnamige Roman von Leon Uris zugrunde liegt. Regisseur und Produzent war Otto Preminger, den Soundtrack komponierte Ernest Gold, das Drehbuch schrieb Dalton Trumbo.[2][3][4][5] Ihm wird eine hohe Bedeutung bei der Wahrnehmung des Nahostkonflikts in den USA zu Gunsten Israels beigemessen.[6][7][8]

Dass wir diese Rezension heute veröffentlichen, hat nichts mit der Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts zu tun, die wir gerade sehen. Hier es geht hier auch nicht um eine verdeckte Positionierung. Wenn wir uns mit dem aktuellen Thema befassen, dann nicht durch die Hintertür anhand eines Hollywoodfilms, der eine ganz andere Zeit reflektiert, die als das Werk gedreht wurde, gerade erst ein Dutzend Jahre zurücklag. In unserer Chronologie ist „Exodus“ schlicht „an der Reihe“. Vor einigen Monaten habe ich mir „Exodus“ noch einmal angeschaut, eine Kritik mit der Nummer „474.1“ wird also hier erscheinen. Eines verrate ich an dieser Stelle: Es wird nicht bei 9/10 (90/100) bleiben. Der Film wird einige Punkte verlieren, aus filmischen, nicht aus politischen Gründen. Damals hatte mich wohl das Gigantische an diesem Werk fasziniert und seine Schwächen, wie eine Dramaturgie, die am Ende nicht mehr funktioniert, weil man den Handlungsrahmen überdehnt hat, habe ich damals nicht analysiert. David Leans Werke aus derselben Filmepoche beispielsweise konnten bei ähnlicher Länge und ebenfalls großem historischen Panorama als Themenhintergrund den weiten Bogen besser spannen und den Rhythmus besser finden, den epische Filme benötigen.

Erstmals musste ich auch eine Verpixelung vornehmen, die wiederum nichts mit dem Film selbst zu tun hat. Die noch mit der Maschine geschriebenen „Jugend-Filmverzeichnisse“ enthielten, wenn ich einen Film im Kino angeschaut habe, wie „Exodus“, auch eine Angabe darüber, mit wem zusammen ich dort war; mithin. Diese Kritiken waren nicht für die Veröffentlichung bestimmt, sondern zum Üben gedacht und just for fun gemacht, auch wenn es um ernste Themen wie das in „Exodus“ behandelte ging. Dass die Kritik zu „Exodus“, die sich eher wie eine Hymne liest, für damalige Verhältnisse recht lang war, liegt an etwas, das sich heute in unserer Verwendung der Wikipedia und anderer Quellen immer noch spiegelt: Ich habe auch mal etwas ausführlicher zitiert, wenn ich der Ansicht war, andere haben einen Sachverhalt recht gut beschrieben. Die historischen Fakten kannte ich zu der Zeit kaum, denn wir waren jahrelang damit befasst, die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts auf die eine oder andere Weise aufzubereiten oder aufzuarbeiten, aber die Entwicklung im Nahen Osten wurde sehr schmallippig behandelt, eigentlich war die Geschichte auch 1945 zu Ende, was folgte, war die erweiterte Gegenwart. Was die Hagana oder die Irgun darstellten, konnte ich bei der kürzlichen Neusichtung zuordnen und habe demgemäß, anders als es 1989 möglich oder sinnvoll gewesen wäre, Bezug darauf genommen und die Kritik durch allgemein zugängliche Fakten erweitert, sodass sie unter das Feature „DGR“ („Die große Rezension“) fällt.

Einige Filme aus dem Verzeichnis von 1989 waren mit früheren Produktionsjahren angegeben als nach der heutigen Zuordnung üblich (Datum der Weltpremiere), hier ist es umgekehrt. Der Film wird allgemein dem Produktionsjahr 1960 zugeordnet, weil er am 15.12.1960 in New York Premiere feierte. Erst im Oktober 1961 kam er allerdings in die deutschen Kinos.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv: Wikipedia

Regie Otto Preminger
Drehbuch Dalton Trumbo
Produktion Otto Preminger
Musik Ernest Gold
Kamera Sam Leavitt
Schnitt Louis R. Loeffler
Besetzung

 

 

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