Dürft‘ ich doch in Sachsen-Anhalt wählen | #Frontpage #WahlOMat | #PPP #SachsenAnhalt #Ltwst #Ltwlsa #Landtagswahl #ltw21

Am 6. Juni wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die Umfragen sehen derzeit so aus:

Institut Auftraggeber Befragte Datum   CDU SPD GRÜNE FDP LINKE AfD Sonstige
Institut Auftraggeber Befragte Datum   CDU SPD GRÜNE FDP LINKE AfD Sonstige
– Als Umfragewert: nicht ausgewiesen; als Wahlergebnis: nicht teilgenommen
INSA BILD TOM • 1.042
20.04.–27.04.
29.04.2021   26 % 10 % 12 % 6 % 13 % 24 % 9 %
Infratest
dimap
MDR TOM • 1.202
16.04.–21.04.
23.04.2021   27 % 12 % 11 % 8 % 12 % 20 % 10 %

Quelle: Sonntagsfrage – Sachsen-Anhalt (Wahlumfrage, Wahlumfragen) (wahlrecht.de)

Zum Wahl-O-Mat bin ich auf diesem Weg gelangt:

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Es wird Zeit für eine neue Umfrage, würde ich meinen. Die CDU würde gemäß der letzten, nun mehr als zwei Wochen alten Befragung gegenüber 2016 Stimmanteile verlieren, die SPD auf sehr niedrigem Niveau verharren, die Grünen sich mehr als verdoppeln, die Linke würde ca. 3 Prozent verlieren und die AFD ihr Ergebnis halten. Angesichts des negativen Bundestrends für die AfD könnte man wieder einmal rekapitulieren: Der Osten tickt eben anders und was sich bundesweit nun doch zeigt, nämlich, dass vor einigen Jahren viele „Protestwähler“ für die AfD gestimmt haben, während sie nun langsam auf ihren „harten Kern“ zurückfällt, lässt sich so auf das wirtschaftlich zudem schwächste und am meisten von schrumpfender Bevölkerung gekennzeichnete Land im Osten nicht anwenden. Allerdings hat die vorausgehende Umfrage, von einem anderen Institut erstellt, der AfD nur noch 20 Prozent zugemessen (24,3 Prozent bei der Wahl 2016). Es fällt schon auf, dass die INSA-Umfragen, die von BILD angefragt werden, der AfD gerne besonders hohe Werte beimessen. Denken Sie sich nichts dabei. Es hat alles seine Richtigkeit.

Jedenfalls scheint der Rechtstrend sich nicht weiter zu verstärken, aber das Problem hat natürlich die CDU, die mit Pech nicht mehr stärkste Partei in dem Land werden darf, für das man eine Sonderabkürzung benötigt wie das oben verwendet „lsa“, damit es nicht ganz blöd ausschaut. Jedenfalls kann man nicht die ersten Buchstaben nehmen, wie bei den übrigen Ländern, die sich Doppelnamen gönnen. „ST“ hat es so schon schwer genug, mit seinen in fast allen Belangen sehr negativen bzw. schlechtesten Kennziffern in ganz Deutschland. Einige Städte kenne ich ein wenig bzw. war schon mal dort, und, ja, die Überalterung und die mangelhafte Wirtschaftsdynamik fallen ins Auge. Und dann noch dieses Ergebnis beim Wahl-O-Mat. Ich wage ja kaum, es zu präsentieren, denn darf man ein solches Land auch noch komplett auf Klimaschutz ausrichten, was ja auch nicht ganz billig werden dürfte? Ich meine trotzdem: ja. Denn darin liegt auch eine Chance für dieses strukturschwache Bundesland.

Ich bin ganz unbefangen an den Wahl-O-Mat herangegangen und habe bei einigen Themen, mit denen ich aus der ST-Sicht nicht so vertraut bin, mit „neutral“ geantwortet, aber natürlich hat mich interessiert, warum es bei einer rechtsextremen Partei zu einer Zustimmung von über 50 Prozent gekommen ist, mehr als bei der CDU.

Viel ermitteln konnte ich nicht. Diese Partei hat für die Wahl am 6. Juni noch gar kein Programm aufgestellt. Der Wahl-O-Mat weiß aber offensichtlich trotzdem Bescheid, welche Positionen die Partei, deren Namen ich nicht nenne, vertritt. Ansonsten keine Überraschungen. Dass ich von der FDP und der AfD in etwa gleich weit entfernt bin, ist nicht neu, die beiden sind einander programmatisch auch viel ähnlicher, als man denken sollte. Ich prognostiziere, dass die FDP die erste Partei sein wird, die den Thüringen-Versuch von 2020 wiederholen und bei gegebener Konstellation tatsächlich mit der AfD zusammenarbeiten wird, wenn sie damit rechnen zu können glaubt, dass ein neuerlicher Aufschrei der Zivilgesellschaft ausbleibt. In der CDU gibt es immerhin noch einige wichtige Politiker*innen, die dagegen sind.

Die CDU könnte aber mit den Grünen und der SPD nach den obigen Ergebnissen ebenfalls regieren und das wird sie wohl auch tun; unter Einbeziehung der FDP reicht es gemäß beiden Umfragen auf jeden Fall.

Wenn ich schon mal 88 Prozent Übereinstimmung mit einer Partei habe, dann würde ich sie möglicherweise auch wählen, sofern ich nicht aus taktischen Gründen eher einer im Ganzen ähnlich orientierten politischen Kraft meine Stimme geben würde, die sicher im nächsten Landtag vertreten sein wird. Das wären dann die Grünen, die sich auf Rang 2 finden. Klar, ich habe die Umweltfragen zum Teil doppelt gewichtet, das hilft den Grünen und auch meiner neuen „ST“-Lieblingspartei. Fragen zu sozialen Themen sind hingegen beim Wahl-O-Mat „ST 2021“ eher unterrepräsentiert. Nun aber zum Ergebnis. Steht es bei Ihnen rechts? Dann verwenden Sie wahrscheinlich einen Desktopcomputer zur Ansicht. Ansonsten dürfte es oberhalb des Textes abgebildet sein und das „Nun“ erübrigt sich.

TH

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